- Pfad:
- Startseite
- Service
Sloughi
(Arabischer Windhund; Arabian Greyhound; Lebrel Arabe)
Der Sloughi gehört zum wertvollsten Besitz arabischer Nomaden.

Geschichte
In Nordafrika gab es seit Jahrtausenden schlanke, sichtjagende Hunde. Mit der Eroberung des nordafrikanischen Mittelmeerraumes durch die Römer kamen sicher deren gallische Windhunde hierher und vermischten sich mit den ansässigen Tieren. Noch 1930 unterschied man mehrere Typen. Die Araber zogen ihre Windhunde mit großer Sorgfalt auf, ganz im Gegensatz zu ihrer sonstigen Haltung gegenüber Hunden. Nach der Meinung der Araber sollte ein junger Sloughi zwei Monate lang gesäugt werden, mit sechs Monaten durfte er kein Huhn mehr erwürgen, mit einem Jahr musste er einen Hasen töten und mit zwei Jahren eine Gazelle, mit drei Jahren eine Antilope oder ein Wildschwein. Mit sieben Jahren wurde er getötet und aus seinem Fell ein Gewand genäht, das sieben Jahre getragen werden sollte. Die ersten Sloughi-Zuchten in Europa entstanden in Frankreich und den Niederlanden.
Rassebeschreibung
Rassiger Hund mit trockener Muskulatur. Der Kopf ist, ohne schwer zu wirken, massig. Der Oberkopf ist flach, ziemlich breit, am hinteren Teil deutlich abgerundet, seitlich harmonisch nach innen gewölbt, die Augenhöhlen springen kaum vor. Der Fang hat die Form eines spitzen Winkels. Er ist von gleicher Länge wie der Oberschädel, wenig ausgeprägt ist der Stop. Groß, dunkel und gut in den Augenhöhlen liegen die Augen. Ihr Ausdruck ist sanft, ein wenig traurig. Bei hellem Haarkleid, weißlich oder sandfarben, ist das Auge gewöhnlich wie gebrannter Topas. Hängend, am Schädel anliegend und in ganzer Breite in Augenhöhe angesetzt, sind die Ohren, nicht zu groß, platt, dreieckig mit leicht abgerundeter Spitze. Der überaus trockene Hals bildet ohne sichtbare Muskulatur leichte Hautfalten unter der Kehle. Flach, trocken und mäßig schräg sind die Schultern. In der Tiefe erreicht die Brust knapp Ellbogenhöhe, sie ist nicht zu breit, in der Tiefe gut entwickelt mit ziemlich langen Fehlrippen. Der Rücken verläuft deutlich waagerecht, ist verhältnissmäßig kurz. Dünn und fleischlos, ohne Fransen oder lange Haare, ist die Rute. Sie soll mindestens bis zum Sprunggelenkhöcker herabreichen. Der Sloughi ist kurz und fein behaart, sandfarben oder fahlrot in allen Tönen, mit oder ohne schwarze Maske, manchmal auch mit einem mehr oder weniger dunklen Mantel.
| Charakteristika | Sloughi |
|---|---|
| FCI-Nomenklatur | FCI-Gruppe 10 Windhunde; Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde; FCI-Standard-Nummer 188 |
| Herkunftsland | Marokko |
| Größe | groß |
| Höhe und Gewicht | 60 - 70 cm bei 20 - 27 kg |
| Pflege | wenig pflegeintensiv, täglich bürsten |
| Wesen | sehr intelligent, temperamentvoll, unabhängig, wachsam, oft leicht erregbar |
| Gebrauchstüchtigkeit | Begleit- und Familienhund, braucht viel Auslauf |
| Lebenserwartung | 11 - 12 Jahre |
