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Gesundheits-ABC

Darmparasiten, Darmverschluss, Demodikose, Diätfuttermittel, Durchfall, Durst

Darmparasiten

Ungeborene Welpen können bereits im Mutterleib von verschiedenen Arten von Würmern befallen werden. Eine Ansteckung kann auch über die Muttermilch erfolgen. Eine übermäßige Verwurmung ist beim Welpen nicht selten, deshalb sollte er regelmäßig entwurmt werden. Ihr Tierarzt kann Sie über geeignete Präparate informieren und einen Entwurmungsplan aufstellen.

Manche Würmer sind vom Hund auf den Menschen übertragbar und die Verantwortung vor allem den Kindern gegenüber gebietet die Verwurmung beim Hund auszuschalten bzw. so niedrig wie möglich zu halten. Entwurmungsmittel sind heute leicht verträglich und auch meist bei jungen Welpen gut anzuwenden. Das geeignete Entwurmungsmittel kann der Tierarzt durch eine Kotuntersuchung noch besser bestimmen.
Neben Würmern gibt es weitere Darmparasiten, die krank machen können. Darunter fallen Giardien und andere Protozoen.

Darmverschluss

Wenn der Darm teilweise oder ganz verlegt ist, so dass der Kot nicht weiter transportiert werden kann, dann spricht man von Darmverschluss. Ursachen für den Darmverschluss sind eine mechanische Verlegung des Darms, eine Verkrampfung der Darmmuskulatur oder eine Blutunterversorgung. Bei Kotabsatzbeschwerden gerade beim Welpen ist schnelles Handeln gefragt, und der Tierarzt sollte so schnell wie möglich aufgesucht werden.

 

Demodikose

Der Befall mit Haarbalgmilben bei Hunden ist ein häufiges Problem der südlichen, mediterranen Gegenden. Aber auch in Mitteleuropa ist eine Zunahme der Demodikose festzustellen. Die Demodex-Milbe wohnt in der Unterhaut und die Erkrankung ist nur durch tiefe Hautgeschabsel zu diagnostizieren. Haarausfall an typischen Stellen ("Brillenbildung") kann sich auf alle Areale des Körpers ausdehnen. Eine Behandlung der Demodikose ist schwierig.

Diätfuttermittel

Ein Futtermittel, das in seiner Zusammensetzung mehr oder weniger von den üblichen Futtermitteln abweicht, um den speziellen Anforderungen an das Futter bei bestimmten Erkrankungen Rechnung zu tragen, wird als Diätfuttermittel bezeichnet. Die Verwendung eines speziellen Diätfuttermittels kann alleinige Therapie sein oder die Unterstützung einer anders gearteten Therapie, z.B. Chemotherapie. Die Verfütterung eines Diätfuttermittels, abhängig von der zu therapierenden Erkrankung, kann zeitlich begrenzt oder unbegrenzt sein. Der Einsatz eines Diätfuttermittels wird nach Diagnose einer Erkrankung durch den Tierarzt empfohlen. Neben anderen Erkrankungen werden folgende Problemstellungen ausschließlich oder zum Teil durch Diäten therapiert:

  • Nierenerkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • Adipositas (Fettleibigkeit)
  • Herzerkrankungen
  • Zuckerkrankheit
  • Durchfallerkrankungen

Diäten sind beim Tierarzt erhältlich. Eine Erfolgskontrolle ist notwendig.

Durchfall

Unter Durchfall versteht man dünnbreiigen bis wässrigen Kot mit oder ohne Beimengungen von Schleim und Blut. Häufig wird dieser Kot im Strahl abgesetzt und führt zu schnellem Flüssigkeitsverlust sowie Verklebungen in der Analgegend. Verschiedene Ursachen sind möglich: Infektionskrankheiten, Allergien, Intoleranzen, Störungen der Darmmotorik u.v.a. mehr.

Beim Welpen ist der Durchfall ein äußerst ernst zu nehmendes Symptom, da durch den schnellen Flüssigkeitsverlust des Tieres Organschäden bis hin zur Todesfolge auftreten können. Ursachen beim Welpen sind vor allem Infektionskrankheiten, Verwurmung und Fütterungsfehler. Eine tierärztliche Behandlung ist unbedingt erforderlich.

Durst

Der Welpe muss jederzeit in der Lage sein, frisches Wasser in ausreichender Menge aufzunehmen. Der Durst regelt die Flüssigkeitsmenge, die der Welpe aufnehmen muss. Bei sommerlichen Temperaturen, großer Anstrengung, psychischer Belastung, aber auch durch Verfütterung von Trockenfutter ist die Aufnahme von Wasser gesteigert. Die übermäßige Aufnahme von Wasser ("Polydipsie") ist ein Symptom vieler Erkrankungen. Der Welpenbesitzer sollte sich ein Bild davon machen, wie viel Flüssigkeit sein Hund unter normalen Bedingungen aufnimmt, um dann eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme feststellen zu können.