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23.01.2012

Ob Wind, Schnee, Regen, Minusgrade oder Streusplitt: Der Winter fordert unseren Hunden einiges ab und besonders das Fell und die Pfoten werden dabei zusätzlich beansprucht. Wir haben für Sie alle wichtigen Pflegetipps zusammengefasst, damit Ihr Vierbeiner auch in der kalten Jahreszeit Freude an der Bewegung hat.


Fellpflege für langhaarige Hunde

Hunde mit langem Fell verfügen über eine besonders dicke Unterwolle. Damit von dieser wärmenden Schicht nicht zu viele Haare herausgerissen werden, empfiehlt es sich das Fell zu bürsten, nicht zu kämmen. Gerade in der Zeit des Fellwechsels empfehlen wir tägliches Bürsten. So werden die abgestorbenen Härchen regelmäßig entfernt und können nicht auf der Haut verklumpen. Der für den Hund wichtigen Wärmeregulierung steht so nichts mehr im Wege und die Durchblutung der Haut wird zusätzlich stimuliert.

Nach jeder Runde im Schnee sollten Sie ihren Hund mit einem Handtuch trocken reiben und eventuelle Schneeklumpen an der Brust, den Ohren oder unter dem Schwanz entfernen. Hier hilft am besten ein angewärmtes Handtuch auf den betroffenen Partien oder ein Fön – wenn Ihr Vierbeiner dies zulässt.


Fellpflege für kurzhaarige Hunde

Auch kurzhaarige Rassen sind für den Winter bestens gerüstet. Die Haut zieht sich eng zusammen, die feinen dichten Haare werden aufgestellt. In den winzigen Räumen zwischen zwei Härchen bildet sich ein Luftpolster, der die abgegebene Körperwärme auffängt und reflektiert. Aber auch hier gilt: Regelmäßiges Kämmen oder Bürsten entfernt die abgestorbenen Haare und fördert die Durchblutung. Die meisten kurzhaarigen Hunde können also ohne wärmenden Schutz den Winter genießen, solange sie sich dabei frei bewegen dürfen. An der Leine empfiehlt sich jedoch ein Mantel, der den Rumpf des Vierbeiners vor Auskühlung schützt. Nach jedem Spaziergang sollte der Hund mit einem Handtuch abgetrocknet werden – damit er die wohlige Wärme der schützenden vier Wände schnell wieder genießen kann und eine Verkühlung chancenlos bleibt.


Die Pfotenpflege

Grundsätzlich gilt: Bitte vermeiden Sie Wege auf denen Streusalz und Streusplitt liegt. Durch die mechanische und chemische Belastung werden die Pfoten zusätzlich angegriffen – und dadurch oft spröde. Um den Hund davor zu schützen, kann man vor jedem Spaziergang die Pfoten mit Vaseline, Hirschtalg oder speziellen Pfoten-Cremes versorgen. So entsteht eine schützende Fettschicht, die verhindert, dass die Hundepfoten rissig und anfällig für Entzündungen werden. Nach jedem Winterspaziergang sollten die Pfoten mit warmem Wasser abgewaschen werden, um das Streusalz von den Füßen zu spülen. Und sollte es doch einmal passieren, dass die Pfoten beleidigt werden: Fußbäder in lauwarmen Kamillentee mildern Entzündungen und sorgen für eine rasche Heilung.

Was Sie noch beachten sollten:

  • Gebremster Badespaß
    Im Winter trocknet das Fell und die Haut nach einem Bad nur sehr schlecht – deshalb bitte nur, wenn es wirklich sein muss. Falls Ihr Vierbeiner doch einmal ein Bad dringend nötig haben sollte: Achten Sie darauf, dass er genug Zeit im Warmen verbringt bis sein Fell komplett trocken ist.
  • Schnee ist keine Nahrung
    So sehr Ihr Hund die weiße Pracht auch liebt – fressen sollte er ihn besser nicht. Denn Schnee reizt den Rachenbereich, die Mandeln und sein Verzehr kann den Magen- und Darmtrakt sehr beanspruchen.
  • Es darf ein wenig mehr sein
    In der Kälte verbrauchen Hunde mehr Energie. Nimmt der Vierbeiner stark ab, verliert er einen Teil seiner schützenden Fettschicht. Deshalb achten Sie darauf, dass der Hund sein Gewicht hält. Wenn nicht, können Sie seine Futterration getrost ein wenig erhöhen.
  • Sicher unterwegs, auch in der Dunkelheit
    Ob in der Früh oder am Abend: Die Dunkelheit sorgt beim Spaziergehen für ein Sicherheitsrisiko. Beachten Sie bei der Wahl der Strecke die Verkehrsbedingungen und verwenden Sie gegebenenfalls reflektierende Leinen und Halsbänder.