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Pinscher

Geschichte
Der Pinscher als Haushundtyp existiert schon sehr lange. Vor allem Mitteleuropa, speziell der süddeutsche Raum und Österreich, wird als Verbreitungsgebiet angeführt, doch wurde er als Landschlag kaum beachtet, so dass er 1895 praktisch ausgestorben war. Es ist unbekannt, ob es seinerzeit schon einheitliche Schläge gab, sprechen doch die einen von einem glatthaarigen Hund, andere von einem rauhaarigen. Auch nach Gründung des Pinscher-Schnauzer-Klubs (PSK) änderte sich vorerst nur wenig, da man sich vorrangig dem rauhaarigen Pinscher, dem heutigen Schnauzer, zuwendete und dabei den glatthaarigen Pinscher völlig vernachlässigte. Jahrzehnte dauerte dieses Auf und Ab, das völlige Tief wurde 1949 erreicht, wo kein einziger Wurf in das Zuchtbuch des PSK einzutragen war. Der Pinscher schien ausgestorben, als der Hauptzuchtwart vom PSK, Werner Jung, mit Zuchttieren, von denen die jüngsten 9 Jahre, die ältesten 13 Jahre alt waren, eine neue Zucht begann. Von der Zukunft des Pinscher überzeugt, schaffte er es innerhalb kurzer Zeit, einen Stamm von 60 Hunden aufzubauen. Jung kennzeichnete den Deutschen Pinscher: "Mit seiner geringen Größe, dem ausgeglichenen Wesen und dem kurzen, sauberen Haar erfüllt der Pinscher Forderungen moderner Menschen …"
Rassebeschreibung
Glatthaariger, kräftiger, mittelgroßer schnittiger Hund, fließend in der Umrisslinie und voll Ebenmaß. Die Muskeln sind gut verteilt, der quadratische Körper ist dem Schnauzer ähnlich, doch wirkt der Pinscher wegen des glatten Haares eleganter und leichter. Er hat ein vollzähliges Scherengebiss, seitlich herabhängende Ohren und dunkle, mittelgroße Augen. Sein Kopf ist von oben gesehen keilförmig. Die Rute wird herabhängend getragen. Das Haarkleid des Pinscher ist kurz aber dicht, glatt anliegend und glänzend. Einfarbig ist das Haarkleid braun in den verschiedenen Tönen bis hirschrot, zweifarbige Tiere sind schwarz mit roten bzw. braunen Abzeichen. Bei den zweifarbigen Hunden wird ein möglichst dunkler, satter, scharf abgegrenzter Brand gewünscht. Die Abzeichen befinden sich über den Augen, an der Kehle, an der Brust mit zwei voneinander abgegrenzten Dreiecken, am Mittelfuß der Vorderhand, an den Pfoten, an der Innenseite der Hinterhand und am After.
| Charakteristika | Pinscher |
|---|---|
| FCI-Nomenklatur | FCI-Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer - Molosser und Schweizer Sennenhunde; Sektion 1 Pinscher und Schnauzer; FCI-Standard-Nummer 184 |
| Herkunftsland | Deutschland |
| Größe | mittelgroß |
| Höhe und Gewicht | 41 - 48 cm bei 11 - 16 kg |
| Pflege | sehr pflegeleicht, täglich bürsten |
| Wesen | schneidiges Temperament, aufmerksam, sehr wachsam |
| Gebrauchstüchtigkeit | sehr guter Begleithund, sehr wachsam, ohne ein Kläffer zu ein |
| Lebenserwartung | 12 - 14 Jahre |
