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Cavalier King Charles Spaniel

Geschichte
Im allgemeinen bezeichnet man die Gruppe der Toy-Spaniels, der Spielzeugspaniels, als die direkten Nachkommen jener kleiner Hunde, die auf vielen Bildern des 16., 17. und 18. Jh. bei van Dyck, Watteau, Boucher u. a. zu finden sind. Sie waren die erkorenen Lieblinge der Hofdamen Italiens, Frankreichs und der Niederlande. Überlieferungen zufolge sah man König Charles II. von England selten ohne ein Dutzend kleiner Spaniels, die ihm sogar zu Parlamentssitzungen folgten. Ihm soll der kleine Spaniel seinen Namen verdanken, anderen Überlieferungen zufolge geht er auf König Charles I. zurück. Zur Herrschaftszeit der Stuarts verschwanden die Spaniels fast völlig und machten kleinen Möpsen Platz. Erst im 19. Jh. tauchten wieder kleine Spaniels in größerer Zahl auf, jedoch in leicht veränderter Form, mit abgeflachter Nase, gewölbter Stirn und tief angesetzten Ohren. Erst 1926 machten amerikanische Besucher der berühmten englischen Hundeausstellung Crufts dog Show darauf aufmerksam, dass die gezeigten Spaniels mit den ursprünglichen auf den Gemälden nur noch wenig gemein hätten. Einer der Besucher, Rosswell Eldridge, setzte 25 englische Pfund für den Züchter aus, der den Spanieltyp der alten Gemälde wieder hervorbringen würde. 1928 wurde dann der Standard des Cavalier King Charles Spaniel aufgestellt und blieb bis heute unverändert. Da nun die Vertreter des neuzeitlichen Typs den Namen King Charles trugen, beschloss man, der Rückzüchtung nur das Wort Cavalier beizufügen.
Rassebeschreibung
Ein kleiner gut ausbalancierter Hund wird angestrebt. Seine Stirn soll flach, ohne jede Neigung zur Rundung sein, die Ohren hoch angesetzt, lang herabfallend und reich behaart. Die dunklen, nicht zu kleinen Augen stehen weit auseinander, wobei Glotzäugigkeit zu verwerfen ist. Der Körper ist quadratisch, der Rücken gerade, die Weite des Brustkorbes zeigt mittleres Ausmaß, aber genügend, um Leistungsfähigkeit zu garantieren. Als Standardpunkte gelten u. a.: Fanglänge etwa 4 cm, komplettes Scherengebiss, Kruppe nicht abfallend, gut gestellte Läufe mit runden Pfoten, stets gut befederte Rute. Der Cavalier King Charles Spaniel profitiert von seiner herrlichen Behaarung, die lang, seidig, nie gelockt, aber ab und zu gewellt, gefordert wird, Pfoten, Brust und Rutenende sind üppiger in der Haarausbildung. Er kommt in vier Farbvarianten vor:
Blenheim: perlweißer Grund mit verstreuten, kastanienroten Platten.
Ruby: kastanienrotbraun, immer einfarbig.
Tricolor: dreifarbig, perlweiß mit schwarzen Platten und braunroten Abzeichen an den Wangen, an den Innenseiten der Ohren über den Augen und an der Stirn.
Black and tan: glänzend schwarz mit mahagonifarbenen Abzeichen am Fang, über den Augen, an Beinen, Brust, Ohrinnenseiten und unter der Rute.
| Charakteristika | Cavalier King Charles Spaniel |
|---|---|
| FCI-Nomenklatur | FCI-Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde; Sektion 7 Englische Gesellschaftsspaniel; FCI-Standard-Nummer 136 |
| Herkunftsland | Großbritannien |
| Größe | klein |
| Höhe und Gewicht | 31 - 35 cm bei 5 - 8 kg |
| Pflege | nicht allzu pflegeaufwendig, täglich bürsten und kämmen |
| Wesen | aktiv, furchtlos, heiter |
| Gebrauchstüchtigkeit | guter Begleit- und Haushund |
| Lebenserwartung | 9 - 14 Jahre |
