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Zwergschnauzer

Zwergschnauzer

Geschichte

In den Anfängen der Kynologie gab es keine Trennung zwischen Zwergschnauzer und Affenpinscher. Rauhaarige Pinscher existierten in zwei Varianten, eine zartere, feingliedrigere für die Salons, und der sogenannte Kutscherhund der Gespannführer und Stallknechte. Kennzeichnendes Merkmal war bei allen der Knebelbart sowie die überhängenden starken Augenbrauen. Initiator für die Anerkennung des Zwergschnauzers als eigenständige Rasse war zweifelsohne J. Berta. Sein Ausgangspunkt war aber nie, zwei getrennte Rassen zu schaffen, im Gegenteil, er wollte den Affenpinscher umformen, da er ihm in der ursprünglichen Form keine Chance einräumte. Ab 1899 führte man auf Ausstellungen getrennte Klassen für rauhaarige Zwergpinscher und Affenpinscher ein, und 1906 konnte man bereits in Frankfurt sieben Hunde des neuen Typs sehen.


Rassebeschreibung

Kleiner, kräftiger, eher gedrungener als schlanker Hund mit quadratischem Körperbau, der ein verkleinertes Abbild des Schnauzers ohne die Mängel verzwergter Tiere ist. Seine Wesenszüge entsprechen denen des Schnauzers und werden durch Temperament und Gebaren eines Zwerghundes geprägt. Sein Kopf ist kräftig, langgestreckt, der Fang endet in einem mäßig abgestumpften Keil. Rein weiß, kräftig und gut schließend ist das komplette Scherengebiss. Die hoch angesetzten Ohren hängen V-förmig herab mit einer Klappfalte. Die dunklen Augen sind oval und nach vorn gerichtet. Die Gesamtlänge des Rumpfes entspricht ungefähr der Widerristhöhe, wobei der Rücken kurz und leicht abfallend ist. Der Zwergschnauzer hat raues Haar, das drahtig hart und dicht sein soll. Als typisches Kennzeichen bildet es am Fang den harschen Bart und die buschigen Brauen. Der Zwergschnauzer kommt in schwarz, pfeffersalz, schwarzsilber und reinweiß vor. Für pfeffersalz gilt als Ziel eine mittlere Tönung mit gleichmäßiger, gut verteilter Pfefferung in den Farbnuancen vom dunklen eisengrau bis zum silbergrau. Für schwarzsilber gelten als Ziel schwarzes Deckhaar mit schwarzer Unterwolle sowie weiße Abzeichen über den Augen, an der Kehle, an den Backen, an der Vorderseite der Brust, am Mittelfuß der Vorderhand, an den Pfoten, an der Innenseite der Hinterhand und am After.

Charakteristika Zwergschnauzer
FCI-Nomenklatur FCI-Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer - Molosser und Schweizer Sennenhunde; Sektion 1 Pinscher und Schnauzer;
FCI-Standard-Nummer 183  
Herkunftsland Deutschland
Größe klein
Höhe und Gewicht 30 - 35 cm bei 6 - 7 kg
Pflege sehr pflegeintensiv, täglich bürsten, in regelmäßigen Abständen trimmen, besonders vor Ausstellungen
Wesen schneidiges Temperament, gutartig, große Spiellust, sehr anhänglich
Gebrauchstüchtigkeit Klugheit, Unerschrockenheit, Ausdauer und Wachsamkeit machen den Zwergschnauzer zum angenehmen Haushund, aber auch zum Wach- und Begleithund, der in der kleinsten Wohnung gut gehalten werden kann.
Lebenserwartung 14 Jahre