Die besten Tipps zur Hundeerziehung

Ihr junger Vierbeiner muss lernen, wo sein Platz in seiner neuen Familie ist, wie er sich gegenüber Menschen und Artgenossen richtig verhält sowie noch viele andere unbekannte Sachverhalte, die sein Umfeld mit sich bringt. Die richtige Hundeerziehung betrifft daher jeden Hundebesitzer von Anfang an.

Damit das Zusammenleben mit Ihrem Hund gut funktioniert, sind also bestimmte Grundregeln notwendig. Doch keine Sorge: Das Erlernen dieser Regeln kann Ihrem Hund viel Spaß bereiten. Durch positive Interaktion und spielerisches Lösen von Aufgaben fördern Sie Ihren Hund und stärken die Bindung zueinander. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, worauf Sie dabei achten sollten.

Die 3 wichtigsten Grund-Kommandos

Wenn Ihr vierbeiniger Freund diese Kommandos kennt und befolgt, können Sie mit Ihrem Hund sicher unterwegs sein und sich auch in Gefahrensituationen auf ihn verlassen. Er wird auf Sie hören.

      1. „Komm“ oder „Hier“: Erst wenn Sie wissen, dass Ihr Hund zuverlässig zurückkommt, können Sie ihn von der Leine lassen. Sehen Sie sich unser Video zum Kommando an

      2. „Bei Fuß“: Entspanntes Spazierengehen ist nicht möglich, wenn Ihr Hund dauernd an der Leine zieht. Sehen Sie sich unser Video zum Kommando „Bei Fuß“ an.

      3. „Aus“: Ihr Hund muss manchmal auch Dinge liegen lassen oder loslassen, wenn er zum Beispiel etwas nicht fressen soll. Wie Sie Ihrem Hund das Kommando „Aus“ beibringen, sehen Sie im Video.

3 weitere nützliche Kommandos

In den Videos oben haben Sie schon Möglichkeiten gesehen, Ihrem Hund etwas Neues beizubringen. Die 3 Grundkommandos sind wichtig, damit Ihr Hund zu Ihnen zurückkommt, bei Ihnen bleibt oder etwas lässt, was er nicht tun soll. Mit den oben gezeigten Methoden können Sie Ihren Hund auch zu weiteren Meisterstücken anleiten und auch den Umgang mit Ihrem Hund weiter verbessern.

     4. „Sitz“: Dieses Kommando wird oft als Erstes und sehr einfach gelernt. Es ist hilfreich, wenn Sie Ihren Hund im Alltag irgendwo anleinen wollen, beim Spazierengehen kurz zum Plaudern stehen bleiben oder etwas ins Auto einladen wollen.
      
      5. „Platz“: Mit diesem Befehl bringen Sie Ihren Hund zur Ruhe. Wenn Sie im Büro sind und Ihr Hund bei Ihnen bleiben soll oder im Restaurant nicht den Kellnern zwischen den Beinen herumlaufen soll, ist „Platz“ auch Übungssache. Ihr Hund wird nicht sofort nach Erlernen des Befehls liegen bleiben. Steigern Sie die Dauer langsam aber stetig.

     6. „Stopp“: Besonders beim Überqueren von Straßen oder auch bei Spaziergängen am Feld ist dieses Kommando unverzichtbar. Es sagt Ihrem Hund, dass er sofort stehen bleiben soll. Wenn sich die Leine verfangen hat oder Sie ihn wieder anleinen wollen, bleibt Ihr Hund dafür stehen.

Welpenerziehung – Mit dem Spieltrieb zu richtigen Kommandos

Bei Hunden ist es wie bei uns Menschen: Kinder und Welpen sind verspielt, wissbegierig und benötigen viel Aufmerksamkeit. In dieser Phase können Sie Ihrem Welpen am meisten beibringen, indem Sie seinen Spieltrieb nutzen. Die Lern- und Übungsphasen sollten Sie bei Welpen kurz halten. Fokussieren Sie sich bei Welpen vor allem auf ein Kommando. Gehen Sie erst nach mehrmaliger erfolgreicher Wiederholung zum nächsten Schritt weiter. Zwischen 8 und 16 Lebenswochen können Sie auch eine Welpenschule für Ihren kleinen Vierbeiner andenken. Ihr Welpe lernt dort den Umgang und die Kommunikation mit anderen Artgenossen und auch anderen Menschen.
Ohne überfordert zu werden, soll Ihr Welpe spielerisch die wichtigsten Kommandos lernen. Achten Sie trotz Training und ausgeprägtem Spieltrieb in diesem Alter auf ausreichend Ruhephasen und bieten Sie Ihrem Hund auch Rückzugsmöglichkeiten. Ruhe ist wichtig für ein gesundes Wachstum und die Verarbeitung der vielen neuen Eindrücke und Regeln.

Altersgerechte Hundeerziehung – wie viele Regeln braucht Ihr Hund?
Nicht die Anzahl der Regeln, sondern Ihre Konsequenz ist bei der Hundeerziehung am wichtigsten. Je nach Alter sollten Sie die Anzahl der gleichzeitig zu lernenden Kommandos anpassen.

In der Pubertät sind Hunde oft unkonzentriert und können neue Charakterzüge zeigen. Jetzt ist es besonders wichtig, konsequent zu bleiben. Mit Geduld können bis zu drei Kommandos abwechselnd trainiert werden. Achten Sie jedoch darauf, Ihren jugendlichen Hund nicht zu überfordern.
Erwachsene Hunde haben bereits ihre eigenen Grenzen und Vorlieben, die Sie respektieren sollten. Sie kennen Ihren Hund am besten und können daher bei der Erziehung gut auf ihn eingehen. Fordern Sie Ihren Hund mit neuen Herausforderungen und neuen Erfahrungen.

Hund perfekt erziehen: Diese 5 Regeln gelten auch für Sie

      1. Bleiben Sie konsequent

Regel ist Regel. Nur wenn Sie Ihre eigenen Regeln konsequent beachten, kann auch Ihr Hund diese akzeptieren. Hunde brauchen einen konsequenten Hundehalter, um sich orientieren zu können.

      2. Belohnen Sie Ihren Hund

Mit positiver Verstärkung und Belohnungen erziehen Sie Ihren Hund am schnellsten. Belohnungen stärken zusätzlich die gemeinsame Bindung.

      3. Keine Überforderung für Ihren Hund

Ist Ihr Hund überfordert, macht ihm lernen keinen Spaß mehr und der gewollte Erziehungseffekt bleibt aus. Achten Sie daher auch auf Ruhephasen.

      4. Nutzen Sie den Spieltrieb

Mit spielerischen Erziehungsmethoden lernt Ihr Hund am schnellsten. Dennoch: Selbst beim Spielen konsequent bleiben.

      5. Seien Sie geduldig

Hundeerziehung ist manchmal mühsam und braucht Zeit. Vor allem die kleinen jungen Fellknäuel sind zwar wissbegierig, aber sehr verspielt. Geben Sie nicht auf.
Lassen Sie sich mit der Erziehung Zeit. Mit Geduld haben auch Sie Spaß an der Hundeerziehung und können nach den wichtigsten Grundkommandos auch verschiedene Tricks ausprobieren.

Belohnungen bei Erfolg – Hundeerziehung ohne Gewalt
Hunde reagieren beim Erlernen von Kommandos sowohl auf positive, als auch negative Verstärkung. Das gewünschte Verhalten wird belohnt. Ungewünschtes Verhalten wird mit Ablehnung abgegolten.

Passende Belohnungen sind zum einen Leckerlis, wie die Pedigree® Schmackos, zum anderen aber genauso Lob, Streicheln und andere positive Reaktionen. Hunde reagieren dabei auch auf Ihre Körperhaltung und Stimme. Zeigen Sie Ihrem Hund daher einfach mit Verhalten und Stimme, wenn er etwas besonders gut gemacht hat.

Ablehnung ist für Ihren Hund die Verweigerung von Leckerlis, aber auch besonders Ihre Reaktion. Wenn er weder Ihre lobende Stimme hört, noch Aufmerksamkeit bekommt, wird Ihr Hund sein Verhalten ändern, um beim nächsten Mal erfolgreich zu sein.

In Hundeschulen und besonderen Welpenkursen lernen Sie gemeinsam mit einem Hundetrainer den Umgang, die Konsequenz und ein richtiges Belohnungsverhalten für den perfekten Erziehungserfolg.

Achtung! Schläge oder andere Gewalthandlungen gegen Ihren Hund sind niemals geeignete Erziehungsmaßnahmen!


Die häufigsten Fehler bei der Hundeerziehung

      1. Mehrfaches Kommando

Mit dem Kommando „Bleib“ muss Ihr Hund sitzen bleiben und warten. Wenn Sie, während Sie weggehen „Bleib ... Bleib ... Bleib ... Bleib“ ständig wiederholen, startet Ihr Hund los, sobald Sie aufhören „Bleib“ zu sagen. Damit bringen Sie ihm bei, nur so lange auf das Kommando zu gehorchen, wie Sie es wiederholen.

      2. Wenn Wort und Geste widersprechen

Körperhaltung, Mimik und Stimme müssen zusammenpassen. Mit einer freundlichen Stimme, schlaffer Körperhaltung den Befehl „Sitz“ zu geben, wird Ihren Hund nicht dazu animieren, Ihnen zu folgen.

      3. Nachlässigkeit und Vergesslichkeit

Wenn Ihr Hund die Befehle schon gut kann, dann sollten Sie dennoch mit ihm regelmäßig üben, um das Erlernte zu festigen. Legen Sie Wert auf die richtige Ausführung Ihrer Kommandos.

      4. Zu spätes Loben

Ihr Hund lernt besonders gern durch Lob und Anerkennung. Wenn Sie ein Leckerli erst mühsam herauskramen müssen und Ihr Hund schon danach winselt, werden Sie nur das winseln und betteln verstärken, anstatt das gewünschte Verhalten zu belohnen.

Mit diesen Tipps und Tricks sind Sie bestens dafür gerüstet, Ihren Hund perfekt zu erziehen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg bei den gemeinsamen Übungen.
Pedigree® Feeling Happy Pedigree® Feeling Happy