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Barsoi
(Barzaia; Russischer Windhund; Borzoi; Lebrel Ruso)

Geschichte
Der Barsoi war der bevorzugte Jagdhund der russischen Aristokratie. Fast ausschließlich in Meuten gehalten, die nach Überlieferungen bis zu 1.000 Tiere zählten, jagte er Hirsche, Wildschweine, aber ebenso unerbittlich Wölfe. Zu Beginn des 19. Jh. gab es in Russland kaum einen Gutshof ohne Barsois. Ihre Aufgabe bestand bei der Jagd darin, das Wild, das aus dem Wald von Laufhunden in offenes Gelände getrieben wurde, zu stellen. Die erste Blütezeit der Barsoizucht endete 1861 mit Aufhebung der Leibeigenschaft in Russland. Erst mit der Gründung der "Kaiserlichen Gesellschaft zur Verbreitung der Jagdhunde wie regelrechten Jagdführung" 1873 in Moskau und des Zwingers "Perchino" des Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch bei Tula begann eine neue Aera, die sich immer mehr dem sportlichen Aspekt zuwandte. 1913 lief der erste Barsoi in Deutschland auf der Rennbahn.
Rassebeschreibung
Seine Allgemeinerscheinung ist durch die vornehme und edle Art, die Ausgeglichenheit seiner Formen und Bewegungen geprägt. Er hat einen langen, tiefen, flachen Brustkorb, der bis zu den Ellenbogen reicht. Der Rücken bildet einen gut gespannten Bogen, der speziell im Lendenbereich relativ breit und kräftig bemuskelt ist. Die Unterlinie zeigt sich außerordentlich schwungvoll mit stark aufgezogenem Bauch. Der Barsoi hat einen sehr langen, schmalen und feingemeißelten Kopf, bei dem der Fang länger als der Oberkopf ist. Er hat große mandelförmige Augen, dunkel, ziemlich nahe beieinanderstehend, und feinledrige, kleine, gut gefaltete Rosenohren, die weit hinten angesetzt, im Affekt mit nach vorn abkippenden Spitzen aufgerichtet werden. Das vollständige, kräftige Scherengebiss ist infolge der Länge des Fanges in der Zahnreihe aufgelockert. Die sehr lange Rute, tief angesetzt, hängt in Ruhe säbel- oder sichelförmig herab und wird in Aktion erhoben, jedoch nie über die Rückenlinie. Für einen ausdauernden schnellen Lauf prädestinieren die langen, kräftigen, sehr stark bemuskelten Läufe. Der Barsoi hat seidiges, langes Haar in den Farben weiß, gold mit Silberanflug, gold dunkelgewolkt, rot und schwarz gewolkt mit dunklem Fang und dunklen Läufen, grau von aschgrau bis gelblichgrau, gestromt, gold und rot oder grau mit ausgedehnten dunkleren Streifen, rot, schwarz und allen Abstufungen dieser Farben auftreten.
| Charakteristika | Barsoi |
|---|---|
| FCI-Nomenklatur | FCI-Gruppe 10 Windhunde; Sektion 1 Langhaarige oder befederte Windhunde; FCI-Standard-Nummer 193 |
| Herkunftsland | Rußland |
| Größe | groß |
| Höhe und Gewicht | 65 - 82 cm bei 35 - 48 kg |
| Pflege | wenig pflegeintensiv, täglich bürsten |
| Wesen | zurückhaltend, ruhig |
| Gebrauchstüchtigkeit | Begleit- und Familienhund, braucht viel Auslauf |
| Lebenserwartung | 11 - 13 Jahre |
