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Kishu
Anders als in ihrer japanischen Heimat sind die in Europa gehaltenen Kishu vor allem Haus- und Begleithunde.

Geschichte
Nach dem 1. Weltkrieg begann man in Japan verstärkt europäische Hunderassen einzuführen, was natürlich dazu führte, dass das Interesse an den alten einheimischen Hunden stark abnahm. Dem Kynologen Haruo Isogai ist es zu danken, dass die alten Rassen in Japan erhalten blieben. Er nahm um 1930 eine Bestandsaufnahme vor und klassifizierte alle japanischen Rassen. Der Kishu wird vor allem bei der Jagd auf Wildschweine und Rehe eingesetzt. Die in Europa gezüchteten Tiere sind ausschließlich Haus- und Begleithunde.
Rassebeschreibung
Gut gebauter, robuster für die Jagd gezüchteter Hund. Ein größeres Maß als im Standard vorgeschrieben ist erlaubt, wenn der Hund gute Proportionen hat. Dunkle Nasenspiegel, gerader Nasenrücken, nicht allzu dicke Lippen und ein zugespitzter Fang, weder zu lang noch zu dick, kennzeichnen den Kopf. Die starken Zähne dürfen nicht vorbeißen. Ziemlich betonter Stop, breite Stirn. Die dreieckigen Augen sind dunkelbraun. Der Kishu wird in den Farben weiß, rot und gestromt gezüchtet.
| Charakteristika | Kishu |
|---|---|
| FCI-Nomenklatur | FCI-Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp; Sektion 5 Asiatische Spitze und verwandte Rassen; FCI-Standard-Nummer 318 |
| Herkunftsland | Japan |
| Größe | mittelgroß |
| Höhe und Gewicht | 42 - 54 cm bei 20 - 22 kg |
| Pflege | nicht allzu pflegeaufwendig, täglich bürsten |
| Wesen | intelligent, etwas eigensinnig |
| Gebrauchstüchtigkeit | Wach- und Jagdhund |
| Lebenserwartung | 12 - 13 Jahre |
