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Welpenwelt

  • …dass der Energie- und Nährstoffbedarf pro Kilogramm Körpergewicht beim Welpen höher als beim erwachsenen Hund ist? mehr lesen
  • …dass eine in eine Decke eingewickelte Wärmeflasche und das Ticken eines Weckers beruhigend auf Ihren Welpen wirken können? mehr lesen

Die Entwicklungsphasen

Vom Baby zum besten Freund

Auf seinem Weg zum ausgewachsenen Hund erlebt Ihr Welpe unterschiedliche Entwicklungsphasen, die ausschlaggebend für sein späteres Verhalten sein können. Haben Sie Geduld – dann wird Ihr Welpe sich zu Ihrem besten Freund entwickeln.


Vegetative Phase: Die ersten 2 Wochen

Nach der Geburt kann ein Welpe noch nicht laufen und wird zunächst von seiner Mutter zusammen mit seinen Geschwistern aufgezogen. Seine Augen und Ohren sind noch verschlossen, aber sein Geruchssinn ist schon voll entwickelt.

Er ist hauptsächlich mit Trinken, Verdauen und Schlafen beschäftigt. Das Leben vor der Geburt wird jetzt noch weitergeführt. Deshalb nennt man die ersten beiden Wochen auch die vegetative Phase. Der Winzling robbt so lange im Kreis, bis er instinktiv die Zitzen seiner Mutter findet, um dort zu trinken, in der Fachsprache auch Lecksaugen genannt. Dabei führt er den Milchtritt aus, das heißt, er massiert mit den Pfoten den Bauch der Mutter, um den Milchfluss zu fördern.

In den ersten beiden Wochen erhält der junge Hund über die Muttermilch alles, was er zum Leben braucht. Ab der 3. Woche sollte er darüber hinaus erste Zusatznahrung bekommen.


Übergangsphase: 3. Lebenswoche

Der Welpe öffnet jetzt erstmals seine Augen und Ohren und kann Kontakt zu seinen Geschwistern aufnehmen. Die Kleinen beginnen sich nun gegenseitig abzulecken. Geräusche kann der junge Hund zwar schon wahrnehmen, aber noch nicht lokalisieren. Deshalb entwickelt sich massiv der so genannte Schreckreflex.

Der Welpe sucht dabei sofort Zuflucht in seiner Wurfhöhle, wenn er erschreckt wird. Gegen Ende dieser Phase unternimmt er bereits seine ersten Geh- und Bellversuche. In dieser 3. Lebenswoche sollten die Welpen auch erstmals vom Tierarzt untersucht und entwurmt werden.


Prägungsphase: 4.–7. Lebenswoche

Diese Phase ist besonders wichtig für das spätere Verhalten des Hundes. Für eine gelungene Sozialisierung des Welpen ist eine optimale Prägung erforderlich. Deshalb sollte er jetzt viel Kontakt mit Menschen haben, um sich an sie zu gewöhnen. Seine Lernfähigkeit ist jetzt so hoch wie sonst nie in seinem Leben. Alle Sinne sind nun voll entfaltet und der Welpe beginnt mit seinen Geschwistern zu spielen. Er sollte auch die Möglichkeit haben, viele neue Gegenstände oder Tiere kennen zu lernen.


Sozialisierungsphase: 8.–12. Lebenswoche

Der Welpe lernt nun nicht mehr alleine durch eigene Aktivitäten, sondern auch durch den Einfluss anderer auf ihn. Dadurch beginnen junge Hunde in dieser Zeit,sich dem Rudelführer oder Hundevater unterzuordnen. Im Mensch-Hund-Rudel zu Hause sind das Sie. Nun ist der beste Zeitpunkt, den Welpen anzunehmen. Er ist nun sehr aufnahmefähig und bereit, seinen sozialen Rang innerhalb seiner neuen Familie zu akzeptieren.


Phase des Miteinanders: 3.–4. Monat

Der Welpe beherrscht nun nicht nur die wichtigsten sozialen Regeln, sondern auch bereits die Hundesprache. Er bellt, wedelt mit dem Schwanz und schnappt wie ein Großer. Für Sie als frischgebackenen Hundebesitzer bedeutet das, Sie müssen jetzt viel mit ihm spielen. Das ist die beste Grundlage für eine lebenslange Beziehung. Er sucht nun auch die Sicherheit, die Sie ihm als Rudelführer geben, sollte aber nicht überbehütet werden. Der kleine Entdecker muss jetzt auch lernen, mit neuen Situationen alleine zurechtzukommen, denn das stärkt sein Selbstvertrauen.


Problemmonate: 5.–6. Monat

Jetzt findet die Einordnung ins Rudel statt und es wird entschieden, wer der Herr im Haus ist. Lassen Sie Ihren Welpen in dieser Phase nicht alleine und holen Sie auch keine anderen Hunde ins Haus. Auch nicht für zwei kurze Urlaubswochen.

Der Welpe hat nun auch zu lernen, dass kurzfristig andere Menschen, wie zum Beispiel der Tierarzt oder Freunde, zum Rudel stoßen können, denen er sich unterordnen muss.


Flegelmonate: 7.–18. Monat

Es hat nun den Anschein, als ob der Hund Gelerntes einfach vergessen hätte. Zumindest tut er so. Für den Menschen

bedeutet das konsequent sein und darauf beharren, dass Befehle auch wirklich befolgt werden. Auch wenn es nötig ist, den jetzt erwachsenen Hund zu tadeln. Schließlich soll der Hund Ihr bester Freund werden. Dafür müssen Sie ausreichend Zeit, Liebe und Verständnis aufbringen.