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Podenco Ibicenco
(Chien de garenne des Baléares; Ibizan Warren Hound)

Geschichte
Der Podenco Ibicenco stellt den bekanntesten Vertreter der stehohrigen Hetzhundformen des Mittelmeerraumes dar, mit großer Ähnlichkeit zu den auf altägyptischen Kunstdenkmälern häufig dargestellten klassischen Windhunden. Seine eigentliche Heimat ist die Insel Ibiza, wo die Phönizier etwa 654 v. Chr. einen Flottenstützpunkt errichtet hatten. Sie könnten also durchaus als Importeure dieser Hunde in Frage kommen, ebenso wie die Kreter. Allerdings ist beides nicht exakt beweisbar, bis auf die Tatsache, dass beide Völker im Besitz des in der Antike hochgeschätzten Typs des Pharaonenhundes waren, für seine Verbreitung sorgten und somit den Grundstein für heute existierende Rassen schufen. Die ersten Podenco Ibicenco in Deutschland besaß 1930 der Berliner Zoo, vier Jahre zuvor tauchte die Rasse in Großbritannien auf, geriet aber in beiden Ländern bald wieder in Vergessenheit. Erst in jüngster Vergangenheit taucht sie wieder verstärkt auch auf Ausstellungen auf, nachdem erstmals 1945 ein Standard veröffentlicht werden konnte. Der Podenco Ibicenco wird auf der Niederwildjagd eingesetzt, aus diesem Grunde ordnete die FCI ihn auch als Laufhund und nicht als Windhund ein. Er hat im Gegensatz zu den meisten Windhunden eine sehr feine Nase und findet das Wild auch durch unwegsamstes Gelände. Es existieren zwei von der FCI anerkannte Haararten: rauhaarig (pelo alambre; poil fil de fer; rough-haired) und kurzhaarig (pelo corto; poil court; smooth-haired).
Rassebeschreibung
Stehohriger Hetzhund der Balearen, dessen Kopf lang, schmal, konisch und sehr trocken ist, mit schwach ausgeprägtem Stop und schmaler Stirn. Stets steif nach vorn, seitwärts oder hinten gerichtet sind die aufwärts getragenen, sehr beweglichen Ohren, deren Ansatz sich in Augenhöhe befindet. Die Ohrenform erinnert an ein längliches Rhomboid, das um ein Drittel seiner längsten Diagonale gekürzt ist. Die Ohren sind fein, eher kurz und ohne Innenbehaarung. Schräg, klein, hellbernsteinfarben, an Karamel erinnernd, sind die Augen. Die Kiefer sind sehr stark und trocken, die Lefzen fein und straff, die gut gestellten Zähne bilden ein komplettes Scherengebiss. Den Rumpf formen die flachen Rippen, der aufgezogene Bauch, die schrägen Schultern und der gerade Rücken. Die lange Rute muss, durch die Keulen hindurchgezogen, mindestens die Wirbelsäule erreichen. In der Bewegung wird sie manchmal in Form einer geschlossenen Sichel getragen, ab und zu gerade, doch nie völlig eingerollt. Das Haar des Podenco Ibicenco kommt in weiß und rotbraun, weiß und löwengelb, einfarbig weiß, rotbraun, löwengelb vor, wobei rotbraun vor löwengelb bevorzugt wird. Alle anderen Farben sind ausgeschlossen. Das Haar ist bei der kurzhaarigen Variante glatt, länger und drahtig beim Rauhaar.
| Charakteristika | Podenco Ibicenco |
|---|---|
| FCI-Nomenklatur | FCI-Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp; Sektion 7 Urtyp - Hunde zur jagdlichen Verwendung; FCI-Standard-Nummer 89 |
| Herkunftsland | Spanien |
| Größe | groß |
| Höhe und Gewicht | 57 - 66 cm bei 19 - 22 kg |
| Pflegeauch beim Rauhaar pflegeleicht | |
| Wesen | charakterlich etwas schwierig, oft scheu und sensibel |
| Gebrauchstüchtigkeit | sehr gewandter Haus- und in seiner Heimat Jagdhund |
| Lebenserwartung | 11 - 12 Jahre |
