Landseer

Seine Ahnen sind wahrscheinlich die mit Seeleuten von Neufundland nach Großbritannien gelangten Hunde. Der Landseer hat seinen Namen nach dem englischen Tiermaler Sir Edwin Landseer (1802 bis 1873), der ihn mehrfach auf seinen Bildern darstellte. Da er ursprünglich jahrelang als weißschwarze Varietät des Neufundländers angesehen und auch mit diesem gemeinsam auf Ausstellungen beurteilt und sogar vermischt gezüchtet wurde, nannte man den Landseer kurzerhand Neufundländer-Landseer. Einstmals bedeutend verbreiteter als die schwarzen Neufundländer, liefen diese ihm Anfang des 20. Jh. immer mehr den Rang ab. Erst als die FCI den Forderungen nachkam und 1959 für den Landseer einen eigenen Standard anerkannte, deutete sich ein erneuter Aufschwung an.

Übersicht

Durchschnittliches Alter:


Der Landseer kann mit der entsprechenden Pflege und Ernährung bis zu 11 Jahre alt werden.

Durchschnittsgröße und -gewicht:


Der Rüde wird zwischen 72 und 80 cm und erreicht dabei ein Gewicht von 60 bis 75 kg.

Persönlichkeit, Charaktereigenschaften und Temperament:


Der Landseer gilt als aktiver, wacher und temperamentvoller als sein naher Verwandter, der Neufundländer. Er hat einen natürlichen Wach- und Schutztrieb und ist besonders menschenbezogen, weswegen er einen idealen Familienhund abgibt. Früher sollte er die Tierherden vor Wölfen und Bären schützen, daher trifft er instinktiv eigenständige Entscheidungen zur Abwehr von Gefahren. Seit dem 19. Jahrhundert hat er den Ruf, Menschen eigenständig vor dem Ertrinken zu retten, weswegen er auch noch heute als Wasserrettungshund eingesetzt wird. Zudem ist er sehr lernfreudig. Frühzeitig sollte mit einer konsequenten Erziehung begonnen werden, damit der Landseer seinen Platz in der Familie kennt. Darauf ist besonders bei Rüden zu achten, da diese sonst die Führung der Familie für sich zu beanspruchen. Eine Begleithundeausbildung ist daher sinnvoll. Zur Ausbildung als Schutzhund ist er jedoch ungeeignet. Der Landseer benötigt einen engen Kontakt zu seiner Familie, er ist nicht für eine Zwingerhaltung geeignet. Am wohlsten fühlt er sich auf einem Grundstück mit umzäunten Terrain. Er bellt nicht ohne Grund. Zu Gästen ist er freundlich, Fremden gegenüber verhält er sich wachsam und reserviert.

Zusammenleben mit anderen Haustieren:


Wurde der Landseer von klein auf an andere Haustiere und Hunde gewöhnt, sollte es zu keinen größeren Problemen kommen.

Entscheidungshilfe

Die Behaarung des Landseers ist mit Ausnahme des Kopfes lang, schlicht und dicht. Sie fühlt sich fein an und ist mit Unterwolle durchsetzt. Leicht gewelltes Deckhaar auf Rücken und Keulen wird nicht beanstandet. Bürstet man das Haar gegen den Strich, fällt es von selbst wieder in die richtige Lage. Die Grundfarbe ist ein klares weiß, auf dem sich zerrissene Platten in unregelmäßigen Abständen befinden, meist auf der Rumpf- und Kruppenpartie. Hals, Vorderbrust, Bauch, Läufe und Rute müssen weiß sein. Das lange Fell muss täglich gebürstet werden, damit es nicht verfilzt und sauber bleibt.

Idealer Besitzer:


Der Landseer ist ein idealer Familien- und Gebrauchshund. Allerdings benötigt er viel Bewegung und liebt es schwimmen gehen zu können. Ausreichend Zeit für die Fellpflege sollte vorhanden sein. Kennt der Landseer seinen Platz in der Familie, wird er ein dankbarer und treuer Begleiter sein. Jedoch sollte stets bedacht werden, dass es sich um einen sehr großen Hund handelt und er daher für Senioren ungeeignet ist.
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