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Saluki

Saluki

Geschichte

Die Heimat des Saluki wird mit Vorderasien, Syrien und Persien angegeben, wo schon auf alten Fresken Hunde dieses Typs abgebildet wurden. Man leitet den Namen von der alten griechischen Stadt Seleukia ab. Es gibt aber auch Hinweise auf die alte arabische Stadt Saluk, deren Hundezucht Berühmtheit erlangt haben soll. Viele Malereien in ägyptischen Königsgräbern zeigen Hunde des Salukityps, so u. a. die aus der Zeit um 1.400 v. Chr. entstandenen Gemälde in der Gruft Thutmosis III. In der Gruft des Pharaos Anteph (3.000 v. Chr.) fand man ein Papyrus mit der Abbildung seiner Lieblingshündin, die an einen Saluki erinnert. Alle Darstellungen und Beschreibungen verweisen darauf, dass die Rasse über Jahrtausende unverändert erhalten blieb und sich territorial nur Größe, Färbung und Behaarung unterschiedlich ausbildeten. Wegen seiner Bedeutung für die Nomadenfamilien wurde er bevorzugt behandelt. Auf langen Wegen durch die Wüste saß der Saluki stets vor seinem Herrn im Pferde- oder Kamelsattel, damit er nicht ermüdete bzw. seine Pfoten nicht dem heißen Sand aussetzen musste. Zeigte sich ein Gazellen- oder Antilopenrudel, stürzte der Hund mit Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h auf sie zu, trieb ein Tier ab und hetzte es bis zu dessen Zusammenbrechen. Nach Europa kam der Saluki Anfang des 19. Jh., zuerst nach England. Von hier verbreitete er sich, aber nie in dem Maße wie andere Hunderassen. Auf Rennbahnen konnte man den Saluki erstmalig 1927 im großen Stadion von Wembley (London) sehen. Seinen Ausstellungsstart hatte er als Gazellenhund um 1900.

Rassebeschreibung

Leicht gebauter Hund, der in Typ und Größe ziemlichen Spielraum zeigt. Er soll möglichst groß sein und einen Eindruck von Anmut und Ebenmaß erwecken. Der Kopf ist lang, schmal und trocken mit flachem Oberkopf, mäßig breit, mit gut betontem Hinterhauptbein, angedeutetem Stop und feinem, doch kräftigem Fang, der nicht spitz sein darf. Die Augen sind oval, groß und ausdrucksvoll, dunkel- bis mittelbraun. Der Saluki hat hoch angesetzte, lange, mindestens bis zu den Lippenwinkeln reichende Ohren, die eng am Kopf anliegend herabhängend getragen werden. Er muss ein kräftiges, korrektes Scherengebiss aufweisen. Lang, flach an den Seiten, gut bemuskelt und biegsam geht der Hals harmonisch in den Rumpf über, dessen Brust tief mit flacher Rippenwölbung ist. Sichtbar muss der Hüfthöcker sein; die Kruppe fällt leicht ab. Sehr gut aufgezogen ist der Bauch. In einer natürlichen Biegung wird die lange, tief angesetzte Rute getragen. Das Haar liegt glatt und kurz an. Die Behänge sind beim langhaarigen bzw. befederten (poil long ou frangé; long haired or fringed; pelo largo u ondulado) Saluki gut befranst, auch die Unterseite der Rute, die nicht buschig sein darf, ist mit langem, seidigem Haar befedert. Leichte Befederung haben die Hinterseiten der Vorderläufe und Keulen. Auf den Oberschenkeln und an den Schultern ist dünnes, wolliges Oberhaar erlaubt. Außerdem existiert ein kurzhaariger (poil court; short-haired; pelo corto) Saluki, dem jede Befederung fehlt, aber für den in allen anderen Standardpositionen die gleichen Merkmale zutreffen. Salukis gibt es in den Farben weiß, creme, rehbraun, gold, rot, grau mit gelb oder brand, dreifarbig (weiß, schwarz und gelb oder brand) sowie schwarz mit gelb oder brand bzw. Variationen dieser Farben vor.

Charakteristika Saluki
FCI-Nomenklatur FCI-Gruppe 10 Windhunde; Sektion 1 Langhaarige oder befederte Windhunde; FCI-Standard-Nummer 269
Herkunftsland mittlerer Osten/FCI
Größe groß
Höhe und Gewicht 58 - 71 cm bei 14 - 25 kg
Pflege wenig pflegeintensiv, täglich bürsten
Wesen eigenwillig, vital, anschmiegsam, impulsiv, gegen Fremde zurückhaltend
Gebrauchstüchtigkeit Begleit- und Familienhund, braucht viel Auslauf
Lebenserwartung 11 - 12 Jahre