Maremma Hirtenhund

Der Maremma stammt aus zwei Gebieten Mittelitaliens, den Abbruzzen, wo der Hund Postore Abruzzese genannt wird, und dem Landstrich Maremma, wo der Hund Pastore Maremmano genannt wird. Die beiden Rassen stimmen fast mit dem Hund überein, denn wir heute als Maremma Hirtenhund kennen. Seine wesentliche Aufgabe war das Beschützen der Herden vor Wölfen und Bären und in jüngerer Zeit auch vor Dieben und Wildhunden. Die Herde wurde vollständig dem Hund überlassen, so dass er selbständig arbeitete. Der dadurch geprägte eigenwillige Charakter ist auch bei den heutigen Hunden noch vorzufinden. In Australien, wo der Maremma Hirtenhund zum Beschützen der Herden eingesetzt wurde, haben die Farmer einen 35%-igen Rückgang ihres Verlustes durch Füchse, Wildhunde und Raubvögel festgestellt.

Übersicht

Durchschnittliches Alter:


Maremma Hirtenhunde werden bis zu circa 12 Jahre alt.


Durchschnittsgröße und -gewicht:


60cm bis 73cm
30kg bis 40kg

Persönlichkeit, Charaktereigenschaften und Temperament:


Der Maremma Hirtenhund hat einen natürlichen Schutzinstinkt und ist dadurch vorbildlich als Beschützer von Tierbeständen. Er ist freundlich und seiner eigenen Familie gegenüber treu, kann aber Fremden gegenüber misstrauisch sein. Er mag Kinder in der eigenen Familie, muss aber in Anwesenheit anderer Kinder überwacht werden. Er benutzt seine Grösse und das Bellen zur Abschreckung und ist in der Regel kein aggressiver Hund.

Zusammenleben mit anderen Haustieren:


Der Maremma Hütehund kommt mit allen Tieren gut aus, sei es mit der Hauskatze oder einem teuren Viehbestand. Wenn er als Schutzhund eingesetzt wird, dann sollten ihm bereits im Welpenalter seine künftigen Sprösslinge vorgestellt werden, damit starke Bande entstehen. Die Anbahnung dieser Beziehung muss anfangs überwacht werden und es sollten Jungtiere verwendet werden, so dass sich der Welpe nicht verletzt, weil er sich noch nicht selbst schützen kann und es wird davon abgeraten, einen Maremma ohne etwas zu tun zu Hause alleine zu lassen.

Entscheidungshilfe

Der Maremma Hütehund hat eine Unterwolle und Deckhaar, die beide wetterbeständig und wasserabweisend sind. Er kann ganz gut draußen leben. Das lange weiße Fell fällt zweimal im Jahr reichlich aus und dann muss er kräftig gebürstet werden, wobei insbesondere auf die Partien hinter den Ohren und an den Hinterbeinen zu achten ist. Zu anderen Zeiten bleibt das Fell bemerkenswert sauber und ohne Verfilzungen.

Am Stadtrand sind tägliche Spaziergänge unbedingt erforderlich. Maremmas sind sehr intelligente Hunde. Sie brauchen einen Sinn in ihrem Leben. Sonst fangen sie an, sich zu langweilen und werden destruktiv. Diese Hunde lieben das Wasser und werden sich gerne in einer Pfütze wälzen.

Maremmas mögen es nicht, wenn ihre Pfoten angefasst werden, doch trotz allem müssen ihre Fußnägel gekürzt werden. Sie sind auch sehr misstrauisch gegenüber Leuten, die sie nicht kennen. Erwarten Sie also nicht von Ihnen, dass sie Ihren Besuch freudig begrüßen.

Ideale Besitzer


Diese Rasse ist etwas für Besitzer, die gerne einen etwas anderen Hund haben wollen. Der Maremma Hirtenhund ist sehr eigenständig, aber seiner Familie ergeben. Er wird nicht auf die Führerschaft der Meute verzichten, es Ihnen aber erlauben ihm ebenbürtig zu sein. Er ist immer gut gelaunt und sowohl ein guter Begleithund als auch Arbeitshund.
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