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Kuvasz

Kuvasz

Geschichte

Wie alle anderen großen weißen Hirtenhunde stammt auch der Kuvasz von den Hunden ab, die zwischen 1000 v. Chr. und ihrem Sesshaftwerden 955 von den Magyaren auf ihrer Wanderung durch Osteuropa in ihre jetzige Heimat mitgeführt wurden. Hier findet man den Ursprung vieler Rassen, so den des Kuvasz, des Polski Owczarek Podhalanski, des Slovensky Cuvac, des Pyrenäenberghundes, des Maremmaner Hirtenhundes, des Komondor. Diese Reihe ließe sich noch fortsetzen. Die teilweise kaum unterschiedlichen Rassekennzeichen sind meist auf Modalitäten zurückzuführen, die man heraussuchte, um jeder Nation eine eigene Rasse zuordnen zu können. Seit alters her wurde der Kuvasz zum Schutz der Herden verwendet. Zu Zeiten König Mathias Corvinus (1458-1490) setzte man ihn auch zu Hofjagden ein. Die reine Sportzucht begann ungefähr 1905 mit dem Aufstellen der ersten Standards. Da kaum noch der Einsatz als Hütehund in Frage kommt, wird der Kuvasz verstärkt als Hofhund gehalten. Man findet in den Dörfern kaum ein Gehöft, wo er nicht wacht, während die Zotthaarrassen, wie Komondor und Puli weniger in ihrer ungarischen Heimat verbreitet sind.

Rassebeschreibung

Hund von großem Wuchs mit anziehender Erscheinung, die Adel und Kraft verrät. Der gut proportionierte Körper hat eine trockene Muskulatur und starke, jedoch nicht grobe Knochen. Der tiefe Brustkorb, der nicht zu breite Stand der Gliedmaßen und die etwas abschüssige Kruppe zeugen von hervorragenden Arbeitseigenschaften. Die schräg eingebetteten, dunkelbraunen Augen sind mandelförmig geschnitten und haben dicht schließende Lider. Oben vom Kopf etwas abstehend hängen die gleich am Ansatz kippenden, stets V-förmigen Ohren herab. Im erregten Zustand werden sie etwas nach vorn bewegt, doch nicht angehoben und keinesfalls aufrecht gestellt. Die Rute ist tief angesetzt und wird, in gerader Verlängerung der etwas abschüssigen Kruppe, herabhängend getragen. Sie erreicht in voller Länge das Sprunggelenk und wird am Ende etwas angehoben, aber nie geringelt. Die Haut des Kuvasz ist stark pigmentiert, der Nasenspiegel schiefergrau; Lidränder, Lefzen und Ballen sind schwarz. Dunkel soll auch der Rachen sein, allenfalls mit dunklen Flecken auf hellem Untergrund. Der Kuvasz hat etwas derbes und sprödes, aber nicht verfilzendes, leicht welliges weißes Haar über guter Unterwolle.

Charakteristika Kuvasz
FCI-Nomenklatur FCI-Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde); Sektion 1 Schäferhunde; FCI-Standard-Nummer 54
Herkunftsland Ungarn
Größe groß
Höhe und Gewicht 65 - 75 cm bei 30 - 52 kg
Pflege nicht allzu pflegeintensiv, einmaliges Bürsten täglich, mehrfach wöchentlich ist zu kämmen
Wesen anhänglich, unerschrocken mutig
Gebrauchstüchtigkeit guter Begleit- und Schutzhund, braucht eine Aufgabe
Lebenserwartung 12 - 14 Jahre