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Pumi

Pumis arbeiten auch heute noch in Ungarn an den Herden.

Pumi

Geschichte

Entstanden ist diese recht eigenwillige Rasse im 17. und 18. Jh., als spitzartige Hunde aus Deutschland, Briard des französischen Raumes und Puli miteinander verpaart wurden. Das Resultat war ein treibender Hirtenhund. Jahrzehntelang wurde diskutiert, wie die einzelnen Varietäten voneinander zu unterscheiden wären. Auch fehlte eine Bezeichnung. Schließlich entstand aus Puli der Name Pumi. Diesem Begriff begegnete man erstmalig 1815, doch wurde er erst 1921 von Dr. Raitsits als Rassevariation beschrieben. Schnell eroberte sich der Pumi einen Platz als Hirtenhund, der ihm auch heute noch gebührt. Da immer wieder als Außenseiter hervorragende Pumi ohne Abstammungsnachweis bei den Hirten arbeiten, trägt der ungarische Verband auch Tiere unbekannter Herkunft in das Zuchtbuch ein, wenn die Rassenmerkmale
vorhanden sind.

Rassebeschreibung

Hund von mittelgroßem Wuchs und terrierartigem Charakter. Die Form des Kopfes wird durch die längliche Fangpartie geprägt, der Oberkopf ist gewölbt, doch etwas schmal mit wenig gewölbter Stirn, langen Augenbögen, kaum entwickeltem und ganz flachem, kaum merkbarem Stop. Der Puli hat ein regelmäßiges Scherengebiss mit stark entwickelten Zähnen. Etwas schräg gestellt sind die dunkelbraunen Augen mit fest anliegenden Lidern. Die hoch angesetzten Ohren stehen aufrecht und sind an den Enden gekippt, mittelgroß und ähneln in der Form einem umgekippten  V". Der ganze Körper ist von mittellangen, Zotten bildenden Haaren bedeckt, die aus Deckhaaren und Unterwolle bestehen und an keiner Stelle verfilzen. Das Fell darf nie puliartig aussehen, aber auch nicht glatt sein. Die Farbe des Pumi reicht von taubengrau über silber- und schiefergrau bis mattschwarz.

Charakteristika Pumi
FCI-Nomenklatur FCI-Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde); Sektion 1 Schäferhunde; FCI-Standard-Nummer 56
Herkunftsland Ungarn
Größe mittelgroß
Höhe und Gewicht 35 - 44 cm bei 8 - 13 kg
Pflege relativ unkompliziert, da die ausfallenden Haare nicht im Fell sitzen bleiben und dort verfilzen, sondern abfallen. Einmal wöchentlich bürsten.
Wesen sehr lebhaft, intelligent
Gebrauchstüchtigkeit sehr guter Hütehund. Er ist ständig in Aktion, schnüffelt und sucht und bellt bei jeder Gelegenheit lautstark. Das ist besonders bei der Wohnungshaltung zu bedenken.
Lebenserwartung 12 - 13 Jahre