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Mit Hund und Auto stressfrei in den Urlaub

Mit dem Hund stressfrei in den Urlaub

Mit Beginn der Sommerzeit beginnt auch die Ferienzeit – viele Österreicher möchten dann nicht ohne ihren Vierbeiner vereisen. Hotelbetreiber und Pensionen haben sich darauf eingestellt und bieten die Möglichkeit, dass auch Haustiere mitkommen dürfen. Doch bevor man die freien Tage in einem anderen Land genießen kann, geht es erst einmal an die für viele stressige Fahrt in den Urlaub. Gerade mit Hund eignet sich dazu das eigene Auto am besten - entsprechend gesichert und mit ausreichender Vorbereitung können sowohl beim Menschen als auch beim Tier Aufregung und Stress vermieden werden.

Reisen mit Hunden
Wer innerhalb der EU mit einem Haustier auf Reisen geht, braucht für Hund, Katz und Co einen EU-Heimtierausweis, der vom heimischen Tierarzt ausgestellt wird. Darin ist festgehalten, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist, wobei die letzte Tollwutimpfung mindestens 30 Tage und längstens 12 Monate vor Grenzübertritt durchgeführt werden muss. Der EU-Heimtierausweis gilt auch in manchen nichteuropäischen Ländern wie Schweiz, Norwegen oder Liechtenstein. Manche Länder fordern bei der Einreise mit Hunden zusätzliche Auflagen wie Zecken- oder Wurmbehandlungen – wie dies beispielsweise in Schweden, Norwegen, Großbritannien und Malta Pflicht ist. Auch ein Tollwut-Antikörpertest wird in einigen Ländern gefordert, vor allem dann, wenn man aus einem Land mit niedrigem Tollwutstatus einreist. Am besten informiert man sich vor der Ausreise aus Österreich, welche Regelungen in den jeweiligen Nachbar- bzw. Zielländern erfüllt sein müssen, denn sonst kann es sein, dass man nicht über die Grenze fahren darf. Besonders geachtet werden muss auf die Grenzübertretung zwischen EU- und Nicht-EU-Staaten. In manchen Ländern kann es Probleme mit sogenannten Kampfhunden wie Bullterrier, Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier oder deren Kreuzungen untereinander geben. So ist beispielsweise in Deutschland, Dänemark und in den Niederlanden die Einreise mit diesen Rassen verboten.
Wichtig ist, dass der Hund mit einem Chip gekennzeichnet und in der Tierkennzeichnungsdatenbank registriert ist. Das ist nicht nur in Österreich seit Juli 2008 Pflicht, sondern auch in vielen anderen Ländern. Außerdem hilft es, den Hund zu seinem Besitzer zu bringen, sollte er davonlaufen oder verloren gehen.
 
Im Auto unterwegs auf langen Strecken
Bevor Sie die meist mehrstündige Urlaubsfahrt mit Ihrem Vierbeiner antreten, sollten Sie mit dem Tierarzt Rücksprache halten, ob Ihr Tier gesundheitlich geeignet ist. Es kann sein, dass Ihnen der Tierarzt davon abrät mit älteren Hunden oder auch Hunden, die an bestimmten Krankheiten leiden, zu vereisen, da dies für das Tier zu große Strapazen bedeuten würde. In diesem Fall sollte der Hund bei Freunden, Verwandten, Bekannten oder in einer Tierpension untergebracht werden, wenn Sie nicht auf den Urlaub verzichten möchten. Gibt der Tierarzt sein Okay, kann die Reise losgehen. Zu beachten ist, dass der Hund ausreichend Platz hat, idealerweise in einer eigenen Transportbox. Wie für den Menschen gilt auch für den Hund, dass Sonneneinstrahlung, Hitze und Luftzug nicht nur unangenehm, sondern auch ungesund sind. Achten Sie darauf, dass Ihr Vierbeiner nicht zu sehr der Sonne ausgesetzt ist, indem Sie beispielsweise Rollos oder getönte Fensterfolien anbringen, um die Sonnenstrahlen abzuhalten. Luftstrom und Klimaanlage bitte nur in Maßen: Zu starker Luftzug kann auch bei Hunden zu einer schmerzhaften Bindehautentzündung führen. Besonders an heißen Tagen sollte der Hund nicht alleine im Auto gelassen werden.

Pausen nicht vergessen
Während der Fahrt sollten ausreichend Pausen gemacht werden. Das braucht nicht nur der Hund, sondern auch die mitreisenden Menschen. Dabei sollte der Vierbeiner die Möglichkeit haben, Wasser zu trinken, sich zu entleeren und Bewegung zu machen. Achtung auf Autobahnrastplätzen: Hier den Hund nicht von der Leine lassen, denn bei Ablenkung oder wenn er etwas Interessantes entdeckt, kann es sein, dass er auf die Straße läuft und eine Gefahr für sich und andere Verkehrsteilnehmer darstellt. Zwar sollte der Hund auch gefüttert werden, jedoch nicht übermäßig, da ihm auf der langen Fahrt sonst möglicherweise schlecht wird. Tierärzte raten, dem Vierbeiner etwa die Hälfte der normalen Futtermenge zu geben. Am Urlaubsort ist die Freude über eine größere Portion dann umso größer und stellt gleichzeitig eine Belohnung für die gut überstandene Autofahrt dar. Vergessen Sie nicht, dass ein Ortswechsel auch für Tiere Stress bedeutet und erkunden Sie gemeinsam mit Ihrem Hund den Urlaubsort. So kann der Urlaub entspannt beginnen!

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) untersucht und entwickelt Wege, Unfälle zu vermeiden und Menschen Sicherheit zu bieten. Unfallprävention in allen Lebensbereichen –nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch in Heim, Freizeit und Sport – ist ein zentrales Anliegen des KfVs. Dazu zählt auch der sichere Umgang mit Hunden.