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Schipperke
Der Name Schipperke = Schifferspitz ist für den kleinen Schäferhund irreführend.

Geschichte
Kleinste Variante der Schäferhunde. Der Name rührt vom flämischen "Schäperke", was soviel wie kleiner Schäferhund bedeutet, her. Der Schipperke ist der populärste Haushund Belgiens. Schon im 15. Jh. schrieb der Mönch Wenzel in einer Chronik, es gäbe in Brügge kein Haus, in dem nicht ein kleiner schwanzloser Hund säße. Um 1690 war dann der Schipperke der Favorit der Brüsseler Schuster, die auf dem Gronenplatz regelmäßig Zusammenkünfte mit ihren Hunden veranstalteten und u. a. in der Herstellung kunstvoller Hundehalsbänder wetteiferten. Erstmalig offiziell ausgestellt wurde er 1880, wo eine besondere Klasse unter der Bezeichnung kurzhaariger Terrier für den Nationalhund ausgeschrieben war. Als die belgische Königin Marie Henriette einen Schipperke erwarb, konstituierte sich 1882 die Societe Royale de Saint-Hubert. Die Brüsseler nannten ihre Hunde Spitzke, des spitzen Fanges wegen, die Binnenschiffer, denen er als guter Rattenfänger diente, Schipperke. Eine Verbindung beider Bezeichnungen ergab die nicht korrekte Bezeichnung Schifferspitz. Seine Eigenart aus früheren Zeiten, gern und ausdauernd auf Niederwild zu jagen, hat er bis heute erhalten; ebenso gut arbeitet er aber an der Herde. Wer sich einen Schipperke anschafft, muss sich darüber im klaren sein, dass er einen sehr aktiven, lauten Hausgenossen erhält.
Rassebeschreibung
Fuchsartiger kleiner Hund, der in zwei Gewichtsklassen vorkommt. Sein Schädel ist gut entwickelt, harmonisch der Körperbau mit kurzem, hartem Haar, das eine Mähne und einen Halskragen bildet. Der Kopf ist fuchsähnlich mit leicht abgerundetem Schädel, breiter Stirn und geringem Stop. Der Schipperke hat ein kräftiges Scherengebiss. Lebhaft und scharf blicken die kleinen, dunkelbraunen bis schwarzen Augen, die mehr oval als rund sind. Hoch angesetzt sind die dreieckigen, kleinen Stehohren, die so steif sind, dass sie beim Zurücklegen nicht faltig zusammensinken. Die Rute fehlt völlig; haben die Welpen keinen angeborenen Mutzschwanz wird in einigen Ländern noch kupiert. Die Läufe sind gerade mit feinen Knochen, breiten Keulen, lang und gut bemuskelt, mit gut niedergelassenen Sprunggelenken. Das Haar des Schipperke ist kurz, reich und hart, glatt an den Ohren, kurz auf dem Kopf, der Vorderseite der Läufe und den Sprunggelenken, am Hals länger mit kurzer Mähne, an der Brust und an der Rückseite der Vorderhand ebenfalls länger. Das Haar darf nicht gelockt sein und muss reichlich Unterwolle aufweisen. Es ist nur einfarbig schwarz, wenig glänzend und ohne jegliche weiße Abzeichen.
| Charakteristika | Schipperke |
|---|---|
| FCI-Nomenklatur | FCI-Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde); Sektion 1 Schäferhunde; FCI-Standard-Nummer 83 |
| Herkunftsland | Belgien |
| Größe | klein |
| Höhe und Gewicht | 20 - 35 cm bei 3 - 5 kg (kleine Varietät) bzw. 5 - 8 kg (große Varietät) |
| Pflege | relativ pflegeintensiv, täglich bürsten und kämmen |
| Wesen | stets in Aktion, ist er von unstillbarer Neugier und gibt häufig gellende Laute von sich. Begleitet wird dieses Gebell von |
| Imponiergehabe, indem er die Mähne sträubt. Sehr kinderfreundlich. | |
| Gebrauchstüchtigkeit | Ein ausgezeichneter Wach- und Begleithund, lebhaft, flink, unermüdlich. Besonders in der Umgebung anderer Haustiere, speziell bei Pferden, fühlt sich der Schipperke wohl. |
| Lebenserwartung | 12 - 13 Jahre |
