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Großer Japanischer Hund
vormals amerikanischer Akita (Grand chien japonais anciennement Akita américain; Gran perro japonés anteriorments Akita americano)
Viele Hunderassen nehmen in den USA eine andere, mehr ins Extrem fallende Entwicklung, so auch der Akita zum heutigen Großen Japanischen Hund.

Geschichte
US-amerikanische Militärangehörige brachten nach dem 2. Weltkrieg verstärkt Akitas mit nach Hause. Diese Hunde, intelligent und anpassungsfähig, faszinierten die amerikanischen Züchter. 1956 gründeten sie den Amerikanischen Club für Akitas, und der American Kennel Club (AKC) erkannte die Rasse 1972 offiziell an. Da es aber zwischen dem AKC und dem japanischen Kennel Club keinerlei Zusammenarbeit gab, nahm der Akita in den USA eine völlig eigenständige Entwicklung. Es entstanden Hunde, die sich in vielen wesentlichen Standardpunkten von der Ursprungsrasse unterschieden: Größe, Farbe, Fellbeschaffenheit usw. 1999 trug die FCI dieser Entwicklung Rechnung und teilte die Rasse in Akita und Großer Japanischer Hund. Dazu wurde auf der Generalversammlung in Mexico ein Beschluss gefasst, der folgendes vorsah: In allen zur FCI gehörenden Ländern werden alle unter dem Namen "Akita" eingetragenen Hunde durch ein vom Landesverband zu bestimmendes Gremium von 3 zum Richten der Rasse befugten Spezialrichtern begutachtet. Hunde, die dem heutigen Standard Nr. 255 "Akita" entsprechen, bleiben weiterhin unter diesem Rassenamen eingetragen. Der "Akita" ist eine Rasse der FCI-Gruppe 5. Hunde, die dem FCI-Standard Nr. 344 "Großer Japanischer Hund" (vormals Amerikanischer Akita) entsprechen, erhalten unter diesem Namen eine neue Abstammungsurkunde. Diese Überprüfung wurde am 31.12.1999 abgeschlossen. Seit dem 1. Januar 2000 handelt es sich also um getrennte Rassen, die auch nicht untereinander verpaart werden dürfen.
Rassebeschreibung
Großer, kräftiger, harmonisch gebauter Hund mit viel Substanz und von schwerem Knochenbau. Der breite Kopf in Form eines stumpfen Dreiecks, der tiefe Fang, die eher kleinen Augen und die Stehohren, welche, die Oberlinie des Halses fast verlängernd, nach vorne geneigt getragen werden, sind charakteristisch für die Rasse. Das vollständige Gebiss wird als Scherengebiss gefordert, Zangengebiss wird aber toleriert. Der kräftige Körper ist stark bemuskelt mit tiefer und breiter Brust. Die Rute wird zu drei Vierteln über dem Rücken oder an die Flanke gelehnt getragen, ganz oder doppelt eingerollt. Der Große Japanische Hund hat harsches, etwas vom Körper abstehendes Deckhaar mit dicker, weicher und dichter Unterwolle. Erlaubt sind alle Farben wie rot, falbfarben, weiß usw., auch gestromt und gescheckt. Die Farben sind glänzend und klar, die Abzeichen harmonisch verteilt, mit oder ohne Maske.
| Charakteristika | Großer Japanischer Hund vormals amerikanischer Akita |
|---|---|
| FCI-Nomenklatur | FCI-Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer - Molosser und Schweizer Sennenhunde; Sektion 4 Andere Rassen; FCI-Standard-Nummer 344 |
| Herkunftsland | Japan |
| Größe | groß |
| Höhe und Gewicht | 61 - 71 cm bei 45 - 60 kg |
| Pflege | sehr pflegeaufwendig, täglich bürsten und kämmen |
| Wesen | freundlich, aufmerksam, lernfreudig, folgsam und mutig |
| Gebrauchstüchtigkeit | Schutz- und Wachhund, sein energisches Auftreten und seine Bärenkräfte verlangen eine feste Hand |
| Lebenserwartung | 10 - 12 Jahre |
