Gesundheits-ABC
Eiweiß, Energiebedarf, Entwöhnung, Entwurmung, Entzündung, Erbrechen, Ergänzungsfuttermittel, Extraktion
Eiweiß
Ohne Eiweiße ist ein Leben auf unserer Erde undenkbar. Aus bis zu 20 verschiedenen Aminosäuren aufgebaut, dienen Eiweiße zur Unterhaltung unserer Lebensfunktionen und sind unverzichtbar beim Wachstum des Körpers. Pflanzliche und tierische Eiweiße unterscheiden sich durch die Zusammenstellung der Aminosäuren. Es gibt essentielle Aminosäuren, die der Hund selber nicht aufbauen kann. Insbesondere zum Aufbau des Immunsystems benötigt der Welpe ausreichend leichtverdauliche und hochwertige Eiweiße. Spezielle Welpenfuttermittel tragen dem Rechnung.
Eiweißmangel führt zu verschiedensten Krankheiten. Symptome können u.a. sein: stumpfes Fell, Hautschäden, Teilnahmslosigkeit und zuwenig Eiweiß im Blut. Beim Welpen ist z.B. der Gelenkknorpel dünner als normal. Mit einer ausreichenden Menge an hochwertigen und leichtverdaulichen Eiweißen kann der junge Organismus sich gut entwickeln.
Energiebedarf
Der Hund benötigt Energie, um den Körper zu unterhalten und spezielle Leistungen zu erbringen. Das ist beim Welpen vor allem das Wachstum. Ein Welpe benötigt relativ mehr Energie, um daraus ein gesundes Hundeleben zu gestalten, als ein erwachsenes Tier. Die Energie bezieht der Hund aus Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten. Der Energiebedarf ist von Individuum zu Individuum sehr unterschiedlich. Somit sind die Fütterungsmengen, die auf den Packungen ausgelobt sind, auch nur als Leitlinien zu sehen, es sind Näherungswerte. Genaue Berechnungen zum Energiebedarf des Einzeltieres sind ausschließlich in Kenntnis der spezifischen Situation möglich.
Entwöhnung
In den ersten Wochen des Lebens ist ein Welpe abhängig von der Muttermilch. Sogar in den ersten Stunden versorgt die Muttermilch ihn mit nötigen Abwehrstoffen, die der Welpe anders als die Menschenbabies, nicht schon bei der Geburt mitbringt. Welpen benötigen bei gesunder und gut ernährter Mutter nichts anderes als die Muttermilch.
Manchmal hat die Mutter nicht genügend Milch. In so einer Situation, sollten die Welpen mit spezieller Aufzuchtshundemilch zusätzlich versorgt werden. Diese Milch kann man beim Tierarzt erwerben. Kuh- bzw. Ziegenmilch haben unterschiedliche Nährstoffprofile und sind nicht zu empfehlen.
Ab der dritten bzw. der vierten Lebenswoche haben Welpen mehr und mehr Interesse an ihrer Umwelt, so auch am Futter der Mutter. Die erste Nahrung neben der Muttermilch sollte weich und ein typisches Welpenfutter sein. Übrigens ist dieses Futter für die milchgebende Mutter ausgezeichnet. Nach und nach wird mehr vom Welpenfutter aufgenommen bis zur vollständigen Entwöhnung.
Entwurmung
Verschiedene Würmer belasten den Welpenkörper. Eine Entwurmung ist in regelmäßigen Abständen nötig. Durch eine Verwurmung wird der Welpenkörper enorm belastet. Durchfall und später Organschäden können die Folge sein.
Durch eine Kotuntersuchung kann der behandelnde Tierarzt das richtige Produkt auswählen um die Würmer aus dem Körper zu eliminieren. Die Wiederholung der Behandlung ist nötig und die Häufigkeit abhängig vom Produkt und von der Art der Würmer. Bei der Übernahme des Welpen sollte der Züchter oder Welpenverkäufer gefragt werden, welche Entwurmungsmittel benutzt wurden.
Neben der direkten Wurmbehandlung sind auch Behandlungen gegen andere Parasiten, z.B. Flöhe, nötig, um eine erneute Ansteckung zu verhindern.
Entzündung
Die Entzündung ist die Reaktion eines lebenden Organismus auf einen meist von außen einwirkenden Reiz. Durch die Entzündung versucht der Organismus den Reiz (Keime, Fremdkörper etc.) zu eliminieren. Die Hauptsymptome einer Entzündung sind Rötung ("Rubor"), Schwellung ("Tumor"), erhöhte Wärme ("Kalor"), Schmerz ("Dolor") und eine gestörte Funktion ("Functio laesa"). Auf der einen Seite ist die Entzündung ein hilfreiches Werkzeug zur Bekämpfung von "Eindringlingen", auf der anderen Seite kann die Entzündung selbst ein Problem werden und muss durch Medikamente gezügelt bzw. verhindert werden.
Erbrechen
Die Ausschüttung des Mageninhaltes über Mund und Nase (oft an Übelkeit gekoppelt) wird als Erbrechen bezeichnet. Gründe für ein Erbrechen sind vielfältiger Natur, sorgen aber alle für die Kontraktion des Magens und des Zwerchfells. Die auslösenden Reize kommen vom Brechzentrum im Gehirn, vom Magen oder anderen Organen. Das wiederholte Erbrechen ist nicht normal und sollte vom Tierarzt untersucht werden.
Ergänzungsfuttermittel
Ein Ergänzungsfuttermittel ist ein Futtermittel, das dazu geeignet ist, als Zusatz zum Alleinfuttermittel eingesetzt zu werden. Die ausschließliche Ernährung mit Ergänzungsfuttermitteln führt unausweichlich zu einer Unter- oder Fehlversorgung des Hundes. Bei dem Erwerb des Futtermittels sollte der Welpenhalter zunächst klären, um welche Art Futter es sich handelt und in welcher Form es geeignet ist, den Welpen zu ernähren.
Extraktion
Die Extraktion (das Ziehen) von Milchzähnen ist unter Umständen nötig, um dem nachschiebenden Ersatzzahn Platz zu geben. So genannte "persistierende Zähne" sind ein zunehmendes Problem verschiedener Rassen, kommen aber ebenso bei Mischlingswelpen vor.
