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Wie Ihr Hund die Welt wahrnimmt

Im Gegensatz zum Menschen haben Hunde einen erstaunlichen Geruchssinn. Dieser Sinn ermöglicht den Hunden noch nach Tagen die Fährte eines Tieres aufzunehmen. Lesen Sie, wozu Hunde ihre Sinne außerdem verwenden. 

Jagdinstinkt und der Geruchsinn

Auch ohne menschliche Hilfe konnten die Vorfahren unserer Haushunde dank ihres Jagdinstinkts und ihrer hervorragend ausgebildeten Sinne überleben. Über gutes Gehör und Sehvermögen sowie einen ausgeprägten Geschmacks- und Geruchssinn verfügen Hunde auch heute noch. Allerdings waren diese Fähigkeiten durch Anpassung an die Umwelt über Jahrhunderte hinweg starken Veränderungen unterworfen. So verlieren beispielsweise Windhunde - wie Greyhounds, Afghanen oder auch Salukis – bei der Jagd rasch das Interesse, sobald sie ihre Beute nicht mehr sehen können, denn sie „jagen mit den Augen". Bluthunde, Bassets , Dackel, Vorstehhunde und Beagles dagegen spüren der Beute mit dem Geruchssinn nach. Sie können einer Fährte selbst nach Tagen noch problemlos folgen.

Um zwei Menschen auseinander zu halten, ist die Nase eines Hundes fast so gut geeignet wie das menschliche Auge. Über diesen ausgeprägten Geruchssinn verfügen alle Rassen. Er spielt nicht nur bei der Nahrungssuche eine Rolle, sondern ist auch für die Kommunikation von Hunden untereinander wichtig. Während Hunde auf große Entfernungen gut sehen (was ihnen bei der Jagd zugute kommt), können die meisten Objekte in unmittelbarer Nähe nur unscharf erkennen. Sie können bei Tageslicht Farben unterscheiden, nehmen sie allerdings meist nur abgeschwächt wahr. Bei schlechten Lichtverhältnissen dagegen ist ihr Sehvermögen dem des Menschen überlegen.

Mit allen Sinnen

Hunde reagieren sehr stark auf optische Veränderungen. Ein unbewegtes Objekt in einiger Entfernung fällt ihnen wahrscheinlich nicht auf. Aber bei der kleinsten Bewegung zieht es ihre Aufmerksamkeit auf sich.

Auch das Gehör ist hervorragend. Sie können - auch über größere Entfernungen hinweg - ein breiteres Spektrum an Frequenzen wahrnehmen als der Mensch. Aus diesem Grund hören Sie auch spezielle Hundepfeifen, deren Klang wir nicht wahrnehmen. Hunde empfinden extrem hohe Töne, wie z.B. von Staubsaugern oder anderen Haushaltsgeräten, als äußerst unangenehm, teilweise sogar als schmerzhaft. Rassen mit aufgerichteten Ohren verfügen im Normalfall gegenüber Rassen mit hängenden Ohren über ein besseres Hörvermögen. Denn durch die Form ihrer Ohren werden die aufgefangenen Geräusche verstärkt.

Bei der Auswahl seiner Nahrung verlässt der Hund sich neben seinem Geruchs- vor allem auf seinen Geschmackssinn. Die meisten Hunde sind für viele verschiedene Geschmacksrichtungen zu begeistern. Manche sind sogar echte „Feinschmecker".

Genau wie andere Säugetiere empfinden natürlich auch Hunde Schmerzen und reagieren unter Umständen empfindlich auf extreme Temperaturen. Über den Tastsinn genießen sie auch Streicheleinheiten. Zwar haben dabei nicht alle Hunde die gleichen Vorlieben, doch die meisten werden gern am Kopf sowie an der Brust und auf dem Rücken gestreichelt. Die Rute, das Hinterteil und die Pfoten sollten dabei unberührt bleiben.