Pointer

Jagdhunde waren ohne Zweifel die frühesten dem Menschen bekannten spezialisierten Hundearten. Im Louvre in Paris hängt ein Gemälde von Jean Baptiste Oudry, das einen sehr schönen Pointer zeigt, der einem Fasanen vorsteht. Unter Inschrift des Gemäldes besagt, dass es sich um einen Hund des Felds von Ludwig dem XV. handelt. Das Gemälde entstand in der letzten Hälfte des 17. Jahrhunderts oder der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der englische Pointer soll sowohl vom französischen als auch vom spanischen Pointer abstammen. Diese Rassen stammen aus dem 18. Jahrhundert. Der Pointer ist nun zu einem spezialisierten Vorstehhund geworden. Wittert er Wild, so verharrt er regungslos und schaut in die Richtung, wo sich das Wild verborgen hält, bevor er es aufscheucht.

Übersicht

Durchschnittliches Alter:
Pointer werden bis zu 15 Jahre alt.

Durchschnittsgrösß und -gewicht:
63cm bis 70cm 
18kg bis 25kg

Persönlichkeit, Charaktereigenschaften und Temperament:
Der Pointer ist für seine scharfe Intelligenz und ein ausgeglichenes, gutmütiges Temperament bekannt. Dies macht ihn zum angeborenen Begleiter zu Hause und auf der Jagd. Er ist aufgeweckt und sieht gut aus. Charakteristisch ist sein konkav gewölbtes Gesicht. Die Vorsteheigenschaft ist eine echte, feste, genetische Veranlagung. Der Pointer ist ein hart treibender Vorstehhund für die Jagd als auch ein treuer und vornehmer Begleiter.

Ein Pointer kann hin und wieder in gewissen Situationen misstrauisch oder sogar ängstlich sein. Er braucht dann eine feste, aber freundliche Hand. Darüber hinaus ist der Pointer empfindsam und wachsam und gibt Laut, wenn Fremde kommen. Es braucht lange, bis er ganz ausgewachsen ist, manchmal gehen drei Jahre ins Land, bis er seine endgültige Größe und sein volles Gewicht erreicht hat.

Zusammenleben mit anderen Haustieren:
Der Pointer lebt gerne mit allen Mitgliedern des Haushalts zusammen. Sogar Hennen und andere Vögel sind in Ordnung, wenn er früh mit ihnen bekannt gemacht wird. Wildvögeln gegenüber zeigt er eine angeborene Neugier und wird im Garten Vorsteharbeit leisten, wenn welche da sind. Er neigt dazu, anderen Hunden gegenüber beim ersten Kontakt unterwürfig zu sein und wird dann die Situation von da aus beurteilen. Es ist kein aggressiver Hund und er vermeidet wenn immer möglich Konflikte.

Entscheidungshilfe

Diese Rasse bedarf nicht besonders viel Pflege, da das Kurzhaar wenig mehr braucht als regelmäßiges Bürsten. Wenn der Pointer schlammig oder schmutzig wird, geht der meiste Schmutz von alleine ab, sobald er wieder trocken ist. Sie mausern sich je nach der Jahreszeit. Bürsten mit einem Gummihandschuh entfernt das meiste unerwünschte Haar. Der Pointer hat Hängeohren, die sauber bleiben müssen und regelmäßig nach Ohrinfektionen untersucht werden müssen. 

Er lebt gerne im Haus mit einem kleinen Garten, unter der Bedingung, dass er regelmäßig Auslauf bekommt, damit er fit bleibt und seine überschüssige Energie loswird. Sie spielen für ihr Leben gern und apportieren bereitwillig Bälle und Spielzeug.

Im Felde ist der arbeitende Pointer der Meister aller Schießhunde. Er lebt im Einklang mit seinem natürlichen Umfeld. Doch in unserer modernen Gesellschaft gibt es Einschränkungen, die der Hund respektieren muss. Ein grundlegendes Gehorsamkeitstraining ist unabdinglich und der Pointer ist gut beim Training. Es ist lebenswichtig, dass der Pointer sozialisiert ist, egal ob er ein Begleit- oder Arbeitshund sein soll.

Ideale Besitzer
Pointer sind ideal für eine Person, die einen ausgezeichneten Familienbegleiter oder Arbeitsvorstehhund möchte, oder an Gehorsam- oder Agility Wettbewerben teilnehmen möchte. Es sind sanftmütige Hunde und sie sind ungeeignet für Besitzer, die an rigorose Disziplin glauben.
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