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Griffon à poil laineux
(Griffon Boulet; Französischer Wollhaariger Griffon; French Wolly-haired Pointing Griffon; Grifón de muestra de pelo lanoso Francés)
Die Haarfarbe verhindert, dass der Griffon à poil laineux zu früh vom Wild bemerkt wird.

(Griffon Boulet; Französischer Wollhaariger Griffon; French Wolly-haired Pointing Griffon; Grifón de muestra de pelo lanoso Francés)
Die Haarfarbe verhindert, dass der Griffon à poil laineux zu früh vom Wild bemerkt wird.
Geschichte
Der Griffon à poil laineux soll einer Kreuzung zwischen Schäferhund und Pudel entstammen, denen noch der alte rauhaarige französische Griffon zugeführt wurde. Dieser alten, vom Aussterben bedrohten Rasse nahm sich 1872 ein Händler namens Emmanuel Boulet an, von dem auch der ab und zu Verwendung findende Beiname laineux-boulet stammt. Seinem Eifer ist es zu danken, dass die Rasse noch existiert. Zuerst erhielt er Tiere, die weiß, braun bzw. weiß und schwarz waren, doch bemerkte er bald, dass Hunde von zu auffälliger Farbe schnell vom Wild bemerkt werden und eine zu frühe Flucht bewirken. Deshalb widmete er seine Aufmerksamkeit der Farbe. Das Ziel war, den Hunden eine Farbe anzuzüchten, mit der sie im Gelände besser geschützt waren. Es entstand die typische unverwechselbare hellbraune Farbe. Über zehn Jahre dauerte es, bis die Homogenität des Haarkleides und des Typs erreicht war. 1886 hatte es Boulet dann geschafft. Seine Hunde erzielten im Gelände hervorragende Arbeitsergebnisse und wurden vielfach prämiert. Da die Rasse nicht ganz einfach in der Führung ist und ihr Eigensinn die Ausbildung sehr erschwert, halten viele Kynologen den Griffon à poil laineux geeigneter als Begleithund. Andere sehen jedoch vorrangig die guten jagdlichen Eigenschaften wie Robustheit, feiner Geruchssinn und Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse.
Rassebeschreibung
Mittelgroßer Hund mit leicht gerollten Behängen und buschig langer Rute. Buschig muss auch der Kopf aussehen, der einen langen, breiten, gut quadratischen und mit großem Schnurrbart versehenen Fang hat. Mehr oder weniger dunkel ist der Nasenspiegel, je nachdem, ob es sich um braune oder blonde Tiere handelt. Die Nasenlöcher sind kräftig und gut geöffnet. Die buschigen Augenbrauen lassen die Augen frei, sie dürfen sie nur wenig beschatten. Die Farbe der Augen ist immer gelb. Die Ohren hängen meist leicht gerollt, aber auch glatt herab. Sie sind tief angesetzt und glatt oder gewellt behaart. Als langgestreckt kann man den Hals bezeichnen, der gut aus dem derben Körper ansteigt. Die Brust ist breit und tief, die Lenden kräftig und leicht gewölbt. Der Rücken ist gerade, die Kruppe voll gerundet. Der Hund hat eine lange, gerade, gut getragene, buschige Rute. Sein Haar ist halbseidig, nicht glänzend, glatt oder gewellt, doch niemals gelockt. Es kommt in der Farbe hellbraun mit oder ohne weiß vor.
| Charakteristika | Griffon à poil laineux |
|---|---|
| FCI-Nomenklatur | FCI-Gruppe 7 Vorstehhunde; Sektion 1 Kontinentale Vorstehhunde; FCI-Standard-Nummer 174 |
| Herkunftsland | Frankreich |
| Größe | mittelgroß |
| Höhe und Gewicht | 50 - 60 cm bei 22 - 27 kg |
| Pflege | sehr pflegeintensiv, täglich bürsten und kämmen |
| Wesen | etwas eigensinnig, gutmütig |
| Gebrauchstüchtigkeit | hervorragender Jagdhund, guter Wächter |
| Lebenserwartung | 12 - 13 Jahre |
