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Samojede
(Samoyéde; Samojedskaja Sobaka; Samoyed; Samoyedo)

Geschichte
Weiße Hunde werden seit Jahrhunderten vom Volk der Nenzen, nomadisierenden Jägern und Rentierzüchtern, die im zaristischen Russland auch Samojeden genannt wurden, gehalten und gezüchtet. Die Tiere zogen bzw. trugen Lasten, hielten die Herden zusammen und dienten als Wachhunde. Nur die härtesten und leistungsstärksten überlebten nach dem Prinzip der natürlichen Auslese. Die Genügsamkeit, gepaart mit der Schönheit dieser Rasse, ließen sie schnell über ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet im westlichen Sibirien hinaus bekannt werden. Mit Beginn der Polarexpeditionen interessierte man sich immer mehr auch in Nordeuropa für den Samojeden. So brachte 1889 Scott ein Pärchen aus Archangelsk mit, das den Grundstock einer schnell wachsenden Zucht bildete. In Nordamerika und Alaska, wohin der Samojede ebenfalls um die Jahrhundertwende gelangte, verwendet man ihn nach wie vor als Zughund, heute vermehrt bei Hundeschlittenrennen. Bereits vor 1900 gehörte er zu den international anerkannten Schlittenhunderassen und erhielt sich diesen Ruf bis heute. Seine Stärke ist nicht die Schnelligkeit, sondern die ungewöhnliche Ausdauer.
Rassebeschreibung
Starker, aktiver, graziöser und attraktiver Hund mit dichtem, gegen Witterungseinflüsse schützendem Deckhaar, im Bau robust und in der Haltung unkompliziert. Der Kopf des Samojeden ist kräftig und keilförmig mit breitem, plattem Schädel. Seine Nase kann schwarz, braun oder fleischfarben aussehen; der Fang verjüngt sich nach vorn, aber nicht spitz. Die Lefzen sind schwarz, die Kiefern kräftig. Möglichst dunkel und schräg gestellt sollen die Augen sein. Gerade trägt er die Ohren, mittellang mit abgerundeter Spitze, dick und aufrecht stehend. Der Körper soll muskulös und nicht zu lang sein; der kräftige Hals ermöglicht eine elegante Kopfhaltung. Die Rute trägt er straff über dem Rücken; sie ist lang und üppig behaart. Der ganze Hund ist voll und buschig behaart mit dichter Unterwolle, durch die raue Deckhaare dringen. Die Läufe sollen eine wehende Behaarung zeigen, die sogenannten Federn; am Kopf und der Vorderseite der Läufe hat der Samojede kurze, glatte Haare. Typisch ist auch seine volle Mähne. Die Haarlänge betreffend existieren lang- und mittellanghaarige Varianten; es gibt aber keine ausdrücklichen Standardfestlegungen dafür. Außer dem reinen weiß sind als Farben weiß und bisquit sowie creme zugelassen.
| Charakteristika | Samojede |
|---|---|
| FCI-Nomenklatur | FCI-Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp; Sektion 1 Nordische Schlittenhunde; FCI-Standard-Nummer 212 |
| Herkunftsland | Russland |
| Größe | mittelgroß |
| Höhe und Gewicht | 45 - 57 cm bei 20 - 35 kg |
| Pflege | tägliches Bürsten und Kämmen wird empfohlen |
| Wesen | unabhängig, nicht aggressiv |
| Gebrauchstüchtigkeit | seine Vertrautheit mit dem Menschen, und der außergewöhnlich sanfte Charakter unterscheiden ihn von vielen Schlittenhundrassen; auch er benötigt eine liebevolle aber auch konsequente Erziehung |
| Lebenserwartung | 11 - 12 Jahre |
Pedigree® Züchter
Thomas Kimberger
Goldhahnstraße 10, 4407 Steyr
Tel: 0 72 52/86 480
e-mail: inka.steyr
aon.at
Zwingername: "Kalikos Samoya's"
Besondere Ausstellungserfolge: Internationaler Champion, Österreichischer Champion
Zuchtziel: gesunde Welpen, die sich durch Schönheit und Arbeitswille auszeichnen
