Bluthund

Der Bluthund ist eine alte Rasse. Sie zog als erstes mit Wilhelm dem Eroberer von England in die Normandie. Der Name Bluthund bedeutet nicht, dass er blutdurstig ist, sondern stammt von einem Hund reinen Bluts (reine Rasse) ab. Gezüchtet wurden sie aus dem Talbot Hound und dem St Hubert Jagdhund, wurden aber seit dem Mittelalter als moderner Bluthund anerkannt. Der Bluthund hat die beste Nase aller Jagdhunde und bringt beim Aufspüren Spitzenleistungen Er ist in erster Linie ein Spürhund und wird einer Spur ununterbrochen nachgehen, egal wie lange. Bluthunden wird auch nachgesagt, dass sie einer über 72 Stunden alten “kalten” Spur noch folgen können. In Amerika werden Bluthunde von der Polizei bei Großfahndungen eingesetzt und sind beim Finden von Vermissten immer wieder erfolgreich.

Übersicht

Durchschnittliches Alter:


Der Bluthund wird in der Regel bis zu acht Jahre alt. Nicht selten wird er aber auch zehn, insofern er in einem liebevollen Zuhause wohnt und das richtige Futter bekommt.

Durchschnittsgröße und -gewicht:


Ein typisches Weibchen wird bis zu 40 kg schwer und 58 cm groß, wohingegen das Männchen 56 kg schwer und 69 cm groß ist.

Persönlichkeit, Charaktereigenschaften und Temperament:


Der Bluthund ist ein zurückhaltender und empfindsamer Hund. Sie verlassen sich auf ihre Spürfähigkeit und würden Sie lieber als erstes „erschnüffeln“, bevor sie sich selbst heranwagen. Doch wenn sie einen kennen, werden sie zutraulich.

Zu Hause werden sie Ihnen mit ihrer tiefen Stimme zu verstehen geben, wenn Sie Besucher haben, doch sind sie kein Wachhund. Sie werden nur Laut geben, wenn es auch einen Grund gibt. Sie bellen nicht einfach los, nur um den Ton ihrer Stimme zu hören. Die charakteristischen Falten des Bluthunds und die vielen schlaffen Hautzüge können auch Nachteile haben. Sie sabbern und werden im ganzen Haus „Schneckenspuren“ hinterlassen.

Der Bluthund ist ein Spürhund und als solcher gibt seine Nase den Ausschlag. D.h. er nimmt eine Fährte auf und wird alles rund um ihn herum vergessen, um dem Geruch bis zum Schluss folgen. D.h. sie dürfen nur in einem abgesicherten Bereich ohne Leine herumlaufen, da Straßen für sie gefährlich sein können.

Zusammenleben mit anderen Haustieren:


Sie kommen gut mit anderen Tieren klar. Wenn ein Kätzchen oder ein Welpe einem ausgewachsenen Bluthund vorgestellt wird, ist es wichtig, dass Sie dies schrittweise tun. Auch wenn der Bluthund anderen Tieren gegenüber nicht aggressiv ist, so kann schon rein seine Größe Probleme bereiten. Wenn er mit anderen Tieren aufwachsen darf, oder als Welpe hinzukam, kann ein Bluthund die Gesellschaft anderer Tiere genießen.

Entscheidungshilfe

Da ein Bluthund ein Kurzhaarhund ist, braucht er nicht sonderlich viel Pflege. Regelmäßiges kräftiges Bürsten ist praktisch alles, was sein Fell benötigt. Bei den langen Ohren kann es Probleme mit Ohrmilben oder Pilzinfektionen geben und sie müssen regelmäßig gereinigt werden. Die Ohrspitzen sollten nach den Mahlzeiten gereinigt werden.

Sie brauchen regelmäßigen Auslauf und Bewegung. In den ersten zwölf Monaten wachsen Sie schnell. Seien Sie bei seinem Auslauf vorsichtig, denn Bluthundwelpen werden schnell müde. Der Bluthund stellt sich bei fortgeschrittenem Gehorsamkeitstraining nicht sonderlich geschickt an, doch sollte der grundlegende Gehorsam mit ihm trainiert werden.

Der Bluthund hat wenig medizinische Probleme, kann aber zu Blähungen neigen, die ernstzunehmen sind und die sofortige Hinzuziehung eines Tierarztes erfordern. Auch die Augen müssen überprüft und sorgfältig gepflegt werden.

Ideale Besitzer


Der Bluthund ist ein Rudeltier. Deshalb versteht er sich gut mit anderen Tieren. Er lebt nicht gerne alleine und wenn seine menschlichen Begleiter Zeit fernab von ihm bei der Arbeit oder in der Schule verbringen, braucht der Bluthund Gesellschaft.

Ein Bluthund muss sich als Teil der Familie fühlen und in die Familie integriert sein. Dann ist er ein ausgezeichneter Gefährte.
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