Clickertraining mit dem Hund: So macht das Training Spaß!

Haben Sie es beim Spazieren mit Ihrem Hund schon einmal klicken gehört, wenn andere Hunde gerade einen Trick zeigen? Dann haben Sie das sogenannte Clickertraining bereits in Aktion gesehen. Bei dieser Form der Heimtiererziehung wird ein Clicker – also ein kleiner Knackfrosch aus Metall, der ein markantes Click-Geräusch verursacht – verwendet, um den Hund zu belohnen. Sie fragen sich, wie das geht? Dann lesen Sie weiter, wir erklären es Ihnen.

So funktioniert Clickertraining bei Ihrem Hund

Clickertraining macht sich eine Technik aus der Psychologie zunutze, die auch bei Tieren funktioniert: Die „operante Konditionierung“, was Lernen durch Konsequenzen bedeutet. Sind die Konsequenzen eines Verhaltens positiv, wird dieses öfter gezeigt. Das gelingt mit punktgenauer Belohnung, die jedoch zuerst von Ihrem Hund erlernt werden muss, da das Klicken für ihn vorerst keine Bedeutung hat. Ihr Hund muss also auf den Clicker konditioniert werden. Klingt kompliziert? Mit unserer Anleitung werden Sie es bestimmt hinbekommen.

Zunächst muss Ihr Hund das Clicker-Geräusch mit etwas Positivem verbinden – wie einer schmackhaften Belohnung. Damit das gelingt, müssen Geräusch und Belohnung unmittelbar aufeinander erfolgen. Achten Sie daher beim Konditionieren auf den Klicker darauf, Ihre Leckerlis sofort zur Hand zu haben. Aber kommen wir zum praktischen Teil.

So beginnen Sie mit Clickertraining

1) Nehmen Sie einige kleine Leckerlis, die Ihr Hund gut schlucken kann, in die eine Hand. Gut geeignet sind dabei die Pedigree® Leckerbissen Mini-Happen. Der Clicker kommt in die andere Hand. Dann clicken Sie und geben Ihrem Hund im gleichen Moment einen der Mini-Happen.

2) Diesen Schritt wiederholen Sie 10 bis 15 Mal und das einige Male am Tag. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie und Ihr Tier sich dabei nicht immer in derselben Position befinden. Ihr Hund soll verstehen, dass er bei jedem Click etwas bekommt und das Geräusch mit der Belohnung verbinden. Bleiben Sie konsequent bei der Gabe von Leckerlis.

3) Nun warten Sie, bis Ihr vierbeiniger Freund in eine andere Richtung sieht und clicken dann erneut. Sieht Ihr Hund Sie erwartungsvoll an, wissen Sie, dass die Verknüpfung von Click und Leckerli funktioniert hat. Ab jetzt können Sie das Verhalten Ihres Hundes mit dem Clicker positiv verstärken. Stellen Sie sich den Clicker wie eine Kamera vor: Wenn Ihr Hund etwas macht, das Ihnen gefällt, dann clicken Sie und fangen das erwünschte Verhalten ein.

Was Sie noch über Clickertraining wissen müssen

Beginnen Sie das Clickertraining mit einem Befehl, den Ihr Hund gut versteht, zum Beispiel „Sitz!“. Geben Sie das Kommando und clicken Sie, sobald Ihr Hund die Übung korrekt ausgeführt hat. Anfangs sollte nach jedem Click ein Leckerli gegeben werden. Wenn Sie schon länger clickern, können Sie die Belohnungen auch variieren. Achten Sie auf das richtige Timing. Wenn alles klappt, wird Ihr Hund das Clicken als Bestätigung für das gewünschte Verhalten sehen und dieses öfter zeigen, um belohnt zu werden. Halten Sie jedenfalls die Leckerlis bereit. Wenn Sie Ihrem Hund etwas zu fressen versprechen, sollten Sie das schließlich auch einhalten.

Oft muss sich Ihr Hund auch erst an diese Art von Training gewöhnen. Geben Sie ihm also so viel Zeit, wie er benötigt und trainieren Sie lieber in mehreren kurzen Einheiten über den Tag verteilt, statt einmal lange. Wenn Ihr Hund sich nicht mehr konzentrieren kann, bringt das beste Training nichts.

Beim Lernen neuer Tricks sollten Sie auf eine reizarme Umgebung achten, zum Beispiel das zu Hause des Tieres. Auch sollte zu Beginn die Clickrate hoch sein. Im Idealfall sollte Ihr Hund bei jeder Übung einen Click und ein Leckerli bekommen. Wenn das nicht klappt, können Sie versuchen, die Übung in mehrere Teile zu gliedern und sie Schritt für Schritt durchzugehen.

Zwei Arten, um Ihrem Hund neue Tricks zu lehren

Es gibt zwei Wege, um Ihrem Hund mit Clickertraining neue Kommandos beizubringen. Den ersten haben wir weiter oben schon kurz mit der Kamera beschrieben. Sie können versuchen, ein bestimmtes Verhalten einzufangen. Wenn Ihr Hund zum Beispiel auf einen Baumstumpf hüpft, können Sie clicken und dabei einen verbalen Befehl wie „hoch“ sagen. Nach ein paar Durchgängen wird Ihr Hund das Kommando mit der Aktion verknüpfen und auf einen Baumstumpf (oder einen anderen Gegenstand) hüpfen, wenn er das Kommando erhält. Seien Sie bei solchen Kommandos aber vorsichtig. Ihr Hund könnte zu Hause auf alle Möbel springen, in der Hoffnung dafür, eine Belohnung zu kassieren.

Die zweite Variante, um neue Tricks zu lernen, ist das freie Formen einer Aktion. Sie könnten den oben erwähnten Trick auch anders aufbauen. Führen Sie Ihren Hund mit einem Leckerli bis zum Baumstumpf und halten Sie es in die Höhe, bis Ihr Hund auf den Stumpf springt. Belohnen Sie ihn dann mit einem Click und einem Leckerli.


Probieren Sie aus, welche Version Ihrem Hund am besten liegt und seien Sie kreativ in der Planung des Lernens!

Clickertraining hat einige Vorteile gegenüber anderen Erziehungsmethoden: Das Geräusch ist immer gleich. Wenn also mehr als eine Person mit dem Hund trainiert, muss keine neue Konditionierung erlernt werden. Außerdem werden vom Clicker, anders als von der menschlichen Stimme, keine Stimmungen übertragen, die Ihren Hund ablenken könnten. Somit bleibt ihr vierbeiniger Freund konzentrierter. Zudem können Sie durch genau platzierte Clicks auch Teilschritte einer Übung belohnen. Das hilft enorm beim Lernen neuer Tricks und lenkt weniger ab, als ein Leckerli.








Die richtige Belohnung für Hunde beim Clickertraining

Sind Sie noch auf der Suche nach einer geeigneten Belohnung, die Sie Ihrem Hund beim Clickertraining geben können? Die Antwort ist ganz einfach: Alles, was Ihr Hund mag. Im Idealfall sind die Leckerlis klein und können leicht geschluckt werden. Schließlich brauchen Sie bei Ihrem Training viele davon. Wir empfehlen dafür die PEDIGREE® Leckerbissen Mini-Happen. Gerade für kleinere Hunde kann es aber auch empfehlenswert sein, PEDIGREE® Snacks Schmackos in kleine Stücke zu teilen und diese dann für das Training zu verwenden. Sollten Sie gerade keine passenden Snacks zu Hause haben, können Sie auch kleine Stücke gekochtes Fleisch nehmen.

Geben Sie Ihrem Hund auch mal eine große Belohnung, wenn er eine Übung richtig gut ausgeführt hat. Das könnte zum Beispiel ein Rodeo sein oder ein anderes Leckerli, das Ihr Hund besonders gern hat.
Ihr vierbeiniger Freund weiß nie, wann der Hauptpreis kommt und wird sich bemühen, immer besser zu werden. Das motiviert nicht nur das Tier, sondern auch uns Trainer, wenn wir sehen, wie sehr sich unsere Hunde bemühen.

Kann man mit einem Clicker unerwünschtes Verhalten wegerziehen?

Ist Angst oder Unsicherheit die Ursache eines unerwünschten Verhaltens in bestimmten Situationen kann man mit Hilfe des Klickers schlechte Emotionen durch neue, positive ersetzen, sodass sich der Hund besser fühlt, sein Stress- und somit sein Erregungslevel sinken und das Erlernen eines alternativen Verhaltens möglich wird. Diese Methode findet z. B. Anwendung in der Verhaltenstherapie.






 

Clickertraining: Probleme und Lösungen

  • Nicht alle Hunde mögen den Clicker. Es gibt durchaus Vierbeiner, die Angst vor dem Geräusch haben. Sie könnten erst einmal probieren, den Clicker in der Tasche auszulösen. Das dämpft das Geräusch. Oder Sie versuchen es mit einem anderen Clicker. Es gibt verschiedene Modelle im Handel, die unterschiedlich klingen. Sollte nichts davon helfen, ist es besser, das Training mit dem Clicker abzubrechen – das Arbeiten mit diesem Hilfsmittel soll schließlich Spaß machen.

  • Ihr Hund hört bei Kommandos nicht zu und läuft wild umher? Vielleicht ist die Belohnung zu aufregend für ihn. Probieren Sie es einmal mit kleineren Häppchen oder verwenden Sie das normale Trockenfutter.
    Vielleicht ist Ihr Hund aber auch überfordert. Kürzen Sie die Trainingseinheiten oder teilen Sie die Übung in kleinere Einzelschritte.

  • Zeigt Ihr Hund bei einer neuen Übung einen alten Trick? Das kommt gar nicht so selten vor. Viele Hunde versuchen durch Verhalten, für das sie schon einmal belohnt wurden, weitere Leckerlis zu bekommen. Letztlich beruht das Training ja genau auf diesem Muster. Ignorieren Sie den Hund einfach. Es kann auch helfen, die Position oder den Trainingsort zu wechseln. Dadurch erkennen viele Hunde den Neustart besser.

  • Wirkt Ihr Hund, als hätte er keine Lust zu trainieren? Das muss nicht heißen, dass Ihr Hund generell kein Interesse an Tricks hat – kann es aber. Manche Hunde haben mehr Freude an eigenständiger Arbeit oder Sucharbeit. Auch gestresste Trainer können ihre Stimmung auf den Hund übertragen und ihm die Lust am Training nehmen.

Sind Sie neugierig geworden? Probieren Sie das Clickertraining doch einfach einmal aus und finden Sie heraus, ob es Ihrem Hund Spaß macht. Vielleicht meistern Sie so ja ein paar Tricks.

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