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Appenzeller Sennenhund
(Bouvier appenzellois; Appenzell Cattledog; Perro Boyero de Appenzell)

Geschichte
Über die Herkunft des Appenzeller Sennenhundes, wie überhaupt bei allen Schweizer Rassen, gibt es viele Vermutungen. Max Siber war es, der 1895 mit einer Eingabe an die Schweizerische Kynologische Gesellschaft auf die "Appenzellertriberli" aufmerksam machte. Forschungen ergaben, dass im Appenzell ganze 40 Tiere lebten, zur Hälfte aber nur zur Zucht einsetzbar. Im Kanton Appenzell herrschte die Sitte, Hunde durch Kastration treu beim Haus zu halten, zumal Kastraten schneller fett werden - für den Tisch des Hauses. 1897 legte der Vorstand der Schweizer Kynologischen Gesellschaft erste Rassekennzeichen fest, 1906 folgte die Gründung des Klubs für Appenzeller Sennenhunde. Der Appenzeller Sennenhund ist äußerst arbeitswillig. Im Verhältnis zum Körpergewicht ist er Zugtieren, wie Pferd, Ochse und Esel, überlegen, schafft er doch bis ein Zehnfaches seines Körpergewichtes. Natürlich ist mit seiner Entdeckung als Sporthund einiges seiner Urwüchsigkeit zugunsten eines eleganteren Äußeren verloren gegangen, seine hervorragenden Wesenseigenschaften blieben jedoch erhalten.
Rassebeschreibung
Mittelgroßer, fast quadratisch gebauter, im Körper überall schön ausgeglichener, muskulöser und lebhafter Hund mit humorvollem Ausdruck. Er hat einen harmonischen, in guter Proportion zum Körper stehenden Kopf, die ziemlich hoch angesetzten anliegenden Ohren hängen dreieckig herab. Die kleinen, mandelförmigen, nicht vorstehenden, dunkelbraunen Augen sind lebhaft im Ausdruck. Es wird ein Scherengebiss verlangt, eine Zange jedoch toleriert. Der kräftige Körper ist rechteckig, steht auf derben Läufen mit guter Winkelung. Am schnellsten erkennt man den Appenzeller Sennenhund an seiner fast geringelten Posthornrute, die er seitlich über der Kruppe trägt. Er besitzt festes, anliegendes Stockhaar, dicht und glänzend mit schwarzer oder brauner Unterwolle. Die Grundfarbe ist schwarz mit rostbraunen und weißen symmetrischen Abzeichen, auf deren Regelmäßigkeit Wert gelegt wird. Die rostbraunen Flecken über den Augen dürfen nie fehlen, ebensowenig die gut sichtbare weiße Blesse an der Stirn, anschließend den Fang umfassend. Weiß ist auch durchgehend an Hals und Brust, an allen vier Pfoten und an der Rutenspitze vorhanden. Das rostbraun an den Läufen, Backen und der Brust ist stets zwischen schwarz und weiß gelegen.
| Charakteristika | Appenzeller Sennenhund |
|---|---|
| FCI-Nomenklatur | FCI-Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer - Molosser und Schweizer Sennenhunde; Sektion 3 Schweizer Sennenhunde; FCI-Standard-Nummer 46 |
| Herkunftsland | Schweiz |
| Größe | mittelgroß |
| Höhe und Gewicht | 52 - 58 cm bei 25 - 32 kg |
| Pflege | pflegeleicht, täglich bürsten |
| Wesen | keck und sehr temperamentvoll, selbstsicher und furchtlos |
| Gebrauchstüchtigkeit | mit natürlicher Schärfe, wird als Schutz-, Sanitäts-, Lawinen- und Katastrophenhund eingesetzt |
| Lebenserwartung | 12 - 13 Jahre |
