Gesundheits-ABC
Fellpflege, Fertignahrung, Fett/Fettsäuren, Fieber, Flohbefall, Fremdkörper, Futterverweigerung
Fellpflege
Zu Ihren wichtigsten Utensilien als neuer Hundebesitzer, vor allem eines langhaarigen Hundes, gehören Kamm und Bürste. Schon früh kann man mit der Fellpflege beginnen. Dann gewöhnt sich der Hund schnell an diese, je nach Felllänge, nötige Prozedur. Wenn das Fell erst verfilzt und verklettet ist, kann das Bürsten unangenehm werden. Beginnt man frühzeitig, kann es eine sehr angenehme Angelegenheit für den Hund sein. Wie nebenbei lernt der Welpe, dass Sie ihn auch an Pfoten, Bauch und anderen „kitzeligen Stellen" anfassen dürfen.
Fertignahrung
Um die richtige Versorgung Ihres Welpen mit allen Vitaminen, Nähr- und Mineralstoffen zu gewährleisten, verwenden sie am besten Marken-Fertignahrung. Sie enthält alles, was Ihr Hund für seine Entwicklung und sein späteres Leben braucht. Im Wachstum ist es nämlich wichtig, dass das Kalzium-Phosphor-Verhältnis streng kontrolliert ist. Dabei sollte der Kalziumgehalt 50% höher sein als der des Phosphors. Ein deutliches Verhältnis zugunsten des Kalziums, denn im Wachstum härtet es das Skelett aus. Ihrem Welpen sollten Sie immer einen Napf mit frischem Wasser hinstellen. Das ist besonders wichtig, wenn sie ihm Trockenfutter geben, da der Welpe den Wasserbedarf über Trockenfutter nicht ausgleichen kann.
Fett/Fettsäuren
Fett dient als wesentliche Energiequelle. Es liefert den Hauptanteil der Kalorien. Fett kann tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sein: Es ist zum Beispiel in fettem Fleisch und in Ölen enthalten. Grundsätzlich kann der Bedarf auch über einfache, weniger hochwertige Fette gedeckt werden. Besser ist es aber, wenn das Fett hochwertig ist und besondere, sogenannte essentielle Fettsäuren liefert, die der Hund in seinem Stoffwechsel nicht selber herstellen kann. Die Linolsäure ist so eine essentielle Fettsäure. Sie ist in hohem Maße in Sonnenblumenöl enthalten, das wir daher zur Unterstützung der Gesundheit von Haut und Fell des Hundes gezielt einsetzen. Fett in der Nahrung ist außerdem auch Voraussetzung dafür, dass der Körper die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K aufnehmen kann.
Fieber
Fieber ist eine Reaktion warmblütiger Lebewesen auf Reize (entzündl. und nicht entzündl. Natur). Die Körpertemperatur steigt zeitweilig auf ein höheres Niveau. Ausgelöst wird Fieber durch sogenannte pyrogene Substanzen, durch bestimmte Medikamente oder durch Schädigung des Regulationszentrums im Gehirn. Das Fieber ist eine natürliche Reaktion des Hundes. Beim Welpen kann sie jedoch besonders heftig ausfallen und sollte unbedingt kontrolliert werden. Eine medikamentöse Behandlung kann nötig werden.
Flohbefall
Ungewöhnlicher Juckreiz kann auf Flohbefall hindeuten. Neben dem Juckreiz können Flöhe auch andere Schadwirkungen haben, wie z.B. Beeinträchtigung der Fellqualität, mangelnde Gewichtzunahme etc. Flöhe können auch andere Krankheiten übertragen. Eine Behandlung von Flöhen ist nicht zuletzt deshalb wichtig, weil auch wir Menschen betroffen sein können. Ein Flohbefall ist nicht ungewöhnlich. Der Tierarzt wird Ihnen in der Diagnose und Behandlung behilflich sein.
Fremdkörper
Fremdkörper können sehr viele verschiedene Materialien sein, die nicht dazu gedacht sind, durch den Welpen aufgenommen zu werden, und über die Haut, die Schleimhaut, die Speiseröhre, die Atemwege oder die Hornhaut des Auges aufgenommen werden. Beim Welpen sind dies vor allem Steine, Kerne, Knochen, Plastikteile von Bällen und anderem ungeeignetem Spielzeug etc. Fremdkörper können sehr ernstzunehmende Erkrankungen im Maul, im Magen oder Darm, aber auch am Auge und anderen Körperstellen verursachen.
Futterverweigerung
Aus sehr unterschiedlichen Gründen kann der Welpe das angebotene Futter verweigern. Futterverweigerung ist häufig der erste Hinweis auf eine Grunderkrankung, verursacht durch Stress. Oder es ist der Versuch, den Hundehalter zu einem anderen Futterangebot zu bewegen. Ein besonders schmackhaftes Futter sollte aufgenommen werden. Bei Futterverweigerung und gleichzeitigem Aktivitätsverlust sollte der Tierarzt aufgesucht werden.
