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Akita
Wenn ein Akita versucht, seinen Kopf durchzusetzen, braucht es schon einige Kraft, ihn zu halten.

Geschichte
Unter den japanischen Hunden ist der Akita der Größte. Knochenfunde, Reliefs und primitive Tonbilder, teilweise über 4.000 Jahre alt, weisen eine frühe Hundepopulation auf den japanischen Inseln nach, alle zeigen spitzähnliche Tiere: quadratischer Bau, spitzer Fang, kleine Stehohren und Ringelrute. Erst um 400 n. Chr. kamen mit Kaufleuten aus Asien große, schwere Hunde mit Hängeohren und langer Rute und später terrierartige nach Japan. Als 1500 erste Doggen, Windhunde und kleine Chinus aus Europa und dem asiatischen Raum folgten, legten die Japaner ihr erstes Hundestammbuch Kezuke-cho an, in dem die Hunde, nach nationalen und importierten Rassen getrennt, mit Namen, Abstammung, Farbe, Größe sowie besonderen Merkmalen aufgeführt sind. Somit sind die japanischen Spitzrassen die Hunde mit dem ältesten nachweisbaren Stammbaum. Der Akita wurde ursprünglich für Hundekämpfe gezüchtet, später zur Jagd eingesetzt. US-amerikanische Militarangehörige brachten nach dem 2. Weltkrieg verstärkt Akitas mit nach Hause. In den USA nahm der Akita eine vollig eigenständige Entwicklung. Es entstanden Hunde, die sich in vielen wesentlichen Standardpunkten von der Ursprungsrasse unterschieden: Größe, Farbe, Fellbeschaffenheit usw. 1999 trug die FCI dieser Entwicklung Rechnung und teilte die Rasse in Akita und Großer Japanischer Hund, letzterer kam in die FCI-Gruppe 2.
Rassebeschreibung
Imposanter Hund, der in seinem Äußeren ein typischer nordischer Jagdhund ist. Der Kopf ist groß, hat eine breite Stirn, einen ausgeprägten Stop und kleine, leicht dreieckige, möglichst dunkelbraune Augen. Der Fang ist kraftig und spitz zulaufend. Steife, kleine dreieckige Ohren, dick und weit auseinanderstehend, leicht nach vorn geneigt, vervollkommnen das Bild. Die Rute ist hoch angesetzt, dick und kräftig, eingerollt auf dem Rücken getragen. Seitliche Rutenhaltung, rechts oder links, ist möglich, sie muss aber auf jeden Fall vollständig eingerollt sein. Der überaus kräftige, leistungsfähige Körperbau macht den Akita zu einem idealen Arbeitshund, dessen Haar auf der Decke mittellang, hart, gerade und gut abstehend mit reichlicher, weicher und wolliger Unterwolle ist. Das Haar ist rot, weiß, brindel sesam. Alle angeführten Farben außer weiß müssen "Urajiro" aufweisen. (Urajiro = weißliches Haar seitlich an Fang und Backen, unter dem Fang, an der Kehle, an der Brust und am Bauch, an der Unterseite der Rute und an der Innenseite der Gliedmaßen).
| Charakteristika | Akita |
|---|---|
| FCI-Nomenklatur | FCI-Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp; Sektion 5 Asiatische Spitze und verwandte Rassen; FCI-Standard-Nummer 291 |
| Herkunftsland | Japan |
| Größe | mittelgroß |
| Höhe und Gewicht | 58 - 70 cm bei 34 - 50 kg |
| Pflege | nicht allzu pflegeaufwendig, taglich bürsten und kämmen |
| Wesen | meist ausgeglichen, zurückhaltend, abweisend |
| Gebrauchstüchtigkeit | Begleit-, Schutz- und Wachhund, hat sich aber auch bei der Jagd und im Lastenziehen bewährt. Die Erziehung gestaltet sich wegen des Eigensinns etwas schwierig. Sein energisches Auftreten und seine Bärenkräfte verlangen eine feste Hand |
| Lebenserwartung | 10 - 12 Jahre |
