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Reisen mit dem Hund - Hunde auf Urlaub
Dieses Kapitel enthält wichtige Informationen wie Impfungen vor Reisen für den Hund. Außerdem: Was Sie beachten sollten, wenn Sie mit einem Hund an den Strand gehen.
Urlaubszeit ist Reisezeit. Die meisten Hundebesitzer nehmen ihren Hund mit, wenn sie verreisen. Allerdings ist das nicht immer möglich und manchmal auch nicht empfehlenswert, zum Beispiel bei längeren Flugreisen oder Kreuzfahrten. Dann müssen Sie dafür sorgen, dass Ihr Hund während Ihrer Abwesenheit optimal versorgt wird.
Vielleicht haben Sie Freunde, Bekannte oder Nachbarn, die sich in Ihrer Abwesenheit um das Tier kümmern. Wenn nicht, können Sie Ihren vierbeinigen Freund in einer Tierpension unterbringen. Viele Hunde kommen damit auch gut zurecht. Allerdings sollten sie vorsorglich bereits von jungen Jahren an daran gewöhnt werden.
Falls Sie Ihren Hund mit in den Urlaub nehmen, haben wir für Sie einige wichtige Informationen zusammengestellt:
Verreisen mit Hund
Reisen ins Ausland
Quarantäne und Impfbestimmungen
Unterbringung in Tierpensionen
Hunde im Urlaub
Verreisen mit Hund
Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund bereits ans Autofahren gewöhnt ist. Ihre Urlaubsreise sollte nicht seine erste Fahrt sein. Muss sich Ihr Hund im Auto manchmal erbrechen, oder regt er sich leicht auf, dann bitten Sie Ihren Tierarzt, Ihnen ein Mittel gegen Reisekrankheit zu empfehlen. Diese Medikamente haben üblicherweise auch eine beruhigende Wirkung.
Legen Sie regelmäßig Pausen ein. Und geben Sie Ihrem Hund dabei Gelegenheit, sich zu bewegen und etwas zu entspannen. Lassen Sie ihn ausreichend trinken, und führen Sie ihn während der Pausen unbedingt an der Leine. Ihr Hund sollte an Raststätten bzw. in der Nähe stark befahrener Straßen niemals frei laufen.
Lassen Sie Ihren Hund an warmen Tagen nicht im geparkten Fahrzeug zurück. Sollte es für kurze Zeit doch einmal unumgänglich sein, dann parken Sie im Schatten. So ist er nicht der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt. Auch bei Bewölkung sollte Ihr Hund niemals länger als 5 bis 10 Minuten allein im Auto bleiben. Sorgen Sie dafür, dass er in dieser Zeit ausreichend zu trinken hat. Lassen Sie die Fenster so weit geöffnet, dass zwar die frische Luft hinein, Ihr Hund aber nicht hinaus kann! Im Handel gibt es dafür spezielle Gitter für Autofenster.
Auch wenn er es ganz besonders genießt: Erlauben Sie Ihrem Hund niemals, während der Fahrt seinen Kopf aus dem Fenster zu stecken. Dies kann sowohl zu Augenentzündungen führen als auch zu Unfällen.
Reisen ins Ausland
Wenn Sie eine Auslandsreise planen, sollten Sie prüfen, ob mögliche Gesundheitsrisiken für Ihr Heimtier bestehen. In vielen Ländern gibt es schwere, nur in bestimmten Gebieten auftretende Krankheiten, die z.B. durch Zecken, Flöhe oder Mücken übertragen werden. Eine der größten Gefahren für Menschen und Heimtiere ohne entsprechende Impfungen ist immer noch die Tollwut. Setzen Sie sich mit den jeweiligen Konsulaten bzw. den örtlichen Gesundheitsämtern in Verbindung. Dort können Sie sich über die aktuelle Situation des Landes informieren, in das Sie mit Ihrem Hund reisen wollen.
Für die meisten Ferienländer gibt es Vorschriften für die Einreise mit Tieren, um sicherzustellen, dass diese gegen Tollwut geimpft sind. Die Hunde müssen eine aktuelle Tollwut-Impfung mit entsprechendem Nachweis haben. In einigen Ländern gibt es außerdem Bestimmungen darüber, wann und wo Hunde bestimmter Rassen oder Größen an der Leine zu führen sind bzw. mit Beißkorb ausgestattet sein müssen.
Wenn Sie die Reisedokumente für Ihren Hund zusammengestellt haben, gilt es, für eine angenehme und sichere Reise zu sorgen. Denken Sie bei längeren Fahrten an Verpflegung zwischendurch. Trockenfutter eignet sich besonders als Reiseproviant. Beschriften Sie ein Etui am Halsband des Hundes deutlich mit Namen, Adresse und Ihrem Reiseziel. Außerdem sollten Sie Kopien aller notwendigen Dokumente vorsichtshalber im Handschuhfach mitführen.
Quarantäne und Impfbestimmungen
Bestimmungen und Vorschriften können sich kurzfristig ändern. Am besten fragen Sie die aktuellen Informationen direkt in dem Land ab, in das Sie reisen wollen. Auskunft erhalten Sie bei den Fremdenverkehrsämtern, den Botschaften oder dem Konsulat. Nehmen Sie immer alle notwendigen Dokumente mit, einschließlich der Impfnachweise, der Gesundheitsatteste und - falls notwendig - der Einreisebestätigungen.
Die Länder, in denen Krankheiten kaum verbreitet sind, haben im Allgemeinen die strengsten Vorschriften. Dort gelten Bestimmungen hinsichtlich der Tierarten, die eingeführt werden dürfen, sowie Einschränkungen je nach Herkunftsland. Außerdem werden die Vorlage von Gesundheitsattesten, Impfnachweisen und Einfuhrgenehmigungen verlangt. Zusätzlich werden die Hunde diversen Gesundheitstests unterzogen und/oder müssen mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein. Auch die Länder mit den lockersten Einfuhrbeschränkungen verlangen zumindest die Vorlage von Impfnachweisen.
Bevor Sie eine Reise ins Ausland antreten, sollten Sie sich nach den Bestimmungen für die Rückreise eines Vierbeiners erkundigen, vor allem, wenn Sie einen herrenlosen Hund mit nach Hause nehmen wollen. Möglicherweise müssen Sie auch hier Impfungen nachweisen.
Unterbringung in Tierpensionen
Manche Hundebesitzer müssen sich für die Zeit ihres Urlaubs um eine Unterbringung in einer Tierpension kümmern. Alle Tierpensionen sollten von Ihrer örtlichen Behörde inspiziert und zugelassen sein. Falls Sie daran Zweifel haben, lassen Sie sich die aktuelle Zulassung vorlegen.
Fragen Sie Freunde oder andere Hundebesitzer, ob sie Ihnen eine Einrichtung in Ihrer Nähe empfehlen können. Falls möglich, besichtigen Sie die Örtlichkeiten, bevor Sie Ihren Hund anmelden. Achten Sie dabei darauf, dass die Unterbringung sauber, trocken und hygienisch einwandfrei ist.
Es sollte genügend Auslaufmöglichkeiten geben. Vorhandene Freilaufboxen sollten vorzugsweise einen Betonboden haben (kein Gras), damit sie leichter desinfiziert werden können.
Überprüfen Sie, ob alle Zwinger, Käfige und Tore gesichert und in gutem Zustand sind. Ideal sind Doppeltüren in den Gebäuden, um auf jeden Fall auszuschließen, dass sich die Pensionsgäste aus dem Staub machen.
In den meisten Tierpensionen sind Impfungen ebenso Pflicht wie die Vorlage der entsprechenden aktuellen Impfnachweise. Ist dies nicht der Fall, könnte Ihr Hund zu einem Gesundheitsrisiko für andere Tiere werden. Umgekehrt könnte er sich sonst mit einer gefährlichen Krankheit infizieren.
Sobald Sie sich für eine Tierpension entschieden haben, sollten Sie Ihren Hund bereits längere Zeit vor dem Abreisedatum anmelden. Denn erfahrungsgemäß herrscht im Sommer und zu den Hauptreisezeiten dort Hochbetrieb. Stellen Sie sicher, dass alle Impfungen gültig sind. Berücksichtigen Sie dabei auch, dass einige Impfungen erst nach 14 Tagen ab Impfdatum wirksam werden. Dazu kann Sie Ihr Tierarzt beraten.
Informieren Sie die Tierpension, wenn Ihr Hund Medikamente oder eine spezielle Ernährung braucht. Die meisten Besitzer von Tierpensionen sind gern bereit, die vorgeschriebene Behandlung fortzuführen. Hinterlassen Sie Namen und Anschrift Ihres Tierarztes, und informieren Sie sich darüber, wie bei Notfällen in der Tierpension verfahren wird.
Hunde finden sich in Tierpensionen vor allem dann gut zurecht, wenn sie bereits als junge Hunde entsprechende Erfahrungen sammeln konnten. Ideal wäre es, Ihren Hund die Tierpension schon einmal übers Wochenende kennen lernen zu lassen, bevor Sie ihn dort für längere Zeit unterbringen.
Sie können Ihrem Hund den Aufenthalt in der Tierpension angenehmer gestalten, indem Sie ihm etwas mitgeben, das ihn an zu Hause erinnert, wie z.B. eines seiner Spielzeuge oder seine Decke. Diese Teile sollten Sie markieren, damit sie nicht im Laufe der Unterbringung verloren gehen.
Hunde im Urlaub
Erkundigen Sie sich vorab, ob Hunde an Ihrem Urlaubsort willkommen sind. Und informieren Sie auch Ihr Hotel darüber, dass Sie mit Ihrem Hund anreisen werden. Reiseziele, an denen Ihr Hund willkommen ist, können Sie im Anzeigenteil von Tierzeitschriften finden. Die Reiseveranstalter und die Touristikverbände haben Listen mit Hotels, in denen Hunde willkommen sind. Auch im Internet finden Sie ein großes Informationsangebot. Die meisten Reisebroschüren bieten auch Informationen darüber, wie geeignet die Unterkünfte und Reiseziele für Hunde sind und ob Sie gegebenenfalls mit zusätzlichen Hundeattraktionen (Gassigehservice, eigener Hundestrand) rechnen können. Zusätzlich können Sie sich in Fachzeitschriften informieren.
Wenn Sie mit Ihrem Hund aufs Land fahren, halten Sie ihn unter Kontrolle, bis Sie und er sich genauer orientiert haben. Lassen Sie ihn nicht dort frei laufen, wo Schafe, Rinder oder Pferde in der Nähe weiden oder ein Vogel- bzw. Wildtierschutzgebiet ausgewiesen ist. Sie dürfen nicht vergessen, dass Ihr Hund die Tiere auch außerhalb Ihres Blickfelds wittern kann. Lassen Sie Ihren Hund auch nicht über bestellte Felder laufen. Führt ein öffentlicher Weg durch ein Feld, behalten Sie Ihren Hund an der Leine, und weichen Sie nicht vom vorgegebenen Weg ab.
Wenn Sie an die See fahren, nehmen Sie Rücksicht auf die anderen Erholungsuchenden. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund sein Geschäft nicht am Strand verrichtet. Ist das doch einmal der Fall, sollten Sie die Spuren beseitigen. Am besten machen Sie vor dem Strandbesuch mit ihm noch einen ausgedehnten Spaziergang. Verhindern Sie, dass er andere Strandbesucher belästigt oder auf andere Weise unangenehm auffällt.
Führen Sie Ihren Hund an heißen Tagen entweder morgens oder abends aus. Nehmen Sie auf lange Spaziergänge seinen Trinknapf und etwas Wasser mit. In der größten Tageshitze sollte Ihr Hund im Schatten bleiben.
Für alle Fälle sollten Sie den Hund mit einem Adressanhänger am Halsband ausstatten, auf dem Ihre derzeitige Adresse und Telefonnummer stehen.
