Jump to Content (Alt+0)
Jump to main-navigation (Alt+1)
Jump to Subnavigation (Alt+2)

Bergamasker Hirtenhund

(Berger bergamasque; Cane da pastore Bergamasco; Bergamasco Shepherd Dog; Perro de pastor Bergamasco)

Bergamasker Hirtenhund

Geschichte

Den italienischen Hirtenhunden schreibt man persische Schäferhunde, Molosser und ungarische Hirtenhunde als Vorfahren zu, wobei der Bergamasker Hirtenhund und der Maremmaner Hirtenhund die seit langem verbreitetsten sind. Erst um 1941 fand die offizielle Trennung im eigenen Standard ihren Niederschlag, vorher waren züchterische Vermischungen keine Seltenheit. Der Bergamasker ist als kraftiger Schutz- und Hütehund auch heute noch für Gebirgsherden tätig. Trotz seiner großen Ähnlichkeit mit dem weltweit beliebten Briard ist der Bergamasker Hirtenhund auch in Italien nicht sehr verbreitet und war mehrfach vom Aussterben bedroht. Fur einen Leben ausschließlich in der Stadt eignet er sich nicht.


Rassebeschreibung

Der Bergamasker Hirtenhund hat einen großen Kopf mit breitem Schädel, zwischen den Ohren leicht konvex, der nach vorne abgerundet ist, mit betontem Stop. Die großen, dunklen Augen mit sanftem Ausdruck sind leicht oval und werden von dunklen Lidrändern begrenzt. Die hoch angesetzten Ohren erscheinen klein, haben eine lange, weiche Franse und werden halb aufgerichtet getragen. Kupieren ist nicht gestattet. Als unermüdlicher Kletterer ist er mit einem relativ kurzen Rumpf ausgestattet, der in der Lendenpartie und Kruppe sehr gut bemuskelt ist. Er hat eine breite Brust mit bis zum Ellbogen herabreichendem gut gerundetem Rippenkorb. Die Läufe sind senkrecht gestellt und starkknochig. An den Läufen wird eine überreiche Behaarung verlangt, die weiche Zotten bildet. Insgesamt ist das Haarkleid sehr reichlich und sehr lang und je nach Körperregion unterschiedlich - weich mit kräftigen und welligen Matten, rauh und zottig besonders auf der vorderen Körperhälfte. Am Kopf ist das Haar weniger rauh und es verdeckt die Augen. Die Unterwolle ist kurz und dicht. Gewünschte Fellfarben sind gleichmäßig grau oder fleckig, isabellfarbene oder rehbraune Schattierungen sind zugelassen und tiefschwarz. Weiße Abzeichen werden toleriert, wenn sie nicht mehr als 20 % des Gesamthaarkleides ausmachen.

 

Charakteristika Bergamasker Hirtenhund
FCI-Nomenklatur FCI-Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde); Sektion 1 Schäferhunde; FCI-Standard-Nummer 194
Herkunftsland Italien
Größe mittelgroß
Höhe und Gewicht 55 - 62 cm bei 26 - 38 kg
Pflege aufwendig, mehrmals wöchentlich Kopf bis Schulterbereich und Rute kämmen
Wesen anhänglich, mutig, treu
Gebrauchstüchtigkeit guter Hüte-, Wach- und Begleithund
Lebenserwartung 11 - 13 Jahre