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Komondor

Bei einem gut behaarten Komondor weiß man manchmal nicht, wo vorn und hinten ist.

Kommondor

Geschichte

Es gibt mehrere alte Überlieferungen, in denen der Komondor erwähnt wird, so 1544 in Peter Kakonyis Erzählung über den König Astiagis: "ein säugender Komondor säugte auch ein Kind...". Zeichnungen von Ferenc Pethe aus dem Jahre 1815 stellen den Komondor in seinem heutigen Äußeren dar. Er gehört ohne Zweifel zu der Gruppe großer weißer Hunde, die von den Magyaren auf ihrer Wanderung zwischen 1000 v.Chr. und ihrem Sesshaftwerden 955 in ihr heutiges Lebensgebiet mitgebracht wurden. Bei der ganz Osteuropa berührenden Wanderung führten sie große Herden mit sich, für die sie Hütehunde benötigten, die auch in der Lage waren, wilde Tiere und Räuber abzuwehren. In diesen Hunden haben sowohl der Polski Owczarek Podhalanski, der Kuvasz und der Komondor, aber auch der slowakische Nationalhund Slovensky Cuvac und der Pyrenäenberghund ihre Ahnen. Der Komondor ist kein Familienhund, er verhält sich zurückhaltend und neigt nicht zum Schmeicheln. Er ist von zäher Natur, kann sehr schnell angreifen, auch wenn er scheinbar ruht. Tagsüber liegt er gern auf einem etwas erhöhten Stand, um sein Revier überblicken zu können. Bei Nacht ist das Wachen sein Element, zu dieser Zeit bewegt er sich ausgesprochen gern und bellt mit voller Stimme.

Rassebeschreibung

Großer Hund mit anziehendem Äußeren und würdevollem Benehmen. Sein Körper ist quadratisch, eventuell auch ein wenig länger. Der Kopf wirkt wie ein über den Rücken erhöhtes Haarknäuel. Er ist breit, fein und steht in gutem Ebenmaß zum Körper. Selbst die äußerst üppige Behaarung darf keine Disproportionen aufkommen lassen. Der Schädel ist gewölbt, der Stop bemerkbar. Der Fang ist sehr breit und mittellang mit starken Kiefern. Nasenspiegel, Lider und Lefzen sind stets schwarz. Das mächtige, weiße Gebiss muss als Schere schließen. Die dunkelbraunen Augen sind gut eingesetzt mit fest anliegenden Lidern. Mittelhoch angesetzte Behänge, die gleich vom Ansatz herabhängen und tief herabreichen, weisen die Form eines U auf. Die tief angesetzte, entschieden herabhängend getragene Rute wird am Ende etwas angehoben, in der Erregung bis in Rückenhöhe. Tonnenförmig und lang ist der mitteltiefe Brustkorb. Der ganze Körper ist von langem Haar bedeckt, das aus gröberen Deck- und weicheren Unterhaaren besteht. Das Verhältnis beider Formen gibt dem Fell das Gepräge. Grundbedingung ist, dass sich das Haar verfilzt oder verzottet. Möglich ist auch die Schnürenbehaarung, deren schmale Strähnen nicht verfilzen. Neugeborene Welpen tragen ein flaumiges, fein glänzendes, weißes, gekräuseltes oder gewelltes Fell, das nach der ersten Haarung durch ein vielseitiges nicht verfilzendes mittellanges Fell ersetzt wird. Nach dem 9. Lebensmonat wächst das dauernde Haar durch, zu dessen Verfilzung die Welpenhaare schon beitragen. Die Fellfarbe ist immer weiß.

Charakteristika Komondor
FCI-Nomenklatur FCI-Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde); Sektion 1 Schäferhunde; FCI-Standard-Nummer 53
Herkunftsland Ungarn
Größe sehr groß
Höhe und Gewicht 65 - 90 cm bei 35 - 60 kg
Pflege sehr pflegeintensiv, das bandförmig oder schnurartig verfilzte Haar wird von Zeit zu Zeit durch Bürsten (nicht Aufbürsten!) gereinigt. Bilden sich verfilzte Planken, werden diese zu bandförmigem Filz zerschnitten
Wesen eigenwillig, aber anhänglich, ausgeprägter
Beschützertrieb  
Gebrauchstüchtigkeit guter Begleit- und Wachhund, braucht eine feste Hand
Lebenserwartung 12 Jahre