Eurasier

Beim Eurasier handelt es sich um eine junge Züchtung der Kynologie. Die Rasse existiert erst seit Anfang der 50er Jahre des 20. Jh., der Standard wurde 1974 festgelegt. Dem Weinheimer Julius Wipfel gebührt das Verdienst, die Zucht mit der Verpaarung eines Chow Chow-Rüden und einer Wolfsspitz-Hündin begonnen zu haben. Es ging darum, einen Hund zu schaffen, der genügend Abstand von seinen Ahnen hat und keinen Mischtyp beider Ausgangsrassen bildet.Man erhielt drei gleiche Typen in der 1. Generation: Typ 1: Mischtypen, sauber- bis mischfarbig. Typ 2: optisch und charakterlich unbrauchbare Tiere. Typ 3: kräftige, polarhundartige Großspitze, ausgeglichen und ruhig. Für die 2. Generation wurden nun ausschließlich Tiere vom Typ 3 verwendet, also keine Rückzüchtung auf die Eltern vorgenommen. Die 2. Generation wurde nun wiederum auf Typ 3 selektiert, und für die 3. Generation ein typischer Rüde der 2. Generation für alle Hündinnen, die in Frage kamen, verwendet. Man erhielt schlagartig eine optimale Gleichmäßigkeit auf den gewünschten Typ und gleichzeitig natürlich eine äußerst enge Verwandtschaft der Zuchtbasis. Mit der 4. Generation, aus dem gleichen genetischen Material gebildet, konnten nun schon mehrere Eurasier erfasst werden. Um die Inzucht abzubauen und das Erscheinungsbild sowie Wesen des Wolfs-Chow zu verbessern, kreuzte man Samojeden ein. Der Rassename Eurasier wurde nach den Ursprungskontinenten der Ausgangsrassen festgelegt: Wolfsspitz = Europa

Übersicht

Durchschnittliches Alter:


Der Eurasier wird im Schnitt bis zu 12 Jahre alt. Bei entsprechender Pflege und Ernährung kann er bis zu 14 Jahre alt werden.

Durchschnittsgröße und –Gewicht:


Die Hündin wird 48 bis 56 cm groß und wiegt dabei 18 bis 26 kg. Der Rüde wird 52 bis 60 cm groß und wiegt dabei 23 bis 32 kg.

Persönlichkeit, Charaktereigenschaften und Temperament:


Der Eurasier vereint die Eigenschaften seiner Ausgangsrassen. Er ist selbstgewusst, dennoch ruhig und ausgeglichen. Er hat die Aufmerksamkeit des Wolfspitzes, bellt jedoch nicht. Gegenüber fremden zeigt er eine gewisse Zurückhaltung, die er vom Chow-Chow geerbt hat. Zudem ist er ein freundlicher Begleiter seiner Familie, der ungern alleine gelassen werden möchte (Samojede). Jedoch benötigt der Eurasier eine sachkundige und konsequente Erziehung, damit er ein idealer Begleit- und Familienhund sein kann.

Zusammenwohnen mit anderen Haustieren:


Wurde der Eurasier von klein auf an die anderen Familienmitglieder gewöhnt, gibt es meist keine Probleme.

Entscheidungshilfe

Das dichte Fell des Eurasiers muss täglich gebürstet und gekämmt werden damit es nicht verfilzt.

Idealer Besitzer:


Der Eurasier ist ein idealer Begleithund. Er passt zu vielen verschiedenen Menschen. Besonders eignet er sich auch als Familienhund. Er benötigt allerdings ein gewisses Maß an Pflege, Bewegung und Erziehung.
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