Wenn der Hund wieder mal mit großen Augen schaut, dann steht so mancher Hundebesitzer vor einem Rätsel. Will er ein Leckerli? Hat er was angestellt? Oder will er einfach nur spazieren gehen? Vierbeiner sprechen eben eine ganz eigene und sehr komplexe Sprache, die man erst verstehen lernen muss. Einige Grundlagen zur „Fremdsprache Hündisch“ wollen wir Ihnen hier näher bringen.
Die Sprache Ihres Lieblings
Viele Menschen meinen, wir seien die einzige Spezies, die sprechen kann. Aber jeder Hundebesitzer weiß, dass das nicht stimmt. Bello und Co. haben nämlich ihre eigene, sehr ausgeprägte Sprache, mit der sie sich mitteilen. Sie verwenden keine Wörter in unserem Sinne, sondern eine Kombination aus unterschiedlichsten Gesichtsausdrücken, Körperhaltungen, Lauten und Gerüchen. Und weil das nicht nur im Rudel sondern auch zwischen Hund und Mensch gut funktionieren kann, mauserten sich ihre wilden Vorfahren vor zigtausenden Jahren zu den geliebten Haustieren, die sie heute für uns verkörpern.
„Hündisch“ für Einsteiger und Fortgeschrittene
Wie bei jeder Fremdsprache kommt es auch in der Kommunikation zwischen Mensch und Hund hin und wieder zu Missverständnissen. Umso wichtiger ist es, einige Grundlagen des hündischen Wortschatzes zu kennen, um eine harmonische und gut funktionierende Mensch-Tier-Beziehung zu führen. Aus diesem Grund gibt es von uns an dieser Stelle ein paar grundlegende Phrasen aus dem Hunde-Lexikon:
„Dich mag ich!“
Seine Freundschaft bekundet der Vierbeiner meist auf offensichtliche Weise. Aufgeregtes Begrüßen, wildes Wedeln mit der Rute und liebevolles Ablecken von Gesicht und Händen sind eindeutige Beweise dafür, dass er Sie mag.
„Lass uns spielen!“
Wenn Bello seinen Spieltrieb ausleben will, dann bietet er vollen Körpereinsatz. Viele Hunde heben eine Vorderpfote als Aufforderung, die meisten nehmen die typische Spielstellung mit abgesenktem Oberkörper und erhobenem Hinterteil ein. Ein ausgelassenes Wedeln mit dem hochgereckten Schweif gehört natürlich auch dazu.
„Ich fühl mich pudelwohl!“
Ob Pudel oder nicht, wenn sich Ihr Liebling wohl fühlt, dann lässt er Sie das auch wissen. Der eindeutigste Beweis dafür ist, wenn er vollkommen sorglos auf dem Rücken liegt und Ihnen seine wundesten Punkte anvertraut: seinen Bauch und seine Kehle.
„Leg dich bloß nicht mit mir an!“
Fühlt sich der Hund bedroht, dann richtet er sich zu voller Größe auf und versucht, so groß und stark wie möglich zu erscheinen. Mit weit offenen Augen fletscht er die Zähne, stellt Ohren und Rute auf und sträubt Nacken- und Rückenhaare, um dadurch noch größer zu wirken. In solchen Situationen heißt es: Abstand halten und nicht provozieren.
„Ui, das schaut spannend aus!“
Wer kennt ihn nicht: den neugierigen Blick mit schräg gelegtem Kopf und wedelnder Rute. Dann weiß man, dass Bello etwas gesehen hat, das ihn interessiert und das er im Bestfall auch haben will.
„Das ist mir nicht geheuer!“
Wenn Ihr Vierbeiner vor etwas Angst hat, kneift er seine Rute zwischen die Hinterläufe, legt die Ohren an und winselt leise. Dann ist er sehr eingeschüchtert und bewegt sich nur zögerlich.
„Lass mich gefälligst in Ruhe!“
Auch der beste Freund braucht hin und wieder eine Auszeit. Dann will er einfach seine Ruhe und zieht sich auf seinen Lieblingsplatz zurück, schaut in die andere Richtung und wird partout nicht auf Rufe reagieren. Heißt auf gut Deutsch: Spielen und Streicheln sind momentan unerwünscht. Versucht man es trotzdem, kann er seinen Wunsch nach Ungestörtheit schon mal durch warnendes Knurren zum Ausdruck bringen. Das sollte man dann auch respektieren.
„Meins! Meins, Meins, Meins!“
Wenn Ihr Hund gerade frisst oder an einem Snack kaut, wacht er aufgrund seines ausgeprägten Beuteinstinkts sehr eifersüchtig über sein Fressen. Kommt man ihm in dieser Situation zu nahe, wird er mit heftigem Knurren und Zähnefletschen reagieren. Auch hier sollte man ihn durchaus beim Wort nehmen.



