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Mit dem Hund in der City

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Hunde begleiten ihr Herrchen oder Frauchen am liebsten überall hin und möchten bei jedem Ausflug dabei sein – auch, wenn es in die Stadt geht. Die Tiere sind von sich aus neugierig, neue und viele Sinneseindrücke sind aber sehr aufregend und können Stress und Verunsicherung auslösen. Die unterschiedlichen Geräusche, Gerüche und Begegnungen mit Menschen, Tieren und Gefährten wie z.B. Kinderwägen sind für die Vierbeiner jedoch gewöhnungsbedürftig. Bevor Sie sich mit einem Welpen oder mit einem Hund, der die Stadt nicht kennt, ins Getümmel wagen, sollten Sie bedenken, dass große Menschenansammlungen als Bedrohung empfunden werden können. Hunde haben ein großes Bewegungsbedürfnis. In der Enge von Einkaufsstraßen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln können sie sich nicht frei bewegen – eine Situation, die für viele Vierbeiner unangenehm ist. Bei längeren Einkaufsbummeln bleiben Hunde daher besser zuhause. Bei vielen Geschäften heißt es für den besten Freund des Menschen ohnehin: Draußen bleiben. Wird der Vierbeiner doch mitgenommen, sollte er langsam an das Warten vor dem Geschäft herangeführt werden. Achten Sie darauf, dass er nicht vor dem Eingang oder einem Durchgang angehängt ist, und dass Sie nicht zu lange wegbleiben. Besonders bei den ersten Malen sollten Sie nur ein paar Minuten im Geschäft bleiben und ein Auge auf Ihr Tier haben.


Begegnungen mit fremden Menschen, anderen Hunden und Fahrzeugen

Hunde sind soziale Tiere, d.h. sie haben ein hohes Interesse an anderen Hunden, Menschen und der Umwelt und wollen mit ihnen in Kontakt treten. Gerade in der Stadt erleben sie eine Vielzahl von Begegnungen, z.B. mit Kindern, Radfahrern oder Fahrzeugen. Damit sich Ihr Hund wohlfühlt, ist es wichtig, dass er positive Erfahrungen sammelt, die sein Vertrauen wachsen lassen und dazu führen, dass er positiv in die nächste Begegnung hineingeht. Beachten Sie, dass unterschiedliche Begegnungen unterschiedliche Reaktionen und Empfindungen auslösen können. Ein Zusammentreffen mit anderen Hunden ist in der Stadt meist schwierig, da Hunde sich am liebsten frei und ohne Leine begegnen. In der Enge kann ein anderer Hund Stress auslösen. Beachten Sie die Körpersprache Ihres Hundes – fühlt er sich unwohl, sollten Sie ihn aus der Situation herausholen. Bevor Sie ihn mit anderen Hunden zusammenkommen lassen, sprechen Sie den Besitzer zunächst an, ob dieser den Kontakt möchte.

Bei der Begegnung mit Kindern erklären Sie am besten, was Ihr Hund mag und was nicht. Viele Kinder wollen Hunde umarmen oder beginnen plötzlich ihn zu streicheln oder anzufassen. Dies sollten Sie verhindern, indem sie den Hund aus einer derartigen Situation herausholen und die Aufmerksamkeit des Tieres auf sich lenken. Merkt man, dass ein Kind Angst hat, kann man den Hund freundlich zu sich holen und Abstand halten, damit das Kind ausweichen kann.

Kinderwägen, Gehhilfen und Rollstühle können für Hunde eine Bedrohung darstellen, wenn sie nicht daran gewöhnt sind. Häufige Reaktionsweisen sind Ausweichen, Anbellen oder Erkunden des unbekannten Objekts. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund die begegnenden Menschen nicht einschüchtert oder belästigt, indem Sie Abstand halten oder ausweichen. Besonders interessant sind Radfahrer oder Jogger. Ihr schnelles Fortbewegen animiert Hunde zum Nachlaufen – manche sehen darin eine Spielaufforderung, bei anderen wird der Jagdinstinkt angesprochen, wieder andere fühlen sich bedroht. Auch hier gilt: Abstand halten, damit Radfahrer, Jogger, Inlineskater oder andere Sportler vorbeikommen. Um den Hund an derartige Situationen zu gewöhnen, können Sie diese Situationen mit Bekannten, die z.B. mit dem Rad vorbeifahren, trainieren.

Nehmen Sie Ihren Hund in ein Gasthaus oder Restaurant mit, lassen Sie ihn selbst entscheiden, ob er stehen, sitzen oder liegen möchte. Verhält er sich ruhig, loben und belohnen Sie ihn, erteilen Sie aber keine Ruhe-Kommandos, sondern lassen ihn selbst entscheiden, wie er sich am wohlsten fühlt. Das gelingt am ehesten, wenn er sich an einer Wand oder in einer Ecke aufhalten kann. Idealerweise machen Sie vorher noch einen kurzen Spaziergang, damit er sich bewegen und erleichtern kann. In vielen Lokalen wird gerne Wasser für Ihren Vierbeiner bereitgestellt.

Hilfreich ist es, wenn Sie mit Ihrem Hund eine Hundeschule absolvieren. Beherrscht Ihr Hund die wichtigsten Grundregeln und Befehle, wird das Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier verbessert und das Vertrauen gestärkt. Verkehrslärm und Menschenansammlungen sind weniger Stress auslösend, wenn sich der Hund bei Ihnen sicher fühlt.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (kfV) untersucht und entwickelt Wege, Unfälle zu vermeiden und Menschen Sicherheit zu bieten. Unfallprävention in allen Lebensbereichen –nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch in Heim, Freizeit und Sport – ist ein zentrales Anliegen des KfVs. Dazu zählt auch der sichere Umgang mit Hunden.