Diät für Hunde – so klappt’s bestimmt!

Wie beim Menschen führt eine falsche, zu reichhaltige Ernährung auch beim Hund zu Übergewicht. Nur weil es gut schmeckt, heißt es nicht, dass es Ihrem Hund auch guttut!

Bei der Fütterung müssen sich allerdings die Hundebesitzer an der eigenen Nase fassen! Denn zu viele Leckerlis, eine zu große Menge an Futter oder ungeeignete Nahrung führen auch beim Vierbeiner zum Formverlust. Das schadet nicht nur der Optik, sondern verursacht  auch gesundheitliche Probleme. Damit das Übergewicht nicht dauerhaft auf die Gesundheit schlägt, kann eine entsprechende kalorienreduzierte Diät für Hunde ratsam sein. Einer Langzeitstudie zufolge leben Hunde auf Diät nämlich durchschnittlich zwei Jahre länger als ihre Artgenossen, die sich nach Belieben den Bauch vollschlagen dürfen. In unserem Ratgeber finden Sie hilfreiche Tipps, worauf Sie bei der Diät Ihres Hundes achten müssen.

Woran erkenne ich, dass mein Hund zu dick ist?


Für die meisten Hunderassen gibt es keine einheitlichen Angaben zum Idealgewicht. Sie können jedoch einfach selbst feststellen, ob Ihr Vierbeiner übergewichtig ist. Streichen Sie dafür sanft über den Brustkorb Ihres Hundes. Können Sie seine Rippen nicht mehr fühlen, ist er zu dick. Hunde setzen nämlich vor allem an Brustkorb, Lendenwirbelsäule und Bauch Fett an. Weitere Anzeichen für Übergewicht können ein hängender Bauch oder eine nicht sichtbare Taille sein.


Was begünstigt Übergewicht bei Hunden?


Manche Hunderassen wie beispielsweise Labrador Retriever, Golden Retriever, Cocker Spaniel oder Beagle neigen eher zu Übergewicht. Offenbar gibt es eine genetische Komponente, durch die Übergewicht begünstigt wird. Das Alter eines Hundes spielt dabei ebenfalls eine Rolle.
Bei vierbeinigen Senioren verändert sich der Stoffwechsel und ihr Energiebedarf sinkt. Zudem bewegen sich ältere Hunde im Allgemeinen weniger, sodass sie leichter Gewicht ansetzen. Aber  auch Welpen, die während ihres Wachstums zu viel Energie aufnehmen, neigen im Erwachsenenalter vermehrt zu Übergewicht.

Auch eine Kastration kann das Risiko für Übergewicht erhöhen, da sich der Energiebedarf bei kastrierten Hunden verringert, der Appetit aber häufig zunimmt. Deshalb sollten Hunde nach ihrer Kastration auf kalorienärmeres Futter umgestellt werden.

Hormonelle Erkrankungen wie etwa eine Schilddrüsenunterfunktion, eine Überfunktion der Nebenniere oder Fehlfunktionen der Geschlechtsdrüsen können ebenfalls Übergewicht Ihres Vierbeiners begünstigen.

Ebenso können bestimmte Medikamente wie Kortisonpräparate oder Progesteronpräparate bei Langzeitgabe zu Übergewicht beitragen, indem sie den Energiebedarf senken oder den Appetit steigern.


Beugen Sie dem Übergewicht vor


Übergewicht bei Hunden ist ein wachsendes Problem. Etwa 40-50 % der Hunde in Österreich sind übergewichtig. Ihr Vierbeiner kann von sich selbst aus aber nicht auf seine schlanke Linie achten. Wenn Sie also bemerken, dass Ihr Hund Gewicht ansetzt, überdenken Sie seine Fütterung noch einmal. Versuchen Sie den bettelnden Hundeaugen zu widerstehen und bleiben Sie strikt bei zwei bis drei festen Mahlzeiten täglich. Bedenken Sie dabei auch, zusätzlich gefütterte hundegerechte Leckerlis in die Ration miteinzuberechnen.


Welche Folgen kann Übergewicht für Hunde haben?


Bei übergewichtigen Hunden erhöht sich der Anteil des Körperfetts. Dabei bilden sich Fettspeicher in der Unterhaut des Rumpfes, in der Brust- und Bauchhöhle. Steigt der Körperfettanteil über den Normalwert, so wirkt sich das auf das Stoffwechselgleichgewicht des Hundes aus. Klassische Folgeerkrankungen bei Übergewicht können unter anderem Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Verstopfung, Hauterkrankungen, Atemwegserkrankungen oder Gelenksverschleiß sein. Außerdem verkürzt Übergewicht die Lebenserwartung Ihres Hundes und beeinträchtigt seine Lebensfreude.


Was Sie vor der Diät Ihres Hundes beachten sollten


Bevor Sie jedoch eine Diät mit Ihrem Hund starten, sollten Sie auf jeden Fall den Tierarzt Ihres Vertrauens aufsuchen. Der Veterinär kann feststellen, wie es sonst um die Gesundheit Ihres Hundes bestellt ist und ob er in der körperlichen Verfassung für eine Diät ist. Gemeinsam mit Ihnen wird er dann ein passendes Diät- und Bewegungsprogramm zusammenstellen, um Ihren Hund wieder in Form zu bringen.


So klappt’s mit der Diät


Ist der Diätplan erstellt, kann es losgehen. Bedenken Sie allerdings, dass ein gesundes Abnehmen seine Zeit braucht. Ihr Hund sollte pro Woche 1 bis 3 % seines Gewichts verlieren. Daher sollte ein 10 kg schwerer Hund 100 bis 300 g pro Woche abnehmen. Um ein Kilo Gewicht zu verlieren, müssen Sie einem solchen Hund somit etwa 10 Wochen Zeit geben. Bis zum Erreichen des Zielgewichtes wird sich Ihr Hund gut an die neue Fütterungsroutine gewöhnt haben. Auch danach ist eine kontrollierte Fütterung wichtig, damit Ihr vierbeiniger Freund nicht wieder an Gewicht zulegt.

Mit unseren hilfreichen Tipps bleibt Ihr Hund schlank und fit:
  • Achten Sie auf eine kalorienarme Fütterung. Feuchtnahrung enthält viel weniger Kalorien pro Gramm als Trockenfutter. Dadurch können Sie eine größere Menge füttern und ein besseres Sättigungsgefühl erreichen. Wenn Ihr Vierbeiner bisher mit Trockenfutter ernährt wurde, dann probieren Sie die Umstellung auf Feuchtnahrung. Geben Sie Ihrem Vierbeiner dafür mehrere Tage Zeit, damit sich der Darmtrakt des Hundes an die neue Nahrung gewöhnen kann. Hierfür empfehlen wir Pedigree® Feuchtnahrung. Diese ist 100% vollwertig und enthält alle Nährstoffe, die Ihr Hund braucht, um ein gesundes und glückliches Leben zu führen! Erfahren Sie in unserem Ratgeber zu Mischfütterung zahlreiche Tipps und Tricks, wie Sie für Ihren Hund die beste Wahl treffen.
  • Rechnen Sie in die Tagesration Ihres Hundes auch immer Leckerlis bzw. Snacks mit ein. Diese sollten nur kontrolliert gefüttert werden und dürfen nicht zur Hauptmahlzeit werden. Reservieren Sie zum Beispiel einen Teil der täglichen Hauptration als Belohnungshappen, statt auf andere Leckerlis zuzugreifen.
  • Geben Sie Ihrem Hund weniger Futter. Die Menge sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Tierarzt absprechen. Verringern Sie anschließend nach und nach die Portionen und wiegen Sie hierfür die Futtermenge Ihres Hundes täglich ab. Das ist wesentlich genauer als die Dosierung mit einem Futterbecher! Eventuell empfiehlt Ihr Tierarzt auch die Fütterung einer speziellen kalorienreduzierten Diätnahrung, die aber mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert ist, damit Ihr Hund auch bei reduzierter Kalorienzufuhr mit allen wichtigen Nährstoffen ausreichend versorgt wird.
  • Teilen Sie die tägliche Futterration auf drei bis vier Mahlzeiten auf, damit der Hundemagen nicht so lange leer bleibt.
  • Sorgen Sie stets für genug Auslauf und ausreichende Bewegung Ihres Hundes, wie beispielsweise großzügiges Gassi gehen, joggen oder schwimmen. Übertreiben Sie es aber nicht, sondern steigern Sie langsam das tägliche Bewegungspensum, um Ihren Vierbeiner nicht zu überfordern.
  • Kontrollieren Sie das Gewicht Ihres Hundes in regelmäßigen Abständen, um einer Gewichtszunahme möglichst früh entgegenwirken zu können. Weitere hilfreiche Tipps zum gesunden Gewichtsmanagement finden Sie in unserem Ratgeber.
  • Füttern Sie keine Essensreste. Diese sind für Hunde in ihrem Nährstoffgehalt unausgewogen. Ihr Vierbeiner braucht dann extra Futter, um die Nährstoffe aufzunehmen, die er für ein gesundes Hundeleben braucht.
Wenn Ihr Hund abnehmen soll, müssen sowohl Sie als auch Ihr Hund gewohnte Verhaltensweisen ablegen und durch neue ersetzen. Eine Diät für Hunde kann die Lebensfreude Ihres Vierbeiners deutlich steigern.

Stimmen Sie jedoch den Diätplan gründlich mit Ihrem Tierarzt ab, um zu vermeiden, dass Ihr Hund hungert oder es ihm an Nährstoffen mangelt. Und halten Sie konsequent an Ihrem Vorhaben fest, damit Ihr Hund bald wieder fit sein Leben genießen kann.
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