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Magyar Agar

(Lévrier hongrois; Ungarischer Windhund; Hungarian Greyhound; Lebrel Hungaro)

Magyar Agar

Geschichte


Neben ihren Hütehunden brachten die Magyaren, ein altes Reitervolk, das ursprünglich nomadisierend in den Steppengebieten des Ural zu Hause war, auf ihrer großen Wanderung, die bis zum 9. Jh. dauerte, auch Windhunde mit. Nach ihrem Sesshaftwerden im heutigen Ungarn benutzten sie diese zur Jagd. Die lange Fremdherrschaft der Türken in Ungarn brachte eine Vermischung mit den Windhunden orientalischen Ursprungs mit sich. Schließlich kreuzte man im 19. Jh. Greyhounds zur Verbesserung der Schnelligkeit ein. Der Einsatz des Magyar Agar bei den Jagden zu Pferde ging immer mehr zurück, und er spielte lange Zeit nur als Haushund, zumeist auf Bauernhöfen, eine Rolle. Seine jüngste Rassegeschichte begann in Filmstudios, wo man für eine Reihe historischer Filme bodenständige Hunde benötigte. Man griff auf die Magyar Agar zurück, die man in den Dörfern fand und begann, die Unterschiede zum Greyhound herauszuarbeiten. Seit 1966 ist der Magyar Agar als eigenständige ungarische Rasse von der FCI anerkannt. Er ist der ideale Hund für Liebhaber, die Windhundformen mögen, aber Wachhundeigenschaften nicht missen möchten.

Rassebeschreibung

Windhund mit kurzem sehr muskulösem Rumpf, der Temperament, Geschwindigkeit und Ausdauer vereinigt. Er hat einen sehr langen Kopf, länger als die meisten Hunderassen. Von oben gesehen ist er keilförmig mit kräftigen Backen und relativ breiter Stirn. Der Fang ist etwa so lang wie der Oberkopf und nicht sehr zugespitzt mit einem kräftigen, möglichst vollständigen Scherengebiss. Die Augen sollen gut eingesetzt und so dunkel wie möglich sein. Sehr beweglich sind die ziemlich hoch angesetzten V-förmigen Ohren, die gekippt oder halb gefaltet anliegend getragen, bei Aufmerksamkeit leicht gehoben werden. Mit elegantem Schwung geht der mäßig lange Hals zum Rücken über. Der Rumpf ist gestreckt, muskulös und nervig, die tiefe Brust relativ breit, um einem großen Lungenvolumen Platz zu schaffen. Windhundartig aufgezogen ist der Bauch. Bis zum Sprunggelenk reicht die mittelhoch angesetzte Rute, die hängend getragen wird, das Ende leicht angehoben. Der Magyar Agar ist kurz und glatt behaart. Die Farbe kann schwarz, gelb, gestromt, rot, aschgrau, in Ausnahmefällen weiß oder weißgescheckt sein.

Charakteristika Magyar Agar
FCI-Nomenklatur FCI-Gruppe 10 Windhunde; Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde; FCI-Standard-Nummer 240
Herkunftsland Ungarn
Größe groß
Höhe und Gewicht 65 - 70 cm bei 22 - 31 kg
Pflege wenig pflegeintensiv, täglich bürsten
Wesen sehr intelligent, temperamentvoll, gutmütig, gehorsam, zurückhaltend, wachsam
Gebrauchstüchtigkeit Begleit- und Familienhund
Lebenserwartung 12 - 15 Jahre