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Pharao Hound
(Chien du Pharaon; Pharaonenhund; Perro de los Faraones)
Dem Pharao Hound ähnelnde Abbildungen sind auf vielen altägyptischen Darstellungen zu finden.

Geschichte
Als Pharao Hound wurden und werden die verschiedensten Windhundschläge des Mittelmeerraumes bezeichnet, als Rassename darf ihn jedoch nur der im FCI-Register eingetragene maltesische "Kelb tal Fenek" tragen. Seine Geschichte beginnt lange vor unserer Zeitrechnung, wobei den Phöniziern wohl die Hauptrolle bei der Verbreitung dieser Rasse zukommt. Malta war um 1.000 v. Chr. phönikische Kolonie. Da alle Kulturen, die sich im Mittelmeerraum ablösten, die Insel als Sprungbrett benutzten, hinterließen sie ihre Spuren dort, wozu natürlich auch die Hunde gehörten. Die Entwicklung des heutigen Pharao Hound ist den Engländern zu verdanken. Die ersten Rassebeschreibungen wurden relativ spät, gegen 1930, herausgegeben, jedoch geriet die Rasse wieder in Vergessenheit. Ein Aufschwung erfolgte dann 1963, als zwei Tiere nach Großbritannien importiert wurden, denen 1968 acht weitere folgten. Größere Aktivitäten der Züchter, verbunden mit dem publikumswirksamen Namen Pharao Hound, der auf dem Kontinent bereits an den Podenco ibicenco vergeben war, verhalfen zum Durchbruch. 1969 gründete man den ersten Club und erreichte 1977 die Anerkennung durch die FCI mit gleichzeitiger Annulierung des Namens Pharao Hound für den Podenco ibicenco. In seiner Heimat ist er nach wie vor ein Jagdhund geblieben, als Hauptwild gilt - wie auch der Name Kelb tal Fenek = Hund der Kaninchen besagt - das Kaninchen. Paarweise oder in kleinen Gruppen jagt er im Gegensatz zu den anderen Windhunden vorrangig mit der Nase, nicht mit den Augen. Das gebirgige Gelände verlangt neben guten Spürfähigkeiten auch hervorragende Sprungkraft und Geschicklichkeit.
Rassebeschreibung
Mittelgroßer Windhund von edler Erscheinung mit klar umrissenen Linien, graziös, doch kräftig mit sehr schnellen, ungezwungenen Bewegungen. Der Schädel ist lang, trocken und wohlgeformt mit etwas längerem Fang im Vergleich zum Oberkopf und leichtem Stop. Die bernsteinfarbenen Augen müssen zum Haarkleid passen, sie sind mäßig tief eingesetzt und weisen einen aufmerksamen, intelligenten Ausdruck auf. Mittelhoch angesetzt sind die Ohren, in der Erregung werden sie aufrecht getragen. Sie sind sehr beweglich, im Ansatz breit und insgesamt fein und groß. Die kräftigen Zähne schließen als Schere. Der Rumpf ist geschmeidig mit fast gerader Rückenlinie, die von der Kruppe zum Rutenansatz leicht abfällt. Von großer Wichtigkeit für einen Windhund sind die kräftigen Läufe. Der Pharao Hound läuft frei und fließend. Dabei hält er den Kopf hoch und bewegt sich ohne sichtbare Anstrengung. Die Beine und Füße sollen sich innerhalb der Körperlinie bewegen, jede Tendenz, die Füße seitwärts zu werfen oder eine hochsteppende Gangart sind eindeutige Fehler. Bis unter den Sprunggelenkhöcker reicht die herabhängend getragene Rute, die mittelhoch angesetzt und ziemlich dick am Anfang, sich peitschenähnlich verjüngt. Bewegt sich der Hund, schwingt die Rute hoch. Das Haar ist kurz und glänzend, variierend von fein und dicht bis leicht rau, aber immer ohne Befederung. Es ist lohfarben oder tieflohfarben mit weißen Abzeichen, die an der Rutenspitze, an der Brust (Stern), an den Zehen und als schmaler Streifen auf der Mittellinie des Gesichtes erlaubt sind.
| Charakteristika | Pharao Hound |
|---|---|
| FCI-Nomenklatur | FCI-Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp; Sektion 6 Urtyp; FCI-Standard-Nummer 273 |
| Herkunftsland | Malta |
| Größe | mittelgroß |
| Höhe und Gewicht | 53 - 63 cm bei 18 - 20 kg |
| Pflege | sehr pflegeleicht, täglich bürsten |
| Wesen | intelligent, freundlich, anpassungsfähig, anspruchslos, sehr wachsam |
| Gebrauchstüchtigkeit | Haus- und Jagdhund, zuverlässiger Wächter, der nicht viel bellt |
| Lebenserwartung | 12 - 13 Jahre |
