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Bergsaison für Zwei- und Vierbeiner

Was gibt es Schöneres, als mit seinem Hund in den Bergen zu wandern? Da entpuppt sich oft selbst der faulste Stadthund als Gämse, überwindet Bäche und Stege, Stock und Stein, und wird zum Gipfelstürmer. Doch Vorsicht: Nicht alle Vierbeiner sind sich instinktiv der Gefahren bewusst, die das Gebirge bergen kann.

Da gab es beispielsweise einen kleinen Hund, dem der Aufstieg auf den Berg in den Kopf gestiegen war. Am steilsten Stück beschloss er aus einem unerfindlichen Grund, den Weg zu verlassen und den steilen Abhang hinunter zu gehen. Er kam ins rutschen und drohte, in die Tiefe zu stürzen. Die Zweibeiner standen oben auf dem Weg und konnten nichts ausrichten: zu gefährlich. Die letzte Rettung war ein Kniff: Den Hund rufen, auf dem Weg weiterrennen und hoffen, dass der Hund nicht mehr abwärts rutscht, sondern parallel zum Hang versucht mitzurennen. Die Taktik hatte Erfolg.

Ein andermal kamen ein Hundehalter und sein Vierbeiner ins Schleudern. Der Verkehrsverein empfahl eine «kinderleichte» Route. Kinderleicht war sie vielleicht, aber nicht hundeleicht. Denn es galt eine steile Leiter zu überwinden. Zum Glück war noch Platz im Rucksack für den kleinen Vierbeiner. So musste die Tour nicht vorzeitig abgebrochen werden.

Auf dem Sessellift

Wer es lieber ein bisschen gemütlicher hat und den Sessellift benutzen will, muss sich ebenfalls vorsehen. Nicht jeder Hund erträgt es, hoch über dem Boden zu schweben - und unter seinen Pfoten nur die bedrohliche Tiefe. Entweder man verpackt auch diesen Vierbeiner in einen Rucksack, aus dem nur noch der Kopf herausschaut, oder - falls er dazu zu gross ist – man fixiert nicht an einem Halsband, sondern nimmt ein Brustgeschirr. So kann man den Hund am Brustgeschirr besser auf den Knien halten, und er hat keine Chance, sich aus dem Halsband zu zwängen.

Bergwandern

Auch beim Bergwandern muss der Hund gewisse Kommandos beherrschen. Man stelle sich den vierbeinigen Klettermax vor, der freudig erregt auf einem schmalen Weg durch ein Geröllfeld entgegenkommende Wanderer begrüßt oder mit Bellen bedrängt.

Ab und zu begegnet man auf Wanderungen auch Hunden, die ihre Packtaschen selber tragen. Doch auch dazu braucht es ein gewisses Training. Manche Hunde bleiben das erste Mal mit übergeschnalltem Gepäck wie angewurzelt stehen und wollen sich überhaupt nicht bewegen. Da hilft nur eins: Ein Leckerchen vor die Nase halten und ihn so Schritt um Schritt vorwärts locken und belohnen, bis er vergisst, dass er zu einem Lastesel geworden ist. 

Ausrüstung

Wer auf den Berg geht, braucht bekanntlich gute Ausrüstung.

Hundegeschirre gibt es aus Leder oder Nylon. Leder muss gepflegt werden, damit es geschmeidig bleibt. Bevor man ein Geschirr kauft, misst man den Hals-, Brust- und den Bauchumfang. So kann die Grösse einfacher bestimmt werden. Die Riemen sollten möglichst breit und gepolstert sein. Das Geschirr sollte man einfach an- und abziehen können. Und kontrollieren Sie, dass sich der Hund nicht wundscheuert! Das Geschirr sollte so anliegen, dass man bequem die flache Hand darunter schieben kann.

Auf jede Tour sollten Sie auch Wasser mit dabei haben. Ein faltbarer Trinknapf bietet gute Dienste. Ist ein Handtuch dabei, kann man den Hund entweder abtrocknen oder etwas abputzen, wenn man ein Gasthaus besuchen will.

Und sollte sich der vierbeinige Begleiter beim Wandern die Pfote verletzen hilft etwas Verbandsmaterial, ein Klebeband, Schere und Pinzette sowie eine Wundsalbe und Desinfektionsmittel. Im Fachhandel werden auch Erste-Hilfe-Sets für Hund angeboten. Booties bieten einen besonders guten Schutz für verletzte Pfoten.


Richtig vorbereitet steht der Bergsaison nichts mehr im Wege. Auf dass der Vierbeiner es der Gämse gleich tue!

 

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