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Tervueren

(Belgischer Schäferhund; Chien de berger belge; Belgian Shepherd Dog; Perro de pastor belga)

Auch heute noch konzentrieren sich die meisten Zuchtstätten des Tervueren um die gleichnamige belgische Stadt.

Tervueren

Geschichte

Die Geschichte des Tervueren beginnt nachweislich 1895, als der Züchter F. Corbeel in Tervueren, Belgien, die beiden mahagonifarbenen, langhaarigen Hunde Tom und Poes, beide mit schwarzer Verbrämung an den Haarspitzen und aus einer Zuchtlinie stammend, verpaarte. Sie zeugten die Hündin Miss, die mit dem schwarzen Duc de Groenendael gedeckt wurde. Im darauf gefallenen Wurf lag auch der Rüde Milsart, der Prototyp der Rasse. Man kann also den Tervueren exakt auf vier Hunde zurückführen: Piccard d' Uccle und Petite - die Eltern des Duc de Groenendael sowie Tom und Poes - die Eltern der Miss. Ein bedeutender Förderer des Tervueren war der Bauer Tuykom, dessen überlieferter Stolz gewesen sein soll, die größten Rüben, den schönsten Kohl und die besten Hunde zu besitzen. Er betrieb eine harte Zuchtauswahl; Hündinnen, die nicht seinem Ideal entsprachen, tötete er. Als 1931 und 1932 in Tervueren Spezialausstellungen stattfanden, erschienen jeweils über 40 Hunde. Um den Ort Tervueren konzentrieren sich auch heute noch die meisten Zuchtstätten.


Rassebeschreibung

Mittelgroßer, hochläufiger, schlanker belgischer Schäferhund. Er hat einen langen, trockenen, in gutem Verhältnis zum Körper stehenden Kopf. Die Kiefer sind stark und straff mit eng anliegenden Lefzen, ziemlich breiter, gut geöffneter Nase und einem Scherengebiss. Braune Augen, mittelgroß, mandelförmig, aber nicht schräg gestellt oder hervortretend. Die dreieckigen Ohren müssen nicht zu lang und hoch angesetzt sein und werden steif aufrecht getragen. Der Rumpf ist quadratisch mit horizontal verlaufendem Rücken, ebensolcher Kruppe und Lenden. Stark angesetzt ist die mittellange, herabhängend getragene Rute. Nicht zu starkknochig dürfen die langen, starken Läufe sein, die gut gewinkelt und gerade auf runden, kompakten Pfoten stehen. Der Tervueren hat langes, dichtes, glattes rehbraunes Haar, das etwas kürzer auf dem Kopf, der Außenseite der Ohren und dem Ende der Gliedmaßen ist. Mitunter kommt er mit schwarzer Maske vor. Er hat einen üppigen, dichten Halskragen, auch die Vorderläufe sind an den Rückseiten gut befedert. Die Oberschenkel sind lang und reich behaart, ebenfalls die Rute.

Charakteristika Tervueren
FCI-Nomenklatur FCI-Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde); Sektion 1 Schäferhunde; FCI-Standard-Nummer 15
Herkunftsland Belgien
Größe mittelgroß
Höhe und Gewicht 56 - 66 cm bei 27,5 - 28,5 kg
Pflege relativ pflegeintensiv, täglich bürsten und kämmen
Wesen neben seiner natürlichen Hütebegabung ist der Groenendael auch ein hervorragender Wachhund, der gute Dienste als Polizeihund leistet
Gebrauchstüchtigkeit Auch als Begleithund hat er sich einen guten Namen erworben
Lebenserwartung 12 - 14 Jahre