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Bernhardiner
(St. Bernhardshund; Chien du Saint-Bernard; Saint Bernard Dog; Perro San Bernardo)

Geschichte
Die Geschichte des Bernhardiners ist eng mit der des Hospizes auf dem Großen St. Bernhard verbunden. Ausgezeichnete Betreuung und kluge Zuchtauswahl entwickelten einen Hund mit vorzüglichem Spürsinn, großer Ausdauer und Einsatzbereitschaft. Der wohl bisher berühmteste Bernhardiner ist der legendäre Barry, der 40 Menschen das Leben gerettet hat. Auf dem Pariser Hundefriedhof steht sein Denkmal, sein präparierter Körper befindet sich im Naturhistorischen Museum Bern. Bis zum Einkreuzen von Neufundländern um 1830 gab es ausschließlich Stockhaar-Bernhardiner, die auch heute noch auf dem Hospiz gezogen werden. Ende des 19. Jh. erfolgte die offizielle Anerkennung als eigenständige Rasse. Der Bernhardiner ist dank seines guten Charakters und seiner Fähigkeiten dazu berufen, nicht nur ein zuverlässiger Beschützer und Wächter von Familie, Haus und Hof zu sein, sondern auch als Lawinen-Rettungshund ausgebildet zu werden. Schätzungsweise wurden während der 250 Jahre, in denen die Hunde ihren Rettungsdienst auf dem Großen St. Bernhard versahen, an die 2.000 Menschen von ihnen oder mit ihrer Hilfe gerettet, wobei das legendäre Fässchen den Hospizchronisten unbekannt ist.
Rassebeschreibung
Kräftiger, hoher, strammer und muskulöser Hund. Die Hündin ist in der Regel nicht nur kleiner und leichter, sondern auch in ihrem Erscheinungsbild graziler. Der Kopf des Bernhardiners ist wie der gesamte Körper breit und wuchtig, mit starkem Stop und kurzer Schnauze. Die überschweren Köpfe nehmen leider immer mehr zu, die dadurch zu offene Lefze führt oft zu starkem Sabbern. Das Gebiss muss vollzählig sein, kann aber sowohl als Zange als auch Schere schließen. Im Verhältnis zum Kopf sind die leicht dreieckigen Ohren nur mittelgroß, die Augen sind dunkelbraun bzw. braun, liegen mäßig tief und sind im Unterlid meist sehr offen. Typisch für den Bernhardiner ist der mächtige Körper mit breiten Schultern, sehr gut gewölbtem Brustkasten und festem Rücken. Unabhängig von der Haarart werden weiß und rot immer als intensive und reine Farben gefordert. Beim Bernhardiner unterscheidet man zwei Haararten: das Langhaar, für den das leicht anliegende, nicht zu lange Wellhaar, die sogenannte Hose, an der Hinterhand und die lange Behaarung am Behang typisch sind, und das Stockhaar mit härterem, gut anliegendem Fell.
| Charakteristika | Bernhardiner |
|---|---|
| FCI-Nomenklatur | FCI-Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer - Molosser und Schweizer Sennenhunde; Sektion 2 Molosser; FCI-Standard-Nummer 61 |
| Herkunftsland | Schweiz |
| Größe | groß |
| Höhe und Gewicht | 65 - 90 cm bei 75 - 85 kg |
| Pflege | abhängig von der Haarart, Stockhaar ist nicht allzu aufwendig, täglich bürsten reicht; Langhaar sollte täglich gebürstet und gekämmt werden |
| Wesen | ausgeglichen, freundlich, sehr ruhig, mittleres Temperament |
| Gebrauchstüchtigkeit | angenehmer Begleithund, durch seine Größe auch guter Wachhund |
| Lebenserwartung | 11 Jahre |
Pedigree® Züchter
Hans und Brigtitte Linser
6082 Ellbögen 107
Tel/Fax: 05 12/37 73 01
e-mail: fugerhof
bernhardiner.cc
http://www.bernhardiner.cc
Zwingername: "Vom Fugerhof" (Zucht seit 1975)
Besondere Ausstellungserfolge: 3x Weltsieger, 3x Wusb Sieger, 4x Europasieger, unzählige nationale und internationale Champions
