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Positive Bestätigung
Erziehung
Lernen durch positive Bestätigung macht allen Beteiligten Spaß und vermittelt Ihrem Hund auf angenehme Wiese, was von ihm erwartet wird.
Eine gute Erziehung Ihres Hundes spielt für ein glückliches Zusammenleben eine entscheidende Rolle. Schon im Welpenalter werden die Grundlagen für die Entwicklung Ihres Hundes zu einem kontaktfreudigen Begleiter gelegt. Die Erziehung und das Lernen sollte sowohl Ihnen als auch Ihrem Hund Spaß machen.
Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze. Eine Erziehung, die auf positiver Bestätigung basiert, ist die beste Methode. Belohnen Sie Ihren Hund also, wenn er etwas richtig gemacht hat.
Um einen Hund effektiv erziehen zu können, muss man zunächst einmal wissen, wie er lernt. Für Ihren Vierbeiner bedeutet Lernen, etwas Neues auszuprobieren und die Konsequenzen zu erfahren. Folgt auf sein Verhalten eine angenehme Konsequenz, wird der Hund dieses Verhalten wiederholen. Ein Beispiel für diesen Lerneffekt ist der Hund, der am Tisch bettelt und belohnt wird, weil er Futter bekommt. Hat sein Betteln dagegen keine positive Konsequenz, bekommt er also kein Futter, wird er irgendwann mit diesem Verhalten aufhören.
Eine gute Erziehung basiert auf diesem Prinzip. Sie sollte dem Hund vermitteln, was von ihm erwartet wird, aus welchem Grund er etwas tun sollte, und wann ein bestimmtes Verhalten belohnt wird.
Das Clickertraining
Das sogenannte „Clickertraining" basiert ebenfalls auf dem Prinzip der positiven Bestätigung. Ein „Clicker" ist eine kleine Plastikbox, die einen Metallstreifen enthält. Drückt man auf die Box, erzeugt der Streifen ein Klick-Geräusch.
Beim Clickertraining müssen Sie zunächst herausfinden, was Ihren Hund motiviert. Bei den meisten Hunden ist das entweder ein leckerer Snack oder ein Spiel. Als nächstes muss Ihr Hund lernen, das Klick-Geräusch mit einer positiven Bedeutung in Verbindung zu bringen. Der Klick bedeutet dann für ihn: „Ja, ich habe genau das Richtige getan, und jetzt bekomme ich eine Belohnung." So können Sie die Methode des Clickertrainings anwenden, um Ihrem Hund das Kommando „Sitz" beizubringen:
- Sie halten ein Leckerli in der Hand und warten darauf, dass das Hinterteil Ihres Welpen den Boden berührt. Haben Sie Geduld. Geraten Sie nicht in Versuchung, ihm einen Befehl zu geben oder den Welpen in eine sitzende Haltung zu bringen. Warten Sie, bis er sich schließlich von allein hinsetzt.
- Sobald das Hinterteil Ihres Welpen den Boden berührt, klicken Sie und geben ihm einen Snack.
- Wiederholen Sie dies einige Male in kurzen Lerneinheiten und an unterschiedlichen Orten.
- Beginnen Sie dann damit, in dem Moment „Sitz" zu sagen, in dem das Hinterteil Ihres Welpen den Boden berührt. Klicken Sie auch weiterhin, und geben Sie ihm dabei eine Belohnung. So lernt Ihr Hund, dass „Sitz" tatsächlich bedeutet, sich auf den Boden zu setzen.
- Nachdem Sie die oben genannten Punkte einige Male wiederholt haben (40 - 80 Mal verteilt über kurze Übungseinheiten), können Sie damit beginnen, Ihrem Hund das Kommando „Sitz" zu geben. Das sollten Sie tun, bevor sein Hinterteil den Boden berührt. Machen Sie auch weiterhin ein Klick-Geräusch, und geben Sie ihm eine Belohnung, sobald er sitzt. Aber geben Sie Ihrem Hund nur das Kommando „Sitz", wenn er gerade aufmerksam ist.
- Jetzt weiß Ihr Hund, was „Sitz" bedeutet. Das Klick-Geräusch ist für dieses Kommando nicht mehr notwendig. Aber Sie sollten ihn trotzdem ab und zu mit einem kleinen Snack belohnen, wenn er auf Kommando "Sitz" macht.
Die Methode des Clickertrainings ist nur eine von vielen. Sie sollten nur Trainingsmethoden anwenden, denen das Prinzip der positiven Bestätigung zu Grunde liegt. Belohnen Sie also gewünschte Verhaltensweisen, und ignorieren Sie die unerwünschten. Das ist natürlich in der Praxis nicht immer leicht. Wenn Ihr Hund z.B. Besucher anspringt, können Sie das schlecht ignorieren. Da hilft es, den Hund von der unerwünschten Verhaltensweise abzulenken, indem man ein anderes Kommando gibt. Wenn der Hund dann beispielsweise "Sitz" macht und belohnt wird, wird er dieses Verhalten viel besser einstufen als den Akt des Hochspringens.
