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Tollwut: Vorsicht bei Tieren im Urlaubsland
Tollwut: Vorsicht bei Tieren im Urlaubsland
Sie ist eine der bekanntesten Krankheiten, die von Tieren auf den Menschen übertragen wird, und dennoch wird ihre Gefährlichkeit unterschätzt: die Tollwut. Jährlich sterben weltweit rund 50.000 Menschen an Tollwut. Zwar besteht in Österreich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgrund vieler Schutzmaßnahmen wie beispielsweise der Impfköderauslegung für Füchse, keine Gefahr. In anderen Ländern, speziell in beliebten asiatischen Reisezielen wie Thailand, Sri Lanka oder Indien und vereinzelt auch in europäischen Ländern, ist die Gefahr einer Infektion jedoch groß. Vor allem frei streunende Hunde und Katzen oder Wildtiere können die Krankheit auf Menschen oder andere Tiere übertragen. Wer von scheinbar zahmen und besonders zutraulichen Tieren gebissen wurde oder mit ihnen in Kontakt gekommen ist, sollte sich möglichst rasch in einem Krankenhaus untersuchen und gegebenenfalls behandeln lassen. Denn was vielen nicht bekannt ist: Tollwut ist nach Ausbruch der Krankheit nicht heilbar und endet immer tödlich. Nur, wenn innerhalb kürzester Zeit mit einem Impfstoff reagiert wird, kann das Ausbrechen der Krankheit verhindert werden.
Nicht nur Bisse sind gefährlich, Tollwut wird auch über die Schleimhäute übertragen
Tollwut ist eine Virenerkrankung, die über den Speichel infizierter Tiere übertragen wird. Meist gelangen die Viren über Schürf-, Kratz- oder Bisswunden in den Blutkreislauf von Menschen. Der Virus kann aber auch über die Schleimhäute ohne äußerliche Verletzungen wie Kratzer übertragen werden. Ein Streicheln des infizierten Tieres kann daher ebenso gefährlich werden wie ein Biss. Tollwütige Tiere weisen eine erhöhte Aggressivität und Bissbereitschaft auf, wodurch das Virus verbreitet wird. Häufigste Überträgertiere sind Hunde, Katzen und Füchse. Der Kontakt mit streunenden Tieren sollte gemieden werden, vor allem wenn diese ein verändertes Verhalten zeigen und besonders zutraulich oder scheinbar zahm sind. Auch, wenn die Tiere selbst noch nicht erkrankt sind, können sie Viren übertragen, d.h. unabhängig davon, ob Sie den Verdacht einer Tollwuterkrankung haben, sollten Sie sich nach einem Tierbiss von einem Arzt untersuchen lassen.
Nach Ausbruch der Krankheit endet Tollwut immer tödlich
Der Krankheitsverlauf beginnt ca. 14 bis 90 Tage nach der Virenübertragung. Im Anfangsstadium leiden die Erkrankten unter unspezifischen Symptomen wie Fieber, Husten, Übelkeit, Kopf- und Muskelschmerzen. Häufig berichtet wird ein Brennen und Kribbeln an der Bissstelle, sofern die Übertragung durch einen Biss erfolgte. Anschließend kommt es zu einer lebensgefährlichen Gehirnentzündung mit Symptomen wie Verwirrtheit, Ängstlichkeit, Schlaflosigkeit und Überaktivität. Muskelkrämpfe, vermehrter Speichelfluss und Schwitzen zählen zu weiteren körperlichen Symptomen. Etwa jeder dritte Erkrankte leidet an Lähmungserscheinungen. Als Folge der Gehirnentzündung fallen die Patienten ins Koma und sterben innerhalb von etwa zwei Wochen an Herz- und Lungenversagen. Ist die tödliche Krankheit einmal ausgebrochen, gibt es keine Heilungsmöglichkeit.
Impfen schützt - Mensch und Tier
Vorbeugend hilft eine Tollwutimpfung – sie ersetzt den Gang zum Arzt nach einem Tierbiss allerdings nicht, sondern unterstützt die rasche Bekämpfung der Virenausbreitung. Der Impfschutz hält drei bis fünf Jahre, danach ist eine Auffrischung notwendig. Haustiere wie Hunde und Katzen sollten ebenfalls geimpft werden, speziell wenn sie mit auf eine Reise genommen werden. Für viele Länder ist die Tollwutimpfung Voraussetzung für das Mitnehmen von Tieren. Auch mit Impfung sollte der erste Weg nach einem Tierbiss oder engem Kontakt mit streunenden oder wilden Tieren in ein Krankenhaus führen, denn rasche Erstbehandlung ist lebensnotwendig.
Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) untersucht und entwickelt Wege, Unfälle zu vermeiden und Menschen Sicherheit zu bieten. Unfallprävention in allen Lebensbereichen –nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch in Heim, Freizeit und Sport – ist ein zentrales Anliegen des KfVs. Dazu zählt auch der sichere Umgang mit Hunden.
