Rhodesian Ridgeback

Vor Jahrhunderten, als die ersten Pioniere in Südafrika ankamen, stellten sie fest, dass die Hottentotten am Kap Hunde zum Jagen einsetzten, die wie ein Ridgeback aussahen. Durch den besonderen Haarkamm parallel zur Wirbelsäule, bei dem das Fell entgegen der normalen Haarwuchsrichtung wächst, unterschied er sich von anderen Rassen. Im 19. Jahrhundert florierten Großwildjagden in Südafrika, insbesondere im nördlichen Teil des Limpopo Rivers, der später als Rhodesien bekannt wurde (nach seinem Gründer Cecil John Rhodes). Jäger verstanden schnell den Wert und die Bedeutung guter Jagdhunde. Bei der Wahl von Hunden für die Jagd, war es verständlich, dass man sich einer einheimischen Rasse zuwandte - dem Ridgeback - einem Hund, der Generationen lang für die afrikanischen Hottentotten mit ihren primitiven Jagdwaffen ein reiner Segen gewesen war. Der Ursprung dieser Rasse ist nicht endgültig bekannt, doch es herrscht weitgehend Übereinstimmung darüber, dass sie das Ergebnis der Kreuzung eines kubanischen Bluthundes mit dem Hottentoten-Jagdhund sind, wobei letzterer den charakteristischen Haarkamm aufwies. Von einer derartigen Kreuzung würde man ebensolche Merkmale erwarten, wie der Ridgeback sie aufweist – Geschwindigkeit, Kraft, Mut, Treue und dazu noch die beachtliche Fähigkeit, wilde Tiere anzugreifen. Die wurden zur Bewachung der Farmen und zur Löwenjagd eingesetzt.

Übersicht

Durchschnittliches Alter:
Rhodesian Ridgebacks werden 10 bis 12 Jahre alt.

Durchschnittsgröße und -gewicht:
Hündinnen werden 61 cm bis 66 cm groß und erreichen ein Gewicht von circa 32 kg. Rüden werden 63 cm bis 69 cm groß und haben dabei ein Gewicht von circa 37 kg.

Persönlichkeit, Charaktereigenschaften und Temperament:
Der Rhodesian Ridgeback ist liebevoll und ein treuer Hund für eine Einzelperson oder eine Familie. Er ist sehr verschmust und sitzt gerne auf Ihren Füßen oder auf Ihrem Schoß, wenn er darf. Er ist denjenigen gegenüber, die er mag, ausgesprochen treu. Auch wenn der Ridgeback kein aggressiver Hund ist, so verhält er sich Fremden gegenüber zurückhaltend und es widerstrebt ihm normalerweise, wenn die Menschen den ersten Schritt auf ihn zugehen. Er ist sanft und pflegeleicht und erträgt Kinder mit Ruhe, parallel dazu ist er ausgesprochen intelligent und lernfähig. Der Ridgeback nimmt gerne voll und ganz an Familienaktivitäten teil und freut sich aber genauso, wenn es den ganzen Tag nichts Besseres zu tun gibt, als einfach herumzuliegen. Ein herausragender Wachhund. Mit seinem tiefen Bellen warnt er Eindringlinge davor, näherzukommen. Seine Freundschaft währt das ganze Leben.

Zusammenleben mit anderen Haustieren:
Er kann mit anderen Haustieren zusammenleben, beim Viehbestand muss er aber dazu erzogen werden.

Entscheidungshilfe

Es handelt sich um einen schnell wachsenden Hund, der als Welpe nicht überfüttert werden darf und nicht zu viel Bewegung haben darf, da dies seine sich entwickelnden Knochen zu stark belastet.

Vergessen Sie nicht, dass der Ridgeback ein Jagdhund ist und gerne jagt. Sie benötigen daher sichere Zäune und Gatter.

Ideale Besitzer
Es gibt keine Rasse, die ideal zu einer Person passt, und es gibt Aspekte beim Charakter des Ridgebacks, die manchen Menschen vielleicht nicht gefallen. Der Ridgeback ist unabhängig und eigensinnig. Wenn Sie ihm einen Befehl erteilen, wenn er gerade lieber etwas anderes tun würde, werden Sie sicherlich nicht sofort Gehör bekommen. Unterwürfigkeit gehört nicht zum Temperament dieser Rasse. Der Ridgeback ist Kindern gegenüber extrem duldsam. Doch ist er für ältere Menschen weniger geeignet, die unter Umständen Schwierigkeiten haben, einen ausgelassenen Welpen unter Kontrolle zu halten.
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