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Siberian Husky

Der Siberian Husky ist ein exzellenter Schlittenhund und fühlt sich bei kühlen Temperaturen rundum wohl.

Siberian Husky

Geschichte

Als die Eskimos von Sibirien nach Alaska und schließlich bis Grönland zogen, nahmen sie natürlich ihre unentbehrlichen Hunde mit. In der ursprünglichen Heimat blieben u. a. der Volksstamm der Chuchis zurück, die ersten Züchter des Siberian Husky, der auch Sibirischer Chuchi genannt wird. Das Wort Husky stammt von Europäern, die zu den Eskimos verächtlich Huskies sagten. Der Hund bedeutete meist das Wertvollste, was die Leute besaßen. Er war ihnen Hüter des Eigentums, Zugtier und Begleiter der Kinder. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Siberian Husky im Gegensatz zu den meisten Schlittenhunden mit in die Behausungen genommen wurden, wodurch sich ihre herausragendsten Eigenschaften, die große Freundlichkeit und Zutraulichkeit herausbildeten. Außergewöhnliche Berühmtheit erlangte die Rasse in den zwanziger Jahren des 20. Jh. Im Winter 1925 breitete sich in Nome (Alaska) eine Diphterie-Epidemie aus. Um viele Menschenleben zu retten, musste so schnell wie möglich Serum herangeholt weren. Der Norweger Leonhard Seppala kämpfte sich mit einem Gespann Siberian Husky über 300 km durch einen Schneesturm und erreichte Nome gerade noch rechtzeitig. Diesem denkwürdigen Ereignis ist heute das längste Schlittenhundrennen der Welt gewidmet, das Iditarod, von Anchorage bis Nome, quer durch Alaska über 1.930 km. Bis 1932 gehörten Schlittenhundrennen sogar zum olympischen Rahmen-Programm, und immer waren es Siberian Husky, die durch ihre Ausdauer und Schnelligkeit begeisterten. Nachdem Leonhard Seppala einige seiner legendären Hunde verkauft hatte, begann die noch heute anhaltende Blütezeit der Zucht, viele Linien werden auf Seppalas Tiere zurückgeführt. Wegen seines exotischen Aussehens halten sich leider viele Menschen den Siberian Husky als reinen Familien- und Wohnungshund.

Rassebeschreibung

Mittelgroßer Arbeitshund, kraftvoll, doch anmutig gebaut. Im Verhältnis zum Körper ist der Kopf von mittlerer Größe, oben etwas abgerundet und sich gegen die Augen allmählich verjüngend. Zwischen den Ohren ist er fast schmal. Schädel und Fang sind fein gemeißelt. Die Lefzen sind schwarz und eng anliegend; die kräftigen Kiefer haben ein Scherengebiss. Die Ohren sind mittelgroß und aufrechtstehend, bei Aufmerksamkeit sind die Ohrmuscheln parallel zueinander gewendet. Leicht schräg eingesetzt sind die Augen, scharf, doch freundlich blickend, entweder braun oder blau gefärbt, wobei ein blaues und ein braunes Auge bei einem Tier zulässig ist. Die Nase soll schwarz bzw. bei roten Tieren braun sein; auch fleischfarbene Nasen und Augenränder können bei weißen Hunden auftreten. Der Rücken weist mittlere Länge auf, ist kräftig und hat eine fast horizontale Rückenlinie. Die Pfoten sind oval und mittelgroß und kompakt mit dichter Behaarung zwischen den Zehen. Sehr widerstandsfähig und dick gepolstert sind die Ballen, sie haben eine vergrößerte Zwischenzehenhaut. Reich behaart und buschig ist die Rute, die beim Lauf oder großer Aufmerksamkeit sichelförmig über den Rücken, bei der Arbeit und im Ruhezustand hängend getragen wird. Der Siberian Husky hat einen sogenannten Doppelmantel, die Unterwolle ist dicht, weich und daunenartig und von genügender Länge und Dichte, um den äußeren Mantel zu stützen, der sehr dick, fein geschnitten und weich ist. Meist ist das Haar mittellang. Bleibt die Textur weich, kann auch längeres Haar toleriert werden. Alle Farben und weiß sowie sämtliche Abzeichen sind zugelassen.

Charakteristika Siberian Husky
FCI-Nomenklatur FCI-Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp; Sektion 1 Nordische Schlittenhunde; FCI-Standard-Nummer 270
Herkunftsland USA
Größe mittelgroß
Höhe und Gewicht 51 - 60 cm bei 16 - 27 kg
Pflege sehr pflegeaufwendig, täglich bürsten und kämmen
Wesen freundlich, sehr lern- und anpassungsfähig
Gebrauchstüchtigkeit idealer Begleithund, man darf jedoch nie vergessen, dass es sich um einen Arbeitshund handelt, der nicht für Müßiggang geschaffen ist
Lebenserwartung 11 - 12 Jahre