Jump to Content (Alt+0)
Jump to main-navigation (Alt+1)
Jump to Subnavigation (Alt+2)

Hunde und Wintersport

Wenn die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen, hält es viele ambitionierte Wintersportler nicht mehr in ihren vier Wänden. Dann müssen sie hinauf auf den Berg und wollen ihren geliebten Vierbeiner natürlich nicht allein zu Hause lassen. Damit der Aufenthalt in der weißen Winterpracht für Mensch und Tier ein Vergnügen wird, sollten Sie unsere Tipps lesen.
  
Wenn der Hund mit in die Schneeferien soll, haben sportbegeisterte Skifahrer oft weniger Anlass zur Freude. Denn Abfahrtsski oder Snowboard kommen für den Wintersportler mit Hund keinesfalls in Frage! Denn auch der konditionsstärkste Hund hält die rasanten Abfahrten auf weichem Boden nicht durch. Ganz abgesehen davon, dass ein Hund auf der Piste einen schweren Unfall haben oder auch verursachen kann, denn nicht viele Skifahrer beherrschen ihre zwei Bretter auch wirklich. Eine weitaus bessere Alternative bietet da der Langlauf. Diese Wintersportart ist durchaus für gemeinsame Unternehmungen geeignet und zieht auch immer mehr Menschen in ihren Bann. Allerdings ist es heutzutage nicht mehr so wie früher, als es noch selbstverständlich war, dass der Langläufer mit seinem Hund querfeldein wandern konnte. Auf den gespurten Bahnen von heute ist der Hund unerwünscht, was meist mit einem Schild "Hunde verboten" belegt wird. Ein Verstoß gegen diese Bestimmung kann mit einem Bußgeld belegt werden. Wenn der Hund den so genannten "Paragraph I" einhält, kommt es jedoch selten zu dieser Maßnahme.


"Paragraph I"

Wenn der Hund andere Langläufer nicht stört oder behindert, nicht in der Spur läuft, nicht wildert und keine unschönen Markierungen setzt, dann dürfte einer Mitnahme des Gefährten auf keiner Loipe dieser Winterwelt irgendetwas entgegenstehen. Müssen Sie den Hund erst an "Paragraph I" gewöhnen, wählen Sie zum Training den zeitigen Morgen oder den späten Nachmittag. Zu diesen Zeiten sind die Temperaturen niedriger, die Loipen schön hart und die meisten Langläufer sitzen noch beim Kaffee bzw. schon beim Glühwein. Mit einer leichten Laufleine, einem Anorak voller Leckerlis, einer Menge Geduld und ein paar Freunden mit Langlauf-Skiern, die Entgegenkommer und Überholer spielen, lässt sich in einigen Trainingsstunden ein guter Langlauf-Hund ausbilden. Manche Hunde sind angesichts der weißen Pracht jedoch nur schwer zu bändigen. Wer das sportliche Wintervergnügen mit Hund so stressfrei wie möglich gestalten möchte, sollte entweder auf eine eigens gespurte Hundeloipe gehen oder unsere Tipps befolgen.

Tipps zur Benutzung von Langlauf-Loipen mit Hunden

Seit einigen Jahren bieten Wintersportorte neben den zweispurigen Loipen auch die so genannten Skating-Loipen, auf denen der Eislaufschritt praktiziert wird, an. Diese haben eine breite Lauffläche, allerdings sind auf ihnen auch die schnellen Spurter unterwegs. Laufen Sie deshalb auf Skating-Loipen nur mit einem friedlichen Hund und ausschließlich zu ruhigen Tageszeiten. Am besten ist es immer, wenn Sie sich abseits der überlaufenen Langlauf-Zentren einsame Loipen-Abschnitte suchen. Die Fremdenverkehrsämter verraten Ihnen gerne die stillen Winkel. Hunde, die ihre Kreise weit in den verschneiten Winterwald ausdehnen, führen Sie an bestimmten Streckenabschnitten am besten an der Leine. Das Wild hält sich im Winter in Tallagen in der Nähe der Futterstellen auf – und bittet um Ruhe, denn es braucht alle Kräfte. Und denken Sie daran, die Hinterlassenschaften Ihres Hundes schnellstmöglichst aus dem weißen Schnee zu räumen. Auch für den Hund ist Langlaufen ein Ausdauersport. Ein gesunder Hund kann zwar etwas vom sauberen Schnee fressen, besser ist es jedoch, ihm Wasser anzubieten. Nehmen Sie deshalb immer ein Fläschchen und das Schüsselchen mit auf die Winterwanderung.

Skiwanderungen

Skitouren von mehreren Stunden im Hochgebirge sind für keinen Hund die geeignete Bewegungsmöglichkeit. Aber Wanderungen auf geräumten und nicht gestreuten (!) Forststraßen sind genau das Richtige für gemütliche Wanderungen mit dem Hund, an denen auch der Vierbeiner seine höchste Freude hat. Falls Sie nebenher Langlaufen möchten, bedenken Sie bitte: Alles, was der Skifahrer im leichten Gleiten bewältigt, muss der Hund laufen und sinkt dabei noch ein. Und wenn die Bergwacht einen Hund retten muss, kann es sehr schnell sehr teuer werden.

Hundeloipen

An manchen Orten werden sogar spezielle Loipen für Hundebesitzer gespurt. Dies sind meistens kurze, kreisförmig angelegte Loipen am Ortsrand, auf denen sich der Hund frei bewegen darf. Da diese Strecken jedoch oft recht kurz sind (zwischen 1,5 und 6 km), kann sich zwar der Hund, nicht aber sein Besitzer richtig austoben.

Neuschnee

Wenn der Schnee frisch gefallen ist, sind die Loipen weich. Die Hundepfoten sinken dann tief ein und Eisklumpen bilden sich zwischen den Zehen. Neuschnee ist für einen Langlauf mit dem Hund deshalb nicht zu empfehlen. Bauen Sie lieber einen Schneemann mit Schnee.