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English Pointer

English Pointer

Geschichte

Ohne Zweifel stammt der English Pointer von spanischen Jagdhunden ab und zählt zu den ältesten noch existierenden Hunderassen. Sein Name rührt von Perro de Punta [span., Hund zum Vorstehen] her. Bereits Albertus Magnus (1193 - 1280), Bischof von Regensburg und begeisterter Naturforscher, erwähnt in seiner Schrift "De Animalibus" einen spanischen weißbunten Hühnerhund. Erstmals sichtbar nachgewiesen wird der English Pointer auf einem Gemälde aus dem Jahre 1725 in England. Dorthin wurde er von englischen Offizieren gebracht, die im Verlauf des spanischen Erbfolgekrieges die Tiere aus dem Heimatland mitnahmen. Englische Züchter, vor allem der Herzog von Kingstone, kreuzten diese Hunde nun mit dem Foxhound und leichteren französischen Laufhunden und erreichten einen leichteren Körperbau bei Erhaltung der ausgezeichneten jagdlichen Wesenseigenschaften. Die Vorsteheigenschaft, d. h., beim Aufstöbern von Wild regungslos und meist mit erhobenem Vorderlauf zu verharren, trat wahrscheinlich mutativ auf und wurde durch fortgesetzte Reinzucht gefestigt. Obwohl es inzwischen viele verschiedene Vorstehrassen gibt, kann man den English Pointer noch immer als reinsten Vererber der Vorsteheigenschaft ansehen, der auch ausdauernd und weit sucht. Nach Deutschland wurde er erstmals zu Beginn des 19. Jh. importiert. Gegen 1835 wurde er nochmals verfeinert, da er den Züchtern für die moderne Jagd noch zu schwerfällig erschien, für die Veredelung sorgte der schnelle, wendige Foxhound.

Rassebeschreibung

Seine Erscheinung ist die eines ausgeglichenen, edlen, Kraft und Harmonie in sich vereinenden Hundes von nahezu quadratischem Körperbau. Die Profillinie des nach vorn leicht abfallenden Hinterhauptbeines bis zum markanten Stop und der geradlinigen, eher nach unten ausgebogenen Nase ist charakteristisch für den Kopf. Durch die tief, aber lose herabfallenden Lefzen wirkt der längliche Fang fast quadratisch. Die Augen liegen in der Mitte einer vom Hinterhauptbein zur Nasenspitze gedachten Linie. Sie sind mittelgroß, keinesfalls tiefliegend, mit lebhaftem Ausdruck und von dunkel- bis haselnussbrauner Farbe. Breit und voll mit weit geöffneten Nasenlöchern ist die Nase. Die Behänge sind dünn und seidig mit hervortretenden Adern. Sie sind mäßig hoch angesetzt und flach an den Backen herabhängend, an den Enden laufen sie in abgerundeten Spitzen aus. Kräftig, kurz und sehr breit mit starken Muskeln zeigt sich der Rumpf mit tief herabreichenden hinteren Rippen und leicht gebogener Nierenpartie. Lang, muskulös, leicht gebogen und mit etwas lockerer Kehlhaut ausgestattet ist der Hals. Etwas unterhalb der Rückenlinie ist die Rute angesetzt, die bis zum Ende des Wadenmuskels herabreicht. Sie ist an der Wurzel stark und verjüngt sich nach dem Ende zu. Der English Pointer soll sie in sanfter Pumpenschwengelform tragen. Wichtig ist, dass die Rute fein und dünn ist mit guter Spitze, denn je mehr das zum Ausdruck kommt, um so edler ist der Hund. Er ist dünn, glatt anliegend und glänzend behaart. Um den English Pointer auch auf weite Entfernung und in dichtem Gebüsch gut zu erkennen, sind Tiere mit weißer Grundfarbe und schwarzen, braunen, orangefarbenen und gelben Platten sowie Tupfen am beliebtesten. Auch einfarbige Tiere in den genannten Farben sind erlaubt.

Charakteristika English Pointer
FCI-Nomenklatur FCI-Gruppe 7 Vorstehhunde; Sektion 2 Britische und Irische Vorstehhunde; FCI-Standard-Nummer 1
Herkunftsland Großbritannien
Größe groß
Höhe und Gewicht 60 - 70 cm bei 25 - 30 kg
Pflege pflegeleicht, täglich bürsten
Wesen ruhig, folgsam, gutmütig, sanft
Gebrauchstüchtigkeit angenehmer Begleiter, schneller, unermüdlicher Jagdhund
Lebenserwartung 12 - 13 Jahre